Ausnahmezustand
Kölner "Tatort": Ballauf und Schenk ermitteln in ihrem neuen Fall im Prepper-Milieu
Veröffentlicht:
von Sylvia LothV.l.: Max Ballauf (Klaus J. Behrendt), Norbert Jütte (Roland Riebeling), Natalie Förster (Tinka Fürst) und Freddy Schenk (Dietmar Bär).
Bild: WDR/BAVARIA FICTION/Thomas Kost
Am 20. September ermitteln die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) in ihrem neuen Fall "Die letzten Menschen von Köln". Die Ermittlungen führen die beiden Hauptkommissare in einen alten Zivilschutzbunker.
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"Tatort: Die letzten Menschen von Köln" - Darum geht's
Die Bergung einer Weltkriegsbombe versetzt Köln in einen Ausnahmezustand. Zeitgleich wird der junge Berufsschullehrer Linus Makris tot in einem Park gefunden. Er wurde mit einem Jagdmesser umgebracht. Die Ermittlungen führen Ballauf und Schenk zu Elara Schmidtke (Katharina Schüttler), der Schwester des Mordopfers. Doch diese ist spurlos verschwunden. Ihr Handy ist aus, ihre Wohnung verwaist.
Es finden sich Hinweise, dass sie an einem Prepper-Workshop des Überlebenstrainers Moritz Zechmann (Florian Stetter) teilnimmt. Es ist nicht bekannt, wo das Extrem-Training stattfindet. Da spüren die Kommissare seine Gattin auf. Die rückt nur widerwillig die Teilnehmerliste des Survivaltrainings raus. Nur fünf Personen trainieren für den Extremfall, darunter Zechmanns Sohn Mats (Paul Ahrens) und Elara Schmidtke. Doch auch Nina Zechmann (Katrin Wichmann) weiß angeblich nicht, wo das Ganze stattfindet.
Während die Hauptkommissare unter Hochdruck versuchen, das Versteck aufzuspüren, geraten die Teilnehmer:innen des Workshops aneinander. Misstrauen, Angst und verborgene Geheimnisse lassen die Stimmung hochkochen. Die Situation droht zu eskalieren.
Proben für den Ernstfall
Den Ermittlern rennt die Zeit davon, denn auch die Vorbereitung der Bombenentschärfung ist in vollem Gange. Im Zuge dessen müssten ganze Stadtteile evakuiert werden. Die Polizei informiert die Anwohner:innen über Lautsprecher. Die Kommissare stellen sich die Frage, was passiert, wenn der Workshop im Evakuierungsgebiet stattfindet und die Teilnehmer:innen in Gefahr sind. Oberkommissar Norbert Jütte (Roland Riebeling) checkt mögliche Locations, darunter leerstehende Lagerhallen und ehemalige Bunker. Allerdings in seinem ganz eigenen Tempo, egal wie sehr Ballauf und Schenk auch drängeln.
Survival-Training
Survivaltrainer Moritz Zechmann (Florian Stetter) mit ABC-Schutzmaske löst Alarm wegen eines Lecks in der Luftfilteranlage aus.
Bild: WDR/BAVARIA FICTION/Thomas Kost
Blick hinter die Kulissen
Mitten im Zentrum des Geschehens in "Die letzten Menschen von Köln" steht der ehemalige Zivilschutzbunker in Köln-Kalk. Gedreht wurde in dem ehemaligen Atombunker aus dem Kalten Krieg unterhalb der U-Bahnstation Kalk Post, der bis heute im Originalzustand erhalten ist. Dort könnten im Ernstfall etwa 2000 Menschen zwei Wochen lang überleben. Die Prepper-Thematik des neuen Falls ist auch für die Schauspieler teilweise gewöhnungsbedürftig.
Dietmar Bär sieht solche Survival-Aktionen kritisch:
Der Mensch will ewig leben. Und überleben. Auch jede Art von Weltkatastrophe.
Weiter fügte er hinzu: "Seit 2020 sollten alle begriffen haben, dass man sich nirgendwo auf der Welt vor nichts auf der Welt verstecken kann."
Und auch Klaus J. Behrendt hat sich während der Dreharbeiten im Bunker nicht gerade wohlgefühlt: "Es war sehr beklemmend, sehr kalt und dunkel. […] Ehrlich gesagt will ich gar nicht in so einem Teil landen."
Es ist übrigens nicht der erste außergewöhnliche Schauplatz eines Kölner Tatorts. Das Autor:innen-Duo Eva Zahn und Volker A. Zahn hat bereits für frühere Kölner Fälle außergewöhnliche Locations gefunden. Darunter für den Fall "Abbruchkante" (2023) ein Braunkohlerevier, für "Siebte Etage" (2024) ein Großbordell oder für "Colonius" (2025) den Kölner Fernsehturm.
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