Eva Renzi
Bewegende Familiengeschichte: Die Mutter von Anouschka Renzi war eine echte Schauspiel-Legende
Aktualisiert:
von Peter Falan PichaPromi Big Brother
Anouschka Renzis Rundumschlag: Zwischen HDL, DHL und Doofi
Videoclip • 03:27 Min • Ab 12
Nach ihrer "Promi Big Brother"-Teilnahme kann Anouschka Renzi keine Pause machen: Für ihr nächstes Bühnen-Engagement muss sie die Texte lernen. Hat die Darstellerin das Schauspiel-Talent von ihrer Mutter geerbt?
Anouschka Renzis Werdegang
Seit mehr als 40 Jahren ist Anouschka Renzi bereits als Schauspielerin tätig. So hat sie bereits 1985 in der Komödie "Die Küken kommen" als Nouschka mitgewirkt. Im selben Jahr erschien das deutsche Drama "Das Wunder". In dem Film hat sie Maria, eine bedeutende Nebenrolle, gespielt. Es folgten mehrere Filmrollen und kleine Serien-Auftritte, bis sie sich schließlich als Beate Wellmann in "Forsthaus Falkenau", als Kiki in "Schöni Uussichte" und als Sonja von Steigenberg in "Verbotene Liebe" einen Namen in der Branche machte. Kürzlich hat sie neben Sky du Mont und Désirée Nick in dem Spielfilm "Der Saft des Bösen" mitgespielt und belegte in "Promi Big Brother" 2026 den achten Platz. Während ihre Leidenschaft die Schauspielerei ist, hat sie sich inzwischen mit diversen Reality-TV-Auftritten ein zweites Standbein aufgebaut.
Promi Big Brother
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In dieser Show tauschen Promis das Leben auf dem roten Teppich gegen die totale Überwachung aus. Um zu bleiben, gilt es tägliche Herausforderungen zu meistern.
Anouschka Renzis Mutter war ebenfalls Schauspielerin
Eva Renzi ist 1944 geboren (damals lautete ihr Name noch Evelyn Hildegard Renziehausen). Sie ist die Tochter eines Mayonnaise-Herstellers aus Dänemark und einer französischstämmigen Mutter. Ihre Eltern lassen sich scheiden, als sie drei Jahre alt ist.
Ihr Weg zum Film-Star beginnt alles andere als glamourös: Eva Renzi verbringt ihre Kindheit in Internaten und Klosterschulen und verdient später als Platzanweiserin, Hostess und Model ihr Geld. Gleichzeitig verfolgt sie ihren Traum von der Schauspielerei. 1964 steht sie erstmals bei der Freien Volksbühne Berlin unter Vertrag - und wird im selben Jahr Mutter - ihre Tochter: Anouschka Renzi.
Der große Durchbruch lässt nicht lange auf sich warten: Mit "Playgirl" (1966) erlangt die gebürtige Berlinerin als Alexandra Borowski Bekanntheit. Bis 1970 spielt sie in weiteren neun Filmen mit - darunter auch internationale Produktionen wie "Finale in Berlin". Daraufhin folgt ein Egagement als Tatjana im "Tatort", bis sie schließlich ihre erste größere Serienrolle als Toni Hayden in "Gefahr unter Wasser" hat.
Eva Renzi (Samantha Steel) stand sogar bereits mit Michael Caine (Harry Palmer) in "Finale in Berlin" vor der Kamera.
