Servus nach 35 Jahren
"Endlich mal kein Serientod!": So emotional haben die Fans auf Leitmayrs und Batics 100. "Tatort"-Fall reagiert
Aktualisiert:
von Julia W.Nach der Doppelfolge "Tatort: Unvergänglich" geben Batic (Miroslav Nemec, r.) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) ihre Polizeimarken ab.
Bild: BR/NEUESUPER GmbH/Hendrik Heiden
Am Ostersonntag gab das Münchner "Tatort"-Duo Batic und Leitmayr den Auftakt seines Abschieds: Teil 1 von "Unvergänglich" lief zur Primetime im Ersten, der zweite Teil folgte am Ostermontag. Doch wie fanden die Zuschauer:innen den ersten Teil der Doppelfolge? Und hat Teil 2 das Finale würdig abgerundet?
Nach 100 "Tatort"-Folgen quittiert das Ermittlerteam Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) seinen Dienst. Den Abschied ihrer dienstältesten TV-Ermittler zelebriert die ARD in einer Doppelfolge: Der erste Teil von "Unvergänglich" lief am Ostersonntag, Teil 2 folgte am Ostermontag.
+++ Update, 7. April 2026 +++
Unkonventionelle Privatermittlung
Im zweiten Teil von "Tatort: Unvergänglich" zeigt sich zunächst, dass der Ruhestand für Batic und Leitmayr noch keine Option ist. Ihr letzter Fall schien mit Teil 1 abgeschlossen: Der Mord an Micaela Horvat (Cecilia Diesch) war aufgeklärt, der vermeintliche Täter identifiziert und tot. Doch dann meldet sich mit Kara Roth (Lara Feith) die zentrale Zeugin zurück - verängstigt, auf der Flucht und mit der Aussage, ihre bisherigen Angaben seien falsch gewesen.
Ohne Dienstausweis und offizielle Befugnisse verfolgen die Münchner Kult-Kommissare die Spur weiter - mit hohem Risiko. Der Film hat dabei eine spürbar nostalgische Note, etwa durch ein Wiedersehen mit dem früheren Kollegen Carlo Menzinger (Michael Fitz).
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"Ich werde euch so vermissen": Fans feiern den Abschied
Auch der zweite Teil von "Unvergänglich" wurde in den Sozialen Medien begeistert kommentiert. Mit dem 100. Münchener "Tatort"-Fall von Batic und Leitmayr endet nicht nur ein Krimi, sondern zugleich ein Stück Fernsehgeschichte: "Ich werde euch so vermissen", "Eine Ära geht zu Ende - nach 35 Jahren. Ich bin mit euch aufgewachsen" oder "Da musste ich tatsächlich weinen", heißt es vielfach.
Dass keiner der beiden Kommissare sterben muss, sorgt in der Community für große Erleichterung: "Endlich mal kein Serientod!" Und ein Facebook-Kommentaror bekannte: "Ich hatte schon Angst, der Franz kommt um." Dementsprechend kam das versöhnliche Ende gut an: "Schön, dass beide überleben und zusammen bleiben", schrieben Nutzer:innen, andere fanden es "sehr bewegend". Besonders die letzten Szenen prägten sich ein: Die Kommissare "fahren zusammen in Kroatien in den Sonnenuntergang". Auch die Inszenierung bleibt im Gedächtnis: "ein bisschen Miami Vice mit den Sonnenbrillen und Porsche", wie ein Kommentar festhält.
Hoffnung auf Comeback
Viele Zuschauer:innen sprachen von einem "würdigen Abschied" oder einem "grandiosen Abgang". Teils war sogar vom "besten Tatort der letzten Jahre" die Rede. Mitunter wurde die Doppelfolge jedoch als zu lang empfunden. Einige Facebook-Unser:innen beurteilten die Handlung als "nicht ganz stimmig" oder "teilweise unlogisch".
Das offene Ende von "Tatort: Unvergänglich" wird von vielen als Chance verstanden: "Vielleicht tauchen die privaten Ermittler mal wieder auf", heißt es in den Kommentaren. Andere wünschen sich direkt mehr von Batic und Leitmayr: "Der 2. Teil ist viel spannender!! Die zwei sollten als Rentner-Tatort-Cops weitermachen" oder "Vielleicht sehn wir sie ja als Detektive weiter? Who knows?"
+++ Ursprüngliche Meldung +++
Erste Reaktionen zu "Tatort: Unvergänglich": So kam Teil 1 bei den Fans an
Der Abschied von Batic und Leitmayr markiert das Ende einer Ära - und das wollten sich viele TV-Zuschauer:innen nicht entgehen lassen: Rund 6,6 Millionen schalteten laut Branchenmagazin "DWDL" am Ostersonntag ein. Das entspricht einem ordentlichen Marktanteil von 28,3 Prozent.
Damit stellte "Unvergänglich" zwar keinen neuen "Tatort"-Rekord auf, konnte das Quoten-Duell gegen "Das Traumschiff" (4,4 Millionen, 19,0 Prozent) im ZDF aber eindeutig gewinnen. Auch in der marktrelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lagen Batic und Leitmayr mit 18,3 Prozent vor dem "Traumschiff" (15,4 Prozent).
Doch wie kam der erste Teil des "Tatorts" bei den Zuschauer:innen an?
"Bärenstarker Straßenfeger" bis zäh "wie Gummi"
In sozialen Medien äußerten sich die Zuschauer:innen überwiegend positiv zum ersten Teil des Abschieds-Krimis. "Mega spannend. Freue mich auf morgen", schrieb eine User:in nach Ausstrahlung auf Instagram. Andere kommentierten: "Ein bärenstarker Straßenfeger zum Schluss" oder "Der erste Teil war richtig klasse." Diesem Urteil schlossen sich viele an - doch längst nicht alle.
Immer wieder wurde die mangelnde Tonqualität des "Tatorts" in den sozialen Medien thematisiert. "Der Ton war unterirdisch, mehr als mies leider … tut den Jungs aber keinen Abbruch, ihr wart cool wie immer", fasste es eine User:in zusammen.
Andere störten sich am Storytelling: Ihnen wurde der Abschied offenbar zu langsam erzählt. "Wenn es im zweiten Teil jetzt keine rasante Action gibt, hätte man es vielleicht in eine Folge packen können", ist unter anderem auf Instagram zu lesen. "Zieht sich wie Gummi - schade!", urteilte eine andere. "Ich schaue den 2. Teil nur, weil ich wissen will, ob die beiden überleben."
Überwältigend ist jedoch die Anteilnahme am Ende der "Batic und Leitmayr"-Ära. "Danke für die guten Folgen der Münchner, über Jahre hinweg", schrieb ein:e User:in. "Jammerschade, dass diese wunderbaren Kommissare aufhören", ist des Weiteren zu lesen.
Auch wenn die Meinungen über Teil 1 von "Unvergänglich" auseinandergehen, fest steht: Die "Tatort"-Fangemeinde wird Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl in ihrer Rolle als "Tatort"-Ermittler vermissen.
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