Bayerisches Kult-Krimiduo
"Tatort: Unvergänglich": So verabschiedeten sich die Münchner Kommissare aus dem Dienst
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von teleschauMit dem Zweiteiler "Tatort: Unvergänglich" verabschieden sich die langjährigen Münchner Kommissare Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl).
Bild: BR/NEUESUPER GmbH/Hendrik Heiden
Mit den Münchner Kommissaren Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) verabschieden sich die zwei fleißigsten "Tatort"-Kommissare in den Ruhestand. Was sie für die Rente planen? Das verriet der erste Film des Zweiteilers "Tatort: Unvergänglich" am Ostersonntag.
Den "Tatort" streamen
100 Fälle in 35 Jahren: Das ist die Bilanz der Münchner Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr. Auch wenn sie im "Tatort: Unvergänglich (2)" am Ostermontag, 6. April, um 20:15 Uhr, im ARD-Livestream auf Joyn noch einmal ermitteln: Offiziell gelten die beiden Kult-Kommissare seit dem Krimi vom Sonntagabend nun als Rentner. In einem durch und durch bürokratischen Akt gaben die beiden in einer der letzten Szenen des 90-minütigen Films ihre Dienstausweise ab. Hinter ihnen lagen zu diesem Zeitpunkt bereits vier Tage voller nervenaufreibender Ermittlungen und nostalgischen Momenten.
Diese alte Bekannte tauchte zum Abschied wieder auf
Alles begann mit einer weiblichen Brandleiche in einem städtischen Betriebsraum unter dem Münchner St.-Quirin-Platz. Wie sie dorthin kam, und um wen es sich bei der Leiche handelte, war den Ermittlern wie auch der Rechtsmedizinerin Dr. Roswitha Schwarz-Fischer (gespielt von der bayerischen Kabarettistin Eva Karl Faltermeier) zunächst ein Rätsel. Immerhin die Todesursache stand bald fest: Eine Steckschusswunde in der Achsel ließ Christine Lerch (Lisa Wagner) auf einen möglicherweise überforderten Täter schließen.
Der Gastauftritt der heute 46-jährigen Lisa Wagner war für treue Fans des Münchner "Tatort" eine besondere Überraschung: Von 2014 bis 2016 hatte Wagner vereinzelt in insgesamt fünf "Tatort"-Filmen die Leiterin der Operativen Fallanalyse gespielt. Im Film "Tatort: Die Wahrheit" entschied sich ihre Figur Christine Lerch schließlich einen Job beim FBI anzunehmen. "Die wenigen Einsätze waren sowohl für Lisa als auch für mich auf Dauer zu unbefriedigend", erklärte die damals zuständige "Tatort"-Redakteurin Stephanie Heckner gegenüber der "Bild" den Ausstieg.
So starb Micaela Horvat
Die Tote im "Tatort: Unvergänglich" wurde letztlich als Micaela Horvat, eine Mitarbeiterin einer slowenischen Firma, identifiziert. In München wohnte sie in einem Appartment, das sie über ein Online-Portal für Kurzzeitvermietungen gefunden hatte. Dieses Portal wurde auch von Mike Werner (Daniel Noël Fleischmann) genutzt. Der wohnungslose Mann hatte sich in letzter Zeit immer wieder für eine Nacht in ein Appartment eingemietet und dann dessen Schlüssel nachmachen lassen. So konnten er und seine frühere Pflegeschwester Kara Roth (Lara Feith) die Wohnungen während ihres Leerstands nutzen.
Kara fanden die Kommissare schließlich mit Drogen vollgepumpt in einer der Wohnungen. Sie brachten sie ins Krankenhaus. Dort wurde sie von Mike aufgespürt und entführt. Bei einem Showdown auf dem Klinikdach gestand der junge Mann dann die Tat: Micaela Horvat habe ihn in einer der Wohnungen überrascht. Er habe sich nicht anders zu helfen gewusst, als sie zu töten. Ihre Leiche versteckte er in dem Betriebsraum, zu dem er seit seiner abgebrochenen Ausbildung einen Schlüssel hatte.
So geht es mit Batic und Leitmayr weiter
Nach seinem Geständnis tötete sich Mike selbst. Leitmayr bot Kara seine Hilfe an, sollte sie diese in Zukunft einmal brauchen. Am Ende hatten sowohl er als auch Batic noch einige offene Fragen: Wer zum Beispiel hat das Magazin von Mikes Waffe bestückt, wenn doch keine Fingerabdrücke des jungen Mannes auf der Munition gefunden wurden?
Beantworten konnten die Kommissare diese Frage nicht mehr: In einer letzten Szene räumten sie ihr Büro und verabschiedeten sich voneinander. Batic zog nach Kroatien. Leitmayr kaufte sich seinen roten Oldtimer aus den ersten "Tatort"-Jahren zurück. Außerdem wird er künftig an der Polizeihochschule unterrichten. Und nun?
Was nun passiert, kannst du im zweiten Teil vom "Tatort: Unvergänglich" am Ostermontag sehen. Der Film zeigt aber auch, wie die Ex-Kommissare nach einem Hilferuf von Kara auf Leitmayrs Mailbox als Rentner auf eigene Faust weiter ermitteln.
So geht es mit dem Münchner "Tatort" weiter
Mit dem "Tatort" aus München geht es auch nach der Ära Batic/Leitmayr weiter: Ferdinand Hofer wird weiterhin Kommissar Kalli Hammermann spielen. Mit Carlo Ljubek als Nikola Buvak bekommt er einen neuen Partner zur Seite gestellt: Der Leiter des SEK ist auch schon im ersten Film von "Tatort: Unvergänglich" kurz zu sehen. Ein erster Film der beiden Neuen unter dem Arbeitstitel "Tatort: Zwischenwelten" ist für 2026 geplant. Ein zweiter Film unter dem Arbeitstitel "Tatort: Der sichere Tod" befindet sich in der Entwicklung.
Zum Abschied von Batic und Leitmayr gibt es noch weitere Programm-Highlights auf Joyn: Direkt im Anschluss an den zweiten Teil vom "Tatort: Unvergänglich" kannst du im ARD-Livestream die Doku "Batic und Leitmayr - Die Zwei vom Tatort sagen Servus" am Montag, 6. April, 21:45 Uhr, sehen. Am Samstag, 11. April, laufen die drei alten "Tatort"-Folgen "Das Glockenbachgeheimnis" (1999), "Norbert" (1999) und "Wolf im Schafspelz" (2002) in restaurierter Fassung ab 20:15 Uhr im BR-Livestream auf Joyn.
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