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Drehbuch im Gepäck

"SOKO Leipzig"-Star Simon Böer über seine Patchwork-Familie: "Wir sind Pendel-Experten geworden"

Veröffentlicht:

von saro

Simon Böer ist der Neue bei "SOKO Leipzig".

Bild: Sven Simon


Simon Böer dreht in Leipzig, seine Frau Anne gibt Yogakurse in Bonn. Die Kinder zieht es nach Hamburg und New York. Wie das Familienleben trotzdem klappt? Das erzählt der Schauspieler ganz entspannt in der ZDF-Sendung "Volle Kanne".


"SOKO Leipzig" freitags um 21:15 Uhr im ZDF und auf Joyn


Andere klappen im Zug den Laptop auf, Simon Böer lernt aus dem Drehbuch seinen Text. Zwischen seinem Zuhause in Bonn und dem SOKO-Set in Leipzig liegen rund fünf Stunden Fahrt. Die nutzt der Schauspieler, damit er am Wochenende zu Hause nicht mehr arbeiten muss:

Die Deutsche Bahn ist für mich sowas wie ein kleines Büro. Ich habe immer Texte vorzubereiten und dann nutze ich die Zeit, während ich im Zug sitze.

Simon Böer

Der Neue bei "SOKO Leipzig"

Am 2. Oktober lief "Das Auge", der erste Fall mit Böer als Kommissar Dirk Trebbe. Es war der Auftakt zur 27. Staffel der Serie. Einen kurzen Auftritt als Trebbe hatte er bereits im vorherigen Staffelfinale. Er folgt auf Marco Girnth, der 25 Jahre lang die Rolle des Jan Maybach spielte. Ganz fremd ist ihm die SOKO aber nicht. Schon vor rund 20 Jahren stand Simon Böer hier als Staatsanwalt vor der Kamera.

Ich wollte immer mal einen Ermittler über eine längere Strecke spielen. (…) Und seit ich das erste Mal bei 'SOKO Leipzig' war, habe ich die Sendung verfolgt.

Simon Böer

Straffes Dreh-Pensum

Nun bestimmt die Serie den Großteil des Jahres: 25 Folgen werden pro Jahr gedreht. Es gibt eine Sommerpause von vier Wochen und eine kurze Winterpause, verrät er Moderatorin Andrea Ballschuh beim Frühstück in der ZDF-Morgensendung. Seine Frau Anne kann ihren Alltag nicht einfach an den Drehort verlegen. Als Yogalehrerin gibt sie Kurse in ihrem eigenen Studio in Königswinter bei Bonn. Termine stimmt das Paar aufeinander ab.
"Trotzdem schaffen wir es und sind Pendelexperten geworden," erzählt der Schauspieler im ZDF-Interview, der auch als Mental Coach arbeitet.

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Schon für "Herzensbrecher" sah er seine Familie nur am Wochenende

Das Pendeln war schon früher ein Thema: Für die ZDF-Serie "Herzensbrecher - Vater von vier Söhnen" spielte Böer einen alleinerziehenden Pfarrer. Seine Familie lebte damals in Berlin, gedreht wurde in Köln. Zwei Jahre fuhr er zwischen beiden Städten hin und her. Seine Frau und die Kinder nur am Wochenende zu sehen, reichte dem Schauspieler nicht. Deshalb zog die Familie 2015 ins Bonner Umland.

Simon Böer ist Patchwork-Papa

Zur Familie gehören auch die Kinder Mia und Milon. Anne brachte Mia als Vierjährige mit in die Beziehung. Simon Böer sprach schon 2015 im "Magazin Schule" darüber, wie selbstverständlich das Patchwork-Leben für ihn funktioniert: "Mia ist meine Tochter und ich bin ihr Papa - ganz gleich, wie das biologisch aussieht."

Heute lebt Mia in Hamburg. Milon zieht es noch weiter weg: Er hat ein Stipendium am Lee Strassberg Institute in New York bekommen und bleibt für ein Jahr in den USA. Diese Ausbildung hätte Simon Böer selbst gern gemacht, jetzt verwirklicht sein Sohn diesen Traum.

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