Bild: imago images/Mary Evans
Auch privat nimmt ihr Leben eine entscheidende Wendung. Sie verliebt sich in Paul Hubschmid und heiratet den 24 Jahre älteren Schweizer 1967. Der gebürtige Schönenwerder ist ebenfalls Schauspieler und hat bis zu seinem Tod (2001) in über 100 Filmen sowie Serien mitgespielt - darunter auch in "Forsthaus Falkenau" (wie seine Ziehtochter). Er adoptiert Anouschka, die Familie wagt den Neuanfang in Hollywood. Jahre später öffnet sich Eva Renzi über die Beweggründe für die Auswanderung: "Die Verquickung des Privaten und dieser schnellen öffentlichen Exposition hat mich damals entwurzelt", sagte die Schauspielerin der "Berliner Morgenpost". "Ich war aus mir selbst herausgerissen, plötzlich hochkatapultiert und das noch international", äußert sie sich rückblickend zu ihrem Werdegang. In Hollywood habe man sie mit offenen Armen empfangen, während sie in Deutschland nur gedemütigt worden sei.
Eva Renzi und Paul Hubschmid standen des Öfteren als Moderator:innen gemeinsam vor der Kamera.
Bild: imago images/United Archives
Schlechte Erfahrungen und Eklats im Leben von Eva Renzi
Doch statt des erhofften Glücks bringt das Leben zwischen Glamour und Oberflächlichkeit Ernüchterung. Als Orson Welles der gebürtigen Berlinerin ein Filmangebot macht, fühlt sich Ehemann Paul Hubschmid offenbar bedroht - allerdings weniger von Welles selbst als von Evas wachsendem Erfolg, wie die "Stimme Berlins (BZ)" berichtet. Die Schauspielerin sagt dem Regisseur ab. Gleichzeitig beginnt sie, sich innerlich von Hubschmid zu lösen. Doch der verweigert ihr jahrelang die Scheidung (1980 wird sie von beiden Seiten unterzeichnet).
Renzi zieht es 1973 nach Indien in ein Meditations-Zentrum. Ihre späteren Erfahrungen mit der Bhagwan-Bewegung (einer Sekte) schildert sie kritisch und erhebt Vorwürfe gegen den damaligen Gurus wegen "faschistoider Tendenzen", Drogenmissbrauchs und Misshandlungen, schreibt der "Tagesspiegel".
1983 muss sie sich einem Vorwurf stellen: Die Schauspielerin soll den damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens, der als Schirmherr einer Veranstaltung fungierte, als "alten Nazi" beschimpft haben. Infolge der Anschuldigung verliert sie ein Engagement. Doch später bekommt der Fall eine überraschende Wendung: Das Arbeitsgericht hebt die Kündigung auf, da die angebliche Äußerung als "nicht erwiesen" eingestuft wird.
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An dieser Krankheit ist Eva Renzi gestorben
Eva Renzi stirbt 2005 im Alter von 60 Jahren an Lungenkrebs - der Tod ihrer Mutter trifft Anouschka Renzi schwer. Im Endstadium einer Lungenkrebs-Erkrankung habe sie ihre Pflege "rund um die Uhr" übernommen - und sie dabei "die ganze Zeit gestreichelt, mit ihr geredet", erzählt die Ex-"Promi Big Brother"-Bewohnerin der "Welt".
Während der Tod für Eva Renzi eine Erlösung gewesen sein soll, muss ihre Tochter mit dem Verlust umgehen. "Wir waren nie verkracht, auch wenn die Leute das immer geglaubt haben. Wir hatten nur ein spannungsreiches Verhältnis", so die 62-Jährige.
Besonders froh sei Anouschka darüber, dass sie sich noch vor Evas Tod versöhnt haben.
Tochter und Mutter: Anouschka und Eva Renzi haben sich beide für die Schauspielkarriere entschieden.
Bild: imago stock&people
Anouschka Renzi weiß nicht, wer ihr leiblicher Vater ist
Um wen es sich bei dem leiblichen Vater von Anouschka handelt, ist nicht bekannt. Eva Renzi hat den Namen nie öffentlich gemacht. "Ich würde gerne wissen, wer mein Erzeuger ist. Kenne den nämlich nicht. Aber sowas geht nicht, weil der schon tot ist", hat Anouschka Renzi im Pressecall nach ihrem "Promi Big Brother"-Auszug verraten.
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