Vorauseilender Ungehorsam
Macher von "South Park" benennen die Serie um: So wird sie künftig heißen
Veröffentlicht:
von Martin HaldenmairDa schauen sie verdattert: Dank Präsident Trump wird "South Park" nicht mehr "South Park" heißen
Bild: Comedy Central
"Patriotismus" und "Mut" - das hat angeblich die Macher von "South Park" dazu inspiriert, ihre Serie für die neue Staffel umzubenennen. Das Ganze ist (natürlich) eine Spottaktion auf Präsident Trump.
Umbenennung à la Trump
Seit 29 Jahren nimmt die Serie "South Park" alles aufs Korn, worauf deren Macher Trey Parker und Matt Stone gerade so Lust haben. Damit ist nun Schluss! Also neue Folgen sollen schon kommen, die 29. Staffel startet am 16. September. Aber unter dem Namen "South America"!
Trey Parker und Matt Stone reagieren damit auf Präsident Trumps Entscheidungen, Orten neue "America"-Namen zu verpassen. Zuletzt traf es den Ontario-See, den sich die USA mit Kanada teilen. Als im August 2026 die Verhandlungen zu Zöllen in einem Handelskrieg endeten, verordnete Trump als Strafe die neue Bezeichnung "Lake America" für das Gewässer.
Zu Anfang seiner Amtszeit hatte es den Golf von Mexiko getroffen: Medienvertreter, die ihn weiter so nennen und nicht "Golf von Amerika", durften nicht mehr in der Air Force One mitfliegen. Trump meinte auch, dass man nach einem See und einem Golf nun noch einen Ozean umbenennen könne. Wie ernst ihm das ist, weiß bisher noch keiner.
Kritik an Google, Apple und Paramount
Ernst scheinen es aber Trey Parker und Matt Stone mit ihrer Umbenennung zu meinen: Zumindest posteten sie auf dem Social-Dienst "X" etwas, das wie ein Standbild aus dem Vorspann aussieht. Im vertrauten Ortsschild "South Park" wurde "Park" mit "America" überklebt und für die Extra-Portion Patriotismus noch eine US-Flagge angebracht. Doch die Macher kritisieren nicht nur Präsident Trump mit der Aktion:
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"Vom Mut und Patriotismus von Apple und Google" sei man inspiriert worden, schreiben sie auf ihrem X-Kanal und spielen damit darauf an, wie schnell und geräuschlos die beiden Unternehmen ihre Karten angepasst hatten. Und auch für ihre neue Mutterfirma Paramount haben sie einen Seitenhieb: "Paramount - eine Skydance-Kapitulation" nennen sie die Firma. Paramount hatte sich 2025 bei einem Rechtsstreit mit Präsident Trump schnell auf einen für sie teuren Vergleich eingelassen - vielleicht auch, um für die Genehmigung zur Firmenverschmelzung gutes Wetter zu machen.
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Zieht "South Park" die Änderung durch?
"South Park" hatte sich besonders in Staffel 27 auf Präsident Trump, seine Regierung und seine Verbindungen zur Wirtschaft eingeschossen. So stieg der Präsident mit dem (unwilligen) Teufel ins Bett, der Tech-Milliardär Peter Thiel sang über den Antichrist und Trumps Penis kommentierte sogar einen Wahlwerbespot.
Es ist übrigens nicht die erste Namensänderung bei "South Park". In der Folge "Der große Trick" in Staffel 25 wurde der schwarze Mitschüler von Token Black in Tolkien Black umgetauft - ja mehr noch, es wurde behauptet, dass er immer so geheißen hätte. Wer jemals etwas anderes verstanden hatte (so wie Mitschüler Stan) sei einfach ein Rassist. Und tatsächlich wurde sogar in früheren Episodenbeschreibungen "Token" in "Tolkien" geändert, so dass er auf den offiziellen Seiten nun schon immer den neuen Namen trägt. Kurz: Die Macher von "South Park" kennen bei ihrer Satire und bei ihren Aktionen kaum eine Hemmung. "South America" könnte also bleiben.
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