"Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime"

Der Macheten-Mord von Chemnitz: Diese unerwartete Wende nimmt der Fall

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von Claudia Frickel

Jule Gölsdorf und Karolin Kandler gehen in "Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime" dem Macheten-Mord von Chemnitz nach.

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Alarm bei der Polizei in Chemnitz: Drei Einbrecher sollen einen Mann mit einer Machete getötet haben, sie sind auf der Flucht. Aber stimmt die Story, oder steckt doch Susan A. hinter dem Mord an ihrem Mann - oder sogar ihr Geliebter? "Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime" forscht nach.

Wie ein brutaler Mord mit einer Machete Chemnitz aufschreckt

An einem Samstagabend Mitte September 2016 schleppt sich eine blutende Frau in Chemnitz zum Nachbarhaus. Susan A. ist verzweifelt: Drei maskierte Männer haben sie und ihren Ehemann mit einer Machete attackiert, erzählt sie.

Die Polizei findet Karl-Ekkehard A. tot im Wohnzimmer. Todesursache: Beide Halsschlagadern wurden durchtrennt. Die Beamt:innen beginnen mit Hochdruck, nach den Tätern zu fahnden. Ein brutaler Mord, die Angreifer auf der Flucht: Da ist "hohe Eile geboten", um weitere Taten zu verhindern, erklärt Carsten Schütte, der viele Jahre als Fallanalytiker für das Landeskriminalamt Niedersachsen gearbeitet hat. In der neuen True-Crime-Serie "Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime" fasst er das so zusammen:

Das ist eine Ausnahmesituation, mit der die Polizei konfrontiert ist.

Carsten Schütte, Fallanalytiker

Die Ermittler:innen stehen gleich vor mehreren Rätseln: Die Täter sind nicht aufzufinden. Dann ist da die ungewöhnliche Tatwaffe: Eine Machete dient eigentlich dazu, Gestrüpp und hohes Gras mit Schwung zu hacken.

Noch dazu findet die Spurensicherung keine Hinweise auf Einbrecher oder einen Kampf. Bei weiteren Befragungen verwickelt sich Susan A. in Widersprüche - es kommen Zweifel an der Geschichte der Pflegekraft auf.

Dann stellt sich heraus, dass in der Mordnacht ein fremdes Auto vor der Tür parkte - zugelassen auf Jan D. Der Mann erzählt den Beamt:innen, dass er ein Bekannter von Susan A. ist und ihr das Auto geliehen hatte.

Doch irgendetwas stimmt nicht. Bei einer weiteren Befragung ist der Mann sehr nervös und schwitzt. Dann gesteht er unvermittelt: "Ich war das, ich habe das mit dem Karl-Ekkehard gemacht.“ Doch der Fall nimmt eine weitere Wendung.

Tödliche Dreiecksbeziehung: Wer hat den Ehemann ermordet?

Gegenüber den Polizist:innen rückt Jan D. plötzlich mit einer überraschenden Information heraus: Das Mordopfer, Susan A. und er selbst steckten seit Jahren in einer Dreiecksbeziehung.

Susan A. und Karl-Ekkehard A. heiraten 2007 - sie ist 22, er 48 Jahre alt. Als Elektroingenieur ist der Ehemann viel unterwegs. Womöglich fühlt sich seine junge Frau einsam: Schon ab 2010 hat sie parallel eine Beziehung mit Jan D. - und der Ehemann weiß davon. Sie bekommt sogar zwei Kinder von ihrem Geliebten. Für Karl-Ekkehard A. ist das offenbar kein Grund, sich zu trennen:

Er hat seine Frau trotz allem geliebt. Sie konnten offenbar weder richtig ohne noch miteinander.

Staatsanwalt Dr. Sven Schroth

War Jan D. eifersüchtig und brachte den Nebenbuhler deshalb um? Beim dritten Verhör macht der Verdächtige plötzlich eine Kehrtwende. Er habe den Mord zwar begangen, aber Susan A. habe ihn dazu angestiftet. Das jedoch leugnet die Ehefrau vehement: Sie schiebt ihrem Liebhaber die Schuld in die Schuhe.

Am Ende gelingt es den Ermittler:innen trotz der vertrackten Situation, den Fall zu lösen. Wie der Machenten-Mord tatsächlich ablief, wie der Prozess ausgeht und welche bittere Wahrheit Jan D. schließlich erfährt, siehst du in der vierten Folge der neuen True-Crime-Reihe bei Kabel Eins und auf Joyn.

Im Joyn-Interview sprach die "Sisters in Crime"-Moderatorin Jule Gölsdorf über den Fall, der auch sie schockierte:

Das ist heftig, dass Frauen in der Lage sind, Männer zu so was zu bringen.

"Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime"-Moderatorin Jule Gölsdorf

"Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime" immer freitags

Warum morden Frauen, und wie? Das steht im Zentrum der neuen True-Crime-Reihe auf Kabel Eins. Die beiden ":newstime"-Nachrichten-Moderatorinnen und Podcasterinnen Karolin Kandler und Jule Gölsdorf analysieren gemeinsam mit Expert:innen unterschiedliche Fälle und untersuchen die spezifischen Aspekte weiblicher Kriminalität.

"Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime" läuft seit dem 13. Februar jeden Freitag um 20:15 Uhr auf Kabel Eins. Außerdem kannst du die Folgen live auf Joyn streamen und später jederzeit abrufen.


Die True-Crime-Serie "Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime" jetzt streamen


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