Sie spielte die Forensikerin

Kein Comeback: Warum Pauley Perrette endgültig mit "Navy CIS" abgeschlossen hat

Aktualisiert:

von teleschau - Jürgen Winzer

Schade für Fans der Forensik-Spezialistin Abby: "Navy CIS"-Schauspielerin Pauley Perrette will nicht mehr vor der Kamera stehen.

Bild: Adobe Stock/totojang1977/Comauthor/IMAGO/Ronald Grant/Newscom World


Es ist mehrere Jahre her, dass Pauley Perrette ihre Rolle in "Navy CIS" hinter sich gelassen und sich von der Schauspielerei zurückgezogen hat. Nun verriet der Publikums-Liebling, warum ihr Aus endgültig ist.


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Abby aus "Navy CIS" macht Schluss

15 Staffeln und mehr als 350 Folgen war Pauley Perrette die exzentrische Forensik- und Computer-Spezialistin Abigail Beethoven Sciuto alias "Abby". Sie war so beliebt, dass die Fans geschockt waren, als sie im Herbst 2017 bekannt gab, für Staffel 16 nicht zurückzukehren.

Danach spielte Perrette 13 Folgen in der TV-Serie "Broke" mit, die aber nach einer Staffel eingestellt wurde. Anschließend verkündete sie: "Das war's." Auch gegenüber der US-Zeitschrift "Hello" bekräftigte sie nun noch einmal, nie mehr vor die Kamera treten zu wollen. Ihr Beweggrund: "Ich bin ein anderer Mensch."

Sie sagte: "Ich möchte die ganze Zeit ich selbst sein. Es erfordert eine Menge Mut, mir das selbst zu sagen, aber es ist authentisch. So fühle ich mich."

Forensikerin Abby Sciuto (Pauley Perrette, l.) mit ihrem Chef, Special Agent Leroy Jethro Gibbs (Mark Harmon, r.) im Labor.

Bild: imago images/Mary Evans


War ein Hundebiss schuld an Pauley Perrettes "NCIS"-Aus?

Im Interview gab sie aber auch zu: "Ich bin nicht undankbar für die Vorteile, die mir die Schauspielerei gebracht hat." Das klang vor ein paar Jahren noch anders. Nachdem sie unmittelbar nach ihrem Ausstieg bei "Navy CIS" von etwaigen Meinungsverschiedenheiten noch nichts hatte wissen wollen, bekannte sie 2019 via Twitter (heute X), dass sie "schreckliche Angst vor Mark Harmon" habe und davor, dass er sie "attackieren" könnte. Im selben Post schrieb sie auch erstmals: "Nein, ich werde nicht zurückkehren. Nie mehr!"

Das Portal "The Wrap" berichtete von einer Auseinandersetzung zwischen ihr und dem Serien-Hauptdarsteller Harmon (Gibbs) wegen eines Hundebisses am Set. Pauley habe, so "The Wrap" weiter, auf "mehrfache körperliche Übergriffe" am Set hingewiesen.

Zum Schauspiel kam Pauley Perrette nur durch Zufall

2023 kehrte Perrette noch einmal auf die roten Teppiche der TV-Branche zurück - allerdings als ausführende Produzentin der Dokumentation "Studio One Forever", in der die Geschichte der legendären Discothek am Sunset Strip in West Hollywood erzählt wird. Das "Comeback" hat weniger mit ihrer Liebe zum Business als mit ihrem Einsatz für die LGTBQ+-Gemeinde zu tun: Das "Studio One" war zwischen 1974 und 1990 ein Mekka für Gays und Lesben.

Pauley Perrette rutschte zufällig ins Schauspiel-Business. Eigentlich hatte sie "etwas Berufliches mit Tieren machen" oder FBI-Agentin werden wollen. Während ihres Kriminologie-Studiums hielt sie sich in New York mit allen möglichen Jobs über Wasser. Neben Kellnern, Kochen auf einem Restaurant-Schiff und Flyer für "Taco Bell" als Skateboard-Fahrerin zu verteilen, gehörten dazu auch kleine Rollen in Werbespots. Ein Freund stellte sie daraufhin einem Chef einer Werbeagentur vor, der ihr den Umzug nach Los Angeles nahelegte und ihr zu ersten größeren Rollen verhalf.

Pauley Perrette tauchte 2023 wieder öfter in der Öffentlichkeit auf; allerdings als Producerin einer Dokumentation.

Bild: 2023 Getty Images / Frazer Harrison


Pauley Perrette über die Schauspielerei und einen Schicksalsschlag

Die Schauspielerei machte ihr Spaß - und Angst zugleich. Im "Hello"-Interview erklärte sie: "Es gibt keine Droge, die ich je genommen habe und die so gut funktioniert hat wie die Arbeit als Schauspielerin."

Sie erklärte: "Was man beim Drogen-Missbrauch sucht, ist Flucht. Aber mit der Schauspielerei kann man sich in 1.000 verschiedene Dinge flüchten, ohne sich dabei fast umzubringen. Schauspielerei ist eine totale Droge!"

Eine Droge, die sie hinter sich ließ. Lieber macht sie Musik mit ihrer Band Stop Making Friends und genießt ihr Leben. Sie weiß, dass man nichts verschieben sollte. 2021 erlitt sie einen Schlaganfall, den sie aber ohne schwerwiegende Folgen überstand. "Ich bin absolut okay", erklärte sie Ende 2022.


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