"Unsere Tränen waren echt"
Diese Folge von "Unsere kleine Farm" hält Schauspielerin Melissa Gilbert nicht aus
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von Anna TiefenbacherMelissa Gilbert denkt an ihre Zeit bei "Unsere kleine Farm" zurück.
Bild: IMAGO / Starface
Die kleinen und großen Dramen, welche die Familie Ingalls in "Unsere kleine Farm" ereilen, berühren noch heute die Zuschauer:innen. Und es gibt eine besonders emotionale Szene, die sich Schauspielerin Melissa Gilbert nicht anschauen kann, weil sie ihr das Herz bricht.
Bereit für die nostalgische Zeitreise?
Darum geht es in der Doppelfolge "Lauras Eifersucht"
In der 13. und 14. Folge der ersten Staffel gerät Laura (Melissa Gilbert) in große emotionale Not. Ihre Mutter, Caroline Ingalls, bringt einen Sohn zur Welt. Laura ist eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit, die ihrem kleinen Bruder zuteil wird und sie wünscht sich, er würde verschwinden. Kurze Zeit später wird das Baby krank und stirbt - was die kleine Laura in tiefe Verzweiflung stürzt, da sie sich schuldig fühlt. Sie sucht Rat bei Reverend Alden (Debbs Greer). Der sagt ihr, sie solle die Nähe zu Gott suchen. Das nimmt die kleine Laura wörtlich und flieht in die Berge. Dort verhandelt sie mit Gott, er solle sie behalten und den Eltern dafür ihren Bruder wiedergeben. Schließlich begegnet sie dem Einsiedler Jonathan (Ernest Borgnine). Der freundliche ältere Mann hilft ihr, ein Feuer zu machen, um Gottes Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Stattdessen wird Laura von Pa Ingall (Michael Landon) gefunden, der seine Tochter schon verzweifelt gesucht hat.
Später erzählt Melissa, wie emotional die Dreharbeiten gewesen seien, vor allem in der Schluss-Szene. Die Tränen, die Vater und Tochter beim Wiedersehen vergießen, seien echt gewesen.
Es ist eine der stärksten, wenn nicht die stärkste Folge, die wir je gedreht haben.
Lauras emotionale Reise beginnt in dieser Folge
So geht die Doppelfolge aus
Melissa Gilberts besondere Beziehung zu Michael Landon
"Die Schlussszene, in der Pa und Laura auf Jonathans Berg wiedervereint sind, ist das wohl typischste Beispiel für meine Beziehung zu Mike. Die Tränen waren auf beiden Seiten echt - und die Liebe zwischen uns ist deutlich und unverkennbar. Das ist die eine Szene, die ich mir einfach nicht ansehen kann", schreibt Gilbert in ihrem Buch "My Prairie Cookbook" (2014).
Für Melissa Gilbert war Michael Landon mehr als ein Schauspiel-Kollege - er war ihr Mentor, ihr Freund, ihr "Pa". Auch nach dem Ende von "Unsere kleine Farm" blieben die beiden in Kontakt. Als Landon 1991 and Bauchspeicheldrüsenkrebs stirbt, ist das ein herber Verlust für die damals 27-Jährige.
Mehr als 30 Jahre nach seinem Tod schreibt sie einen emotionalen, öffentlichen Beitrag für das "Pancreatic Cancer Action Network": "Mike war ein prinzipientreuer, ehrenhafter Mann, der vor allem an die Kraft von Liebe, Toleranz, Mitgefühl und Verständnis glaubte. Er setzte sich leidenschaftlich für Menschenrechte ein - und er war einfach ein kleines Stück besser darin als alle anderen, solche Geschichten zu erzählen."
Er war mein Mentor und einer der größten Einflüsse in meinem Leben.
Der tragische Tod des beliebten Schauspielers ist sicher einer der Gründe, warum Melissa die emotionale Szene bis heute nicht anschauen kann - aber auch für Zuschauer:innen ist es schwer, nicht die ein oder andere Träne bei "Lauras Eifersucht" zu verdrücken.
Charles "Pa" Ingalls und Tochter Laura: Michael Landon und Melissa Gilbert (v.l.) hatten auch Off-Screen eine ganz besondere Beziehung.
Bild: Allstar
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