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"Entspannung pur"

Ex-"Tatort"-Star Dagmar Manzel: So stolz ist sie auf den Lebensweg ihrer Tochter Klara

Veröffentlicht:

von Lars-Ole Grap

Dagmar Manzel: Auch ihre Tochter Klara (r.) entschied sich zunächst für eine Karriere als Schauspielerin.

Bild: picture alliance/dpa | Tobias Hase, picture alliance / dpa | Jörg Carstensen


Nach neun Jahren als fränkische Kommissarin Paula Ringelhahn hat Dagmar Manzel ihre "Tatort"-Rolle 2024 abgegeben. Die Bühne bleibt trotzdem ihr Zuhause - doch privat richtet sich ihr Blick zunehmend auf die nächste Generation: auf ihre Tochter Klara und deren Kinder.

Nicht verpassen: Dagmar Manzel heute im "Tatort"


Klara Manzel: Die Schauspiel-Karriere der Tochter von Dagmar Manzel

Klara Manzel, Tochter von Dagmar Manzel und dem Schauspieler Peter Mario Grau, schlug zunächst denselben Weg wie ihre Eltern ein. Nach ihrem Schauspielstudium an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam, das sie 2008 abschloss, stand sie auf renommierten Bühnen wie dem Hans-Otto-Theater Potsdam, dem Deutschen Theater Berlin und dem Schauspielhaus Zürich.

Ihr Filmdebüt gab sie 2006 in Henner Wincklers "Lucy", es folgten Rollen in Kaspar Heidelbachs "Berlin 36" und Dominik Grafs vielfach ausgezeichneter Serie "Im Angesicht des Verbrechens", in der sie die Eva Padelski verkörperte. Für ihre Hauptrolle in dem Beziehungsdrama "Unkraut im Paradies" stand sie 2010 beim Filmfestival Max Ophüls Preis im Wettbewerb, im selben Jahr feierte das Drama "Barriere" mit ihr auf der Berlinale Premiere.

Eine besondere Parallele zur Arbeit ihrer Mutter gab es 2013: Genau wie Dagmar Manzel stand auch Klara für die erfolgreiche ARD-Krimireihe "Tatort" vor der Kamera und übernahm eine Rolle in der Berliner Episode "Großer schwarzer Vogel".

Vor rund zehn Jahren zog sich Klara Manzel schließlich aus dem Rampenlicht und der Filmbranche zurück, um sich neuen, privaten Aufgaben zu widmen. Zu ihren letzten TV-Auftritten gehörten Rollen in "Besuch für Emma" (2015) und der Krimireihe "Morden im Norden" (2020).

2013 stand Klara Manzel für die Krimireihe "Tatort" vor der Kamera.

Bild: picture alliance / dpa | Jörg Carstensen


Dagmar Manzel als Großmutter: So genießt sie die Zeit mit ihren Enkelinnen

Was bleibt, ist die enge Verbindung zwischen Mutter und Tochter - und die Freude, die Dagmar Manzel als Großmutter empfindet. Zwei Enkeltöchter hat sie inzwischen. Wie oft sie es tatsächlich nach Zürich schafft, schilderte sie 2018 im Interview mit der "B.Z.": "Ich versuche, so oft wie möglich zu Besuch nach Zürich zu kommen, als Oma anwesend zu sein und natürlich mitzuhelfen."

Ihre Rolle als Großmutter bezeichnete sie darin als Gegenpol zu ihrem Berufsleben: "Oma-Sein ist für mich Entspannung pur. Das hat nix mit meinem Beruf zu tun. Ich will einfach nur für sie da sein, kochen, Windeln wechseln, spazierengehen, spielen."

Auch Jahre später berichtete Manzel von ähnlichen Momenten. Der Deutschen Presse-Agentur schilderte sie 2023, wie sie eine gemeinsame Woche mit ihren Enkelkindern verbrachte. Die Fantasie der beiden Mädchen beeindrucke sie dabei immer wieder, ebenso wie deren Fähigkeit, mehrere Rollen gleichzeitig zu spielen.

Wir haben den ganzen Tag Rollenspiele gespielt - das war die absolute Entspannung.

Dagmar Manzel

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Dagmar Manzel über das Älterwerden: Ihre Enkelkinder geben ihr neue Perspektiven

Wie viel ihr die Nähe zu Tochter und Enkelkindern bedeutet, wurde Dagmar Manzel besonders in einer schweren Phase bewusst: Mit 50 Jahren erhielt sie die Diagnose Krebs. Rückblickend beschrieb sie gegenüber der "Apotheken Umschau", welcher Gedanke sie durch diese Zeit trug: "Ich begriff, wie ich am Leben hänge und wie sehr ich sehen möchte, wie meine Enkel groß werden." Halt hätten ihr in dieser Zeit nach eigenen Worten vor allem ihre Familie, gemeinsame musikalische Projekte und das Vertrauen in ihre behandelnden Ärzte gegeben.

Diese Erfahrung habe ihren Blick aufs Älterwerden verändert, sagte sie - weg von der Belastung, hin zur Dankbarkeit für jeden gemeinsamen Moment. Ihre Kinder und Enkelkinder aufwachsen zu sehen, bezeichnete sie bereits 2018 als eine der schönsten Aussichten, die das Älterwerden für sie bereithalte.

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