Albtraum im Anzug

"Stromberg - Wieder alles wie immer": Warum Herr Becker in Teil 2 fehlt

Aktualisiert:

von Sylvia Loth

Der Schauspieler Lars Gärtner ist beim neuen Stromberg-Film nicht dabei.

Bild: picture-alliance/ dpa


Das Büro-Ekel Bernd Stromberg ist zurück, mit gewohnt bissigem Humor und vertrauten Begleitern. Ein Gegenspieler fehlt jedoch: Timo Becker, Strombergs smarter Chef und größter Rivale.


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"Stromberg": So wurde die Figur zum Kult

Vor 21 Jahren stellte "Stromberg" die deutsche TV-Landschaft auf den Kopf. Die nach dem US-Vorbild "The Office" umgesetzte Serie mit dem unausstehlichen und egozentrischen stellvertretenden Abteilungsleiter einer Versicherung, Bernd Stromberg (Christoph Maria Herbst) wurde schnell zum Kult. In insgesamt fünf Staffeln und einem Kinofilm "Stromberg - Der Film" aus dem Jahr 2014, wird der illustre Büroalltag von Stromberg und seinen Kolleg:innen gezeigt. Elf Jahre später dürfen sich Fans nun über einen weiteren Kinofilm "Stromberg - Wieder alles wie immer" freuen, der seit 4. Dezember im Kino läuft. Bereits am Start-Wochenende lockte der Film über 200 000 Besucher:innen an. Mit dabei sind neben Christoph Maria Herbst als Bernd Stromberg die beliebten Figuren Ernie (Bjarne Mädel), Ulf (Oliver Wnuk) und Tanja (Diana Staehly). Doch ein "Stromberg"-Star fehlt: Herr Becker (Lars Gärtner).

Warum Herr Becker im neuen Kinofilm fehlt

Von 2005 bis 2011 verkörperte Lars Gärtner ab der zweiten Staffel die Figur von Timo Becker, Strombergs Chef. Auch im ersten Kinofilm war er mit dabei, bevor sich Gärtner, der an der Folkwang Hochschule in Essen modernen Tanz studierte, 2014 endgültig von der Schauspielerei verabschiedete. Seitdem arbeitet er vollständig im Familienunternehmen in Ratingen bei Düsseldorf, einem Dentalhandel. Er ist dort als einer von drei geschäftsführenden Gesellschaftern tätig. Aus seiner Zeit als Schauspieler bleibt neben seiner Rolle des Timo Becker vor allem die Figur von Oli Kottke in der Vorabendserie "Da kommt Kalle" in Erinnerung.

Schauspielerin Katharina Schubert und ihr Mann Lars Gärtner im Oktober 2010 im Coloneum in Köln.

Bild: picture-alliance / Eventpress Sandel


"Stromberg - Wieder alles wie immer": Darum geht es

In Anlehnung an US-amerikanische Reunion-Specials treffen Bernd Stromberg und seine ehemaligen Kolleg:innen nach vielen Jahren in einem Fernsehstudio aufeinander. Sie gehen der Frage nach, wie sich ihr Leben entwickelt hat und wo sie heute stehen. Im Fokus steht dabei nach wie vor der Arbeitsalltag bei der Capitol-Versicherung. Tanjas und Ulfs Adoptivsohn Marvin (Carlo Stolle) ist dort mittlerweile Azubi. Im Gegensatz zu Tanja und Ulf ist Ernie nicht mehr bei der Capitol tätig. Er arbeitet als Life-Coach und ist Autor eines erfolgreichen Anti-Mobbing-Ratgebers. Auch sein alter Chef Bernd Stromberg arbeitet in einem neuen Umfeld - wie sich herausstellt, ist er in seinem neuen Büro eine Art Witzfigur und wird als Negativbeispiel vor seinen neuen Kolleg:innen vorgeführt. In gewohnter Stromberg-Manier lässt das Büro-Ekel dies natürlich nicht auf sich sitzen.

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Stromberg vs. Becker in "Stromberg": Machtkampf im Großraumbüro

Als Leiter der neu zusammengelegten Capitol-Schadensregulierung stößt Becker auf wenig Gegenliebe. Besonders Stromberg lässt kein gutes Haar an seinem neuen Chef, der in diesem einen Rivalen sieht. Beckers kecke, teils bissige Sticheleien und Strombergs gezielte Provokationen kontert Becker jedoch mit demonstrativer Professionalität. Auch Strombergs Anbiederungsversuche laufen bei dem souveränen Abteilungsleiter ins Leere.

In der vierten Staffel weist Becker zudem Tanja wiederholt in ihre Schranken und unterstreicht damit seinen Führungsanspruch. Nach der Trennung von seiner Ehefrau gerät er in der fünften Staffel jedoch aus der Spur und kämpft mit Alkoholproblemen. Während Becker sich zurückzieht, nutzt Stromberg die Gelegenheit: Er reißt im Büro das Ruder an sich und will sich endgültig Beckers Posten krallen.

Als Becker schließlich zurückkehrt, will er mit Stromberg einen Friedenskaffee trinken. Doch Fiesling Stromberg kippt Wodka in den Kaffee, sodass der trockene Alkoholiker in alte Muster zurückfällt und betrunken seinen Vorgesetzten Nübel (Rainer Laupichler) und Tremmel (Thomas Meinhardt) in die Arme läuft. In der letzten Einstellung ätzt Stromberg, der unverändert im Büro des Abteilungsleiters der Schadensregulierung sitzt: "Der Becker ist beim Altglas". Bis zuletzt kann er sich eine Spitze gegen seinen einstigen Rivalen und Gegenspieler nicht verkneifen. So endet die letzte "Stromberg"-Folge, wie man den Büro-Egomanen am besten kennt: schnippisch, fies und hinterhältig.


Gönn dir auf Joyn alle 5 Staffeln "Stromberg"


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