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"NCIS"-Chef

Die Regeln von Agent Gibbs: Was Schauspieler Mark Harmon davon hält

Veröffentlicht:

von Christian Vock

Mark Harmon spielt Agent Gibbs in "Navy CIS".

Bild: Capital Pictures


"NCIS"-Legende Special Agent Leroy Jethro Gibbs hat so einige Leidenschaften. Für rothaarige Frauen zum Beispiel. Oder für sein Boot. Oder für das Aufstellen von Regeln. Ein paar Dutzend sind davon in gut 20 Jahren "NCIS" zusammengekommen. Aber welche Regeln sind das? Und was hält eigentlich Schauspieler Mark Harmon von der Regel-Wut seines Alter Egos?

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"Es ist gut, wenn man alle Regeln beachtet, solange man jung ist, damit man die Kraft hat, sie zu brechen, wenn man alt ist", soll der große Schriftsteller Mark Twain gesagt haben und Schauspiel-Ikone Marilyn Monroe gestand einmal: "Wenn ich immer alle Regeln befolgt hätte, hätte ich es nie zu etwas gebracht." Ja, das mit den Regeln ist so eine Sache. Eigentlich findet jede:r Regeln gut, befolgen möchte sie aber niemand - zumindest in der Regel.

Ähnliches gilt auch für Jethro Gibbs (gespielt von Mark Harmon), den langjährigen Chefermittler der US-Erfolgsserie "NCIS". Im Laufe der Serie verkündete Gibbs seinen Kollegen eine Reihe von Regeln, sowohl privater als auch beruflicher Natur. Aber auch wenn Gibbs ein Freund von Disziplin ist, bedeutet das nicht, dass er sich selbst ständig an diese Regeln gehalten hat.

Aus "Navy CIS": Das sind einige der Regeln von Chefermittler Gibbs

Wie viele Regeln es genau sind, die Gibbs im Laufe seiner "NCIS"-Karriere so aufgestellt hat, darüber gibt es unterschiedliche Angaben. Hier sind ein paar seiner Regeln.

"Lass Verdächtige niemals zusammenbleiben!"

Das ist die allererste Regel, die man von Jethro Gibbs erfährt und zu hören bekommt sie Special Agent Caitlin Todd (Sasha Alexander). In der Auftaktfolge arbeitet Todd noch beim Secret Service und bekommt mit, wie ein Soldat nach einem Essen mit dem US-Präsidenten in der Air Force One tot zusammenbricht. Bei einer Diskussion mit Gibbs schimpft Todd, sie wisse zwar nichts von Gibbs’ Ermittlungsmethoden, aber sie wisse genug "um die Stewarts, die für das Essen des Präsidenten verantwortlich waren, festzuhalten." Darauf bekommt sie von Gibbs eine Lektion: "Regel Nummer eins: Lass Verdächtige niemals zusammenbleiben!"

"Trag immer Handschuhe an einem Tatort!"

Knapp zehn Sekunden später bekommt Special Agent Todd auch schon die zweite Regel unter die Nase gerieben. Während Gibbs und Todd durch das Flugzeug des US-Präsidenten laufen, reicht Gibbs seiner Kollegin ein Paar Einmalhandschuhe mit der Bitte, sie anzuziehen. "Meine Fingerabdrücke sind schon überall im Flugzeug", erwidert Todd, doch Gibbs bleibt hart: "Trag immer Handschuhe an einem Tatort!"

"Glaube nie, was man dir erzählt! Überprüfe es!"

Offenbar hat Jethro Gibbs in der "NCIS"-Auftaktfolge einen besonders guten Tag erwischt - oder Agent Todd einen besonders schlechten. Denn nachdem sie bereits die Regeln eins und zwei kennengelernt hat, erfährt Todd von Gibbs auch gleich Regel Nummer drei: "Glaube nie, was man dir erzählt! Überprüfe es!", rät ihr Gibbs, als sie zusammen mit Rechtsmediziner "Ducky" Mallard (David McCallum) den Todeszeitpunkt des Soldaten untersucht. Todds trotzige Antwort: "Soll ich die Regeln in meinen Palm Pallet eingeben oder sie auf ein Kissen sticken?"

"Sag nie, es tut dir leid!"

Die Auftaktfolge ist geprägt von Kompetenzgerangel, neben Gibbs’ NCIS wollen auch der Secret Service und das FBI den Fall untersuchen. Als Agent Todd von ihrem Chef den Befehl erhält, die Leiche des Soldaten dem FBI zu übergeben, erklärt sie Gibbs: "Ich werde mich einem Befehl nicht widersetzen. Es tut mir leid, Gibbs." Für Gibbs kein Grund zur Verärgerung, sondern für die vierte Regel. "Sag nie, es tut dir leid!", antwortet Gibbs und scherzt: "Nein, diese Regel müssen Sie auf kein Kissen sticken."

Diese Regeln hat Agent Gibbs noch

Jede einzelne von Agent Gibbs’ Regeln aufzuführen, würde ein bisschen lange dauern, aber hier sind noch ein paar:

  • "Wenn der Job gemacht ist, geht weg!"

  • "Geh niemals irgendwo ohne ein Messer hin!"

  • "Sei niemals unerreichbar!"

  • "Der beste Weg, ein Geheimnis zu bewahren ist, es für sich zu behalten. Der zweite Weg ist, es einer anderen Person zu erzählen, wenn es sein muss. Einen dritten Weg gibt es nicht."

  • "Sieh nichts als selbstverständlich an!"

  • "Keine Verhältnisse mit Kollegen!"

  • "Arbeitet immer als Team!"

  • "Vergreif dich niemals am Kaffee eines Marines, wenn du überleben willst!"

  • "Wenn es wirkt, als ob jemand hinter dir her ist, ist er das."

  • "Traue keiner Frau, die ihrem Mann nicht traut!"

  • "Es gibt keine Zufälle."

Das hält Schauspieler Mark Harmon von Gibbs’ Regeln

Es mag Fans geben, die können nicht so gut zwischen dem Charakter einer Serie und dem Schauspieler, der diesen Charakter spielt, trennen. Für die Schauspieler ist das oft weniger ein Problem und auch Mark Harmon scheint sehr gut zwischen sich und seinem Alter Ego Gibbs unterscheiden zu können - zumindest, was das Faible für Regeln anbelangt. Das berichtet "NCIS"-Produzent und Drehbuchautor David J. North dem amerikanischen Unterhaltungsmagazin "Entertainment Weekly".

Demzufolge sei North mit Harmon einmal im Tonstudio gewesen und er habe mit ihm über eine von Gibbs’ Regeln gesprochen. Da habe ihm Harmon geantwortet: "Mann, die Fans kommen ununterbrochen auf mich zu und fragen mich nach diesen Regeln." Daraufhin habe North gefragt: "Kennst du eine dieser Regeln?" Harmon habe geantwortet: "Da ist eine über ein Messer." So wichtig wie Gibbs scheinen Harmon die Regeln seines Charakters also nicht zu sein.


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