Nach 20 Jahren
Das sagt das ZDF zum unfreiwilligen "Rosenheim-Cops"-Aus von Alexander Duda
Aktualisiert:
von Nicola Schiller:newstime
Die emotionalsten Abschiede der Rosenheim-Cops
Videoclip • 01:13 Min • Ab 12
Seit mehr als 20 Jahren spielt Alexander Duda den Polizeichef Gerd Achtziger. Wie jetzt bekannt wurde, müssen sich Fans nach der aktuellen 26. Staffel von ihm verabschieden. Und das, obwohl der Schauspieler wohl gern weitergemacht hätte. Jetzt hat sich das ZDF geäußert.
Nach dieser Staffel ist Schluss
Im Gespräch mit "Bild" erzählt Duda, es handle sich dabei um eine "dramaturgische" Entscheidung. Die Begründung: "Der Achtziger ist ja ein Staatsbeamter, die müssen ja mit 67 in Rente. Deshalb hatte ich wenig Argumente auf meiner Seite", so Duda im Interview.
Dabei hätte sich der 71-Jährige durchaus vorstellen können, die Figur weiterzuspielen: Auch ein pensionierter Polizeichef hätte aus seiner Sicht Platz in der Serie gehabt. Trotzdem versucht der Schauspieler, positiv zu bleiben: "Ich hege da keinen Groll, das bringt ja nichts. Ich versuche, negative Gefühle zu vermeiden."
Das sagt der Sender
Auf unsere Anfrage schreibt das ZDF: "Über viele Jahre hinweg hat Alexander Duda die "Rosenheim-Cops" mit seiner markanten und liebenswerten Art entscheidend mitgeprägt. Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Seine Figur Gert Achtziger wird innerhalb der Handlung in den Ruhestand verabschiedet. Der Abschied beruht auf einer dramaturgischen Entscheidung, wie sie bei langlaufenden Serien zur Weiterentwicklung der Geschichten immer wieder dazugehört. Als Polizeidirektor hätte Gert Achtziger auch im wirklichen Leben das reguläre Pensionsalter längst erreicht. Ein schöner und würdiger Abschied liegt uns besonders am Herzen - Einzelheiten möchten wir vor der Ausstrahlung noch nicht vorwegnehmen."
"Wie eine richtige Trennung im echten Leben": So emotional war der letzte Drehtag
Achtzigers letzte Szene ist wohl schon im Kasten. Alexander Duda verrät, worauf sich Fans trotz allem freuen können: "Es ist eine wunderbare Ausstiegsfolge, die quasi auf mich zugeschnitten ist. Zum ersten Mal taucht meine Ehefrau in der Serie auf. Als wir fertig waren, konnte ich die Tränen nur mit Mühe zurückhalten. Ich hatte richtig feuchte Augen und das ist bei mir selten. Ich war mein halbes Berufsleben der Achtziger - und die Kollegen bei den 'Rosenheim-Cops' sind mir alle ans Herz gewachsen. Da fühlt sich das jetzt wie eine richtige Trennung im echten Leben an."
"Zu fit für den Ruhestand"
Der Abschied von den "Rosenheim-Cops" bedeutet für Duda allerdings nicht das Ende seiner Schauspielkarriere. Er möchte weiterhin vor Kameras und auch auf Theaterbühnen stehen.
Meiner Zukunft blicke ich gelassen entgegen. Ich schau, was kommt. Ich möchte definitiv weiterarbeiten.
An Ruhestand will Duda noch nicht denken: "Ich bin körperlich gut in Schuss und kann immer noch gut Texte lernen. Ich fahre sehr viel und sportlich Fahrrad und habe eine Rudermaschine im Keller, die ich drei-, viermal die Woche nutze. Außerdem achte ich auf meine Ernährung. Wir kochen zu Hause immer selbst und nur selten Fleisch. Ich bin Flexitarier, Gemüse ist mein neues Fleisch!"
"Die Rosenheim-Cops" laufen jeden Dienstag um 19:25 Uhr
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