"Real Survivor"
48 Stunden im Eis: "Galileo" zeigt den Überlebenskampf der Teenager
Aktualisiert:
von Claudia FrickelMathew Smith und Tommy Hendricks (v.l.) in der Galileo-Serie "Real Survivor".
Bild: Galileo
Ein "Thanksgiving-Wunder": Tommy Hendricks und Matthew Smith überstanden einen verheerenden Schneesturm in den Rocky Mountains. "Galileo" stellt das Unglück mit Ex-Kunstturner und Olympiasieger Fabian Hambüchen nach. Übersteht er eine Nacht unter freiem Himmel bei minus 30 Grad?
So überlebten die US-Teenager bei klirrender Kälte in den Bergen
Tommy Hendricks und Matthew Smith haben ein gemeinsames Hobby: das Klettern. Die US-Teenager wachsen in den Rocky Mountains auf und sind seit der Highschool beste Freunde.
Im November 2016 wollen der 17- und der 18-Jährige den 4.800 Meter hohen, abgelegenen Mount of the Holy Cross besteigen - kurz vor Thanksgiving. Sie übernachten am Fuß des Berges und beginnen am nächsten Morgen mit dem Aufstieg. Den Großteil ihrer Ausrüstung lassen sie im Camp zurück, auch ihre Schlafsäcke. Schließlich wollen sie abends wieder zurück sein.
Doch auf halber Strecke schlägt plötzlich das Wetter um, und die Jungs werden auf 3.500 Metern Höhe von einem heftigen Schneesturm überrascht. Den hatte der Wetterbericht erst für den nächsten Tag angekündigt.
Tommy und Matthew brauchen über vier Stunden, um die Felswand hochzuklettern. Erst um 7 Uhr abends kommen sie auf dem Gipfel an, Stunden später als geplant. Weil es stockdunkel ist und der Schneesturm tobt, finden sie den Weg herunter nicht mehr. Zum Glück gibt es dort oben Handyempfang, sodass sie ihre Eltern anrufen können. Die rufen den Rettungsdienst.
Doch vor ihnen liegt nun die eisige Nacht, bei minus 28 Grad Celsius. Die Teenager übernachten unter einem vorstehenden Felsvorsprung, mit den Füßen in den Achselhöhlen des anderen, um sie warm zu halten.
Wenn dein Körper aufhört zu zittern, ist deine Körpertemperatur so tief, dass er gar nicht mehr versucht, sich zu wärmen
Am zweiten Tag irren die Jungs durch den meterhohen Schnee, aber sie verlaufen sich. Durch die Unterkühlung, den Hunger und den Durst sind sie desorientiert. Den Weg ins Tal finden sie nicht - und müssen eine zweite Nacht in der klirrenden Kälte verbringen. Erst nach fast 48 Stunden spürt ein Rettungshubschrauber die völlig entkräfteten Teenager im Schnee auf.
Obwohl sie keinerlei Winterausrüstung dabei haben, überstehen die beiden die Zeit in der extremen Kälte fast unverletzt. Das Klettern haben sie übrigens nicht aufgegeben: Sie ziehen immer noch gemeinsam los, um Felswände zu erklimmen.
Die Challenge für Fabian Hambüchen: Ganz allein bei minus 35 Grad Celsius
Olympiasieger Fabian Hambüchen stellt sich dem Survival-Szenario.
Bild: Galileo
Wie kann jemand bei eisigen Temperaturen in den einsamen Wäldern der Rockies überleben? Das will Olympiasieger Fabian Hambüchen wissen. Für "Real Survivor" schickt "Galileo" den ehemaligen Kunstturner in den Schnee, rund 100 Kilometer südlich der Region, in der die "Real Survivor" Matthew und Tommy verschollen waren. Zuerst soll sich der Olympiasieger bei einer Wanderung durch den Schnee kämpfen und dann sogar eine Nacht im Schnee überstehen.
Was aber ganz und gar nicht geplant war: Eine arktische Kaltfront zieht herauf, und die Temperaturen sind viel niedriger als gedacht. Minus 35 Grad Celsius werden es laut Wetterbericht. Und anders als die "Real Survivor" ist Fabian ganz allein.
Fabian muss mit der gleichen Ration an Lebensmitteln auskommen wie die Jungs: Kürbiskerne, ein paar Müsliriegel und ein wenig Lachs. Auf Zelt und Schlafsack muss er jedoch verzichten.
Zum Glück geben ihm zwei Coaches vorher wichtige Überlebenstipps. Aber sie sind beunruhigt: "Es wird gefährlich, denn es ist zu kalt", warnen sie.
Das bekommt Fabian schnell zu spüren. Warum der erfahrene Sportler trotzdem barfuß am Feuer sitzt, wann er das erste Mal Angst hatte und ob er die Challenge durchhielt, siehst du in "Real Survivor: In der Kälte".
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