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Designerin im Exklusiv-Talk

Von "Making The Cut" zu GNTM: So startete Esther Perbandts Zusammenarbeit mit Heidi Klum

Veröffentlicht:

von Nicholas Vogel

Seit Jahren Teil der GNTM-Familie: Designerin Esther Perbandt.

Bild: picture alliance/dpa


Klare Linien, viel Schwarz und eine eigene Haltung: Seit Jahren verleiht Esther Perbandt "Germany's Next Topmodel" eine besondere Note. Im exklusiven Joyn-Interview spricht die Berliner Modedesignerin über den Beginn ihrer Zusammenarbeit mit Heidi Klum, ihre Rolle als "schwarzes Schaf" der GNTM-Familie - und darüber, warum ihr echte Entwicklung wichtiger ist als reiner Glamour.

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Der Anfang: Eine Anfrage aus Los Angeles

Der Startpunkt ihrer gemeinsamen Reise liegt nicht in Deutschland, sondern in den USA. 2018 erreichte Esther Perbandt eine Anfrage einer Casting-Agentur aus Los Angeles, die international nach außergewöhnlichen Designer:innen suchte. Es folgte ein großes Meeting - und dort das erste persönliche Treffen mit Heidi Klum.

Deren Urteil fiel schnell und ist bis heute legendär: "Diese Tante da, die nur schwarz macht, die will ich bei 'Making The Cut' dabei haben", erinnert sich die Modemacherin lachend. Der Rest ist Geschichte: Platz zwei bei der Fashion-Show und der Beginn einer langfristigen kreativen Verbindung.

Von "Making The Cut" zu GNTM

Auch ohne Sieg blieb der Kontakt zur Model-Chefin bestehen. Heidi habe sie "von der Ferne immer noch weiter begleitet", erzählt die Berlinerin dankbar. Dieses Jahr war sie bereits zum vierten Mal als Designerin bei "Germany's Next Topmodel" dabei.

Die gegenseitige Wertschätzung ist dabei konstant geblieben. Heidi sei privat genauso, wie man sie aus dem Fernsehen kenne - und könne "sehr caring" sein, wenn sie Menschen und ihre Arbeit schätze.

Esther Perbandt, "das schwarze Schaf in der GNTM-Familie"

Esther Perbandt beim Screening-Event zum GNTM-2026-Finale im Berliner Zoo Palast.

Bild: Gartner


Im GNTM-Kosmos nimmt Esther Perbandt ganz bewusst eine Sonderrolle ein. Sie selbst beschreibt sich als "ein bisschen das schwarze Schaf in der GNTM-Familie" - nicht zuletzt, weil ihre Arbeit weniger auf klassische Kommerzialität ausgerichtet ist als "vielleicht dieses Format" selbst.

Gerade dieser Gegensatz macht für sie den Reiz aus: GNTM lasse sich auch durch andere ästhetische Positionen öffnen, ohne sich vollständig dem rein Kommerziellen zu unterwerfen. Gleichzeitig sei das Format für sie als Unternehmerin "total wichtig" - eine Aufmerksamkeit, die sich allein kaum erreichen ließe. Es ermögliche ihr, neue Menschen kennenzulernen, ihre Arbeit zu zeigen und sich weiter zu vernetzen. Dafür sei sie "immer sehr dankbar".


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"Das Glitzern ist der Zirkus außenrum"

Beim GNTM-Finale hingegen richtet sich ihr Blick besonders auf eines: die Entwicklung ihrer Schützlinge. Zu beobachten, wie sehr sich die Models im Laufe der Staffel verändern, empfindet sie jedes Jahr als besonders spannend - auch, weil nicht jeder Weg gleich verläuft.

"Das Glitzern ist der Zirkus außenrum", ordnet sie ein. Die Realität des Modebusiness sei deutlich komplexer. Manche schaffen es weit in der Show, andere finden ihren Platz erst danach. Genau diese Vielfalt mache die Sendung so interessant.

Ein besonderer Moment der diesjährigen Staffel war Folge 8, in der Esther Perbandt einen Schmuck-Job an Nana vergab. Auch beim Final‑Event im Berliner Zoo Palast war die ehemalige GNTM-Kandidatin dabei - und wurde an diesem Abend von der Designerin persönlich ausgestattet.

Die Idee dafür entstand spontan: "Ich hab mich gefragt: 'Was zieh ich eigentlich an?' Und dann: 'Kommt Nana und was zieht sie an?'" Kurzerhand trafen sie sich zum Fitting im Atelier. Für die Designerin ein schöner Abschluss: "Wir konnten den Circle irgendwie schließen. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht mit ihr."

Nana mit Esther Perbandt. Die ehemalige GNTM-Kandidatin trägt ein Kleid der Berliner Designerin.

Bild: Joyn


Darum fasziniert GNTM Esther Perbandt bis heute

Was GNTM für Esther Perbandt auszeichnet, ist vor allem die Entwicklung des Formats. Die Show habe sich spürbar in Richtung Diversität geöffnet - mit sehr unterschiedlichen Menschen, die genauso unterschiedlich gezeigt werden.

Genau das empfinde die Berlinerin als "großartig": GNTM mache sichtbar, dass es nicht das eine perfekte Model gibt. Jede Designerin und jeder Designer bringe einen eigenen Blick und Geschmack mit - und genau diese Vielfalt an ästhetischen Positionen halte das Format lebendig.

Gleichzeitig sei "Germany's Next Topmodel" für die Designerin auch ein Ort, an dem man "so ein bisschen träumen" dürfe. Die Realität sei "hart genug", da tue es gut, sich "einfach ab und zu mal so ein bisschen Zirkus und Glamour" zu erlauben. Oder, wie Esther Perbandt es selbst auf den Punkt bringt: "Das brauchen wir einfach."

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