Plötzlich wird es todernst

"One Piece": Dieser Arc veränderte Ruffy und die Serie nachhaltig

Aktualisiert:

von Martin Meyer

Im "Marineford"-Arc erleidet Ruffy einen schweren Verlust, der ihn nachhaltig beeinflusst.

Bild: Eiichiro Oda / Shueisha, Toei Animation


Die Entscheidungsschlacht am Marineford ist einer den einschneidendsten Abschnitte von "One Piece". Sie zerbricht fast Ruffys Entschlossenheit!


Das große Finale vor dem Timeskip: Im "Marineford"-Arc treten jede Menge wichtige Charaktere auf und wichtige Ereignisse ebnen den weiteren Verlauf von "One Piece". Wir haben für euch herausgearbeitet, was diesen Story-Abschnitt von den anderen Arcs abhebt.

Wenn ihr die Folgen noch einmal sehen wollt, könnt ihr das ab dem 26. Januar 2026 auf ProSieben MAXX und Joyn (Mo - Fr ab 16:45 Uhr in Doppelfolgen). Dann werden alle Folgen des Arcs gezeigt und sind immer nach TV-Ausstrahlung auch für kurze Zeit kostenlos auf Joyn im Stream verfügbar.

Entscheidungsschlacht: Das passiert im "Marineford"-Arc

Im "Marineford"-Arc treffen einige der größten Mächte der "One Piece"-Welt aufeinander. Auf der einen Seite: Die Marine mit ihren Admirälen und Vize-Admirälen sowie den sieben Samurai der Meere als Unterstützung. Auf der anderen: Piratenkaiser Whitebeard mit einer Armee von Gefolgsleuten.

Mitten im Trubel: Ein kleiner Rookie aus dem East Blue, Monkey D. Ruffy. Anfangs für beide Seiten nur ein unbedeutender Teilnehmer. Er stürzt sich Hals über Kopf in den Kampf. Aber den vielen Gegnern ist er nicht gewachsen.

Ruffy betritt die Bühne der Mächtigen

Immer wieder müssen Jimbei, Ivankov, Boa und andere ihn retten, denn Ruffy sticht nur durch eines heraus: Durch seinen unerschütterlichen Willen. Egal, wie stark die Feinde sind, für ihn zählt nur der Wunsch, seinen Bruder Ace zu retten, der auf dem Marineford hingerichtet werden soll.

Zu seinem Glück bewegt das dann auch Whitebeard dazu, dem Strohhut zu helfen. Er erkennt das Potential, das noch in Ruffy schlummert. Spätestens als er unwissentlich sein Königshaki einsetzt, wird auch den anderen Akteuren klar, dass Ruffy noch eine große Nummer werden könnte.

Obwohl Ruffy also zum Zeitpunkt des "Marineford"-Arcs noch lange nicht das Stärke-Niveau eines Kaisers oder Admirals hat, wird er in der ganzen Welt berühmt und berüchtigt.

Auf der Seite der Marine passiert Corby Ähnliches. Auch er ist zu schwach, um im Kampf eine wichtige Rolle zu spielen. Am Ende fällt er aber mit seinem Mut auf, da er sein Leben riskiert, um weitere Verluste auf beiden Seiten zu vermeiden.


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Der Tod gehört zum Leben dazu

In dieser riesigen Schlacht erleidet Ruffy auch seinen bisher größten Rückschlag. Er schafft es nicht, seinen Bruder zu retten und muss Ace' Tod mitansehen. Ein Schock, der auch viele Fans schwer getroffen hat. Zuvor ging es in der oft lustigen Abenteuergeschichte von "One Piece" immer glimpfliger aus.

Tode kamen nur in Rückblenden vor und die Strohhüte wendeten stets alles zum Besseren. Beispielsweise der Tod von Zorros Kindheitsfreundin wird schon zu Beginn der Serie in Flashbacks erzählt. Doch Zorro hatte bereits viele Jahre Zeit, den Verlust zu verarbeiten und findet mit den Strohhüten dann neue Freunde.

So einen positiven Weitergang gibt es bei Ace' Tod zunächst nicht: Hier erleben Ruffy und die Zuschauer:innen den Moment ohne Abmilderung. Ruffy wird von Trauer und Hilflosigkeit überwältigt und braucht einige Zeit, um wieder handlungsfähig zu werden. Er muss eine harte Lektion lernen: Abenteuer können auch schlecht ausgehen und manche Verluste sind unumkehrbar.

Eine Lehre zieht er direkt daraus: Um auch gegen die stärksten Gegner bestehen zu können, legen die Strohhüte eine zweijährige Trainingspause ein. Das ist das erste Mal seit Beginn seiner Reise, dass Ruffy nicht einfach planlos losstürmt.

Ein Generationenwechsel

Mit einem weiteren Todesfall in diesem Arc kommen auch neue weltpolitische Entwicklungen ins Rollen. Blackbeard tötet Whitebeard, stiehlt seine Teufelskraft und übernimmt in der Folge auch seine Position als einer der Piratenkaiser. Bei der Marine tritt Admiral Sengoku zurück und Akainu übernimmt statt ihm die Führung. Auf beiden Seiten bekommen Personen Machtpositionen, die gewaltbereiter und impulsiver sind als ihre Vorgänger.

Um den Generationenwechsel zu vervollständigen, läutet Ruffy nach der Entscheidungsschlacht wortwörtlich ein neues Zeitalter ein. Er und die sogenannte "schlimmste Generation" sind bereit, die bisherige Weltordnung aufzumischen. Bei der Marine machen sich junge Helden wie Corby bereit, für Gerechtigkeit zu kämpfen.

Nach diesem Arc berichtet die Zeitung regelmäßig, was die Strohhut-Piraten tun und ihre Handlungen haben immer größere politische Folgen für die ganze "One Piece"-Welt. Der Wandel zu ernsteren Kapiteln und weniger Klamauk nach dem Timeskip wurde mit dem "Marineford"-Arc eingeleitet.


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