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Nach zwölf Jahren als Ermittler

Bald Schluss mit Michael Oberländer? Matthias Koeberlins Gedanken über "Die Toten vom Bodensee"

Veröffentlicht:

von C3 Newsroom

Michael Oberländer (Matthias Koeberlin) und Luisa Hoffmann (Alina Fritsch) in "Die Toten vom Bodensee".

Bild: ZDF und Patrick Pfeiffer Konstan


Ist Micha Oberländer bald auserzählt? Matthias Koeberlin denkt regelmäßig über seine Zukunft als Ermittler bei "Die Toten vom Bodensee" nach. Noch sieht er keinen Grund für einen Abschied, dennoch schließt er einen Exit nicht aus.


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Jedes Jahr dieselbe Frage

Seit zwölf Jahren jagt Matthias Koeberlin alias Micha Oberländer in "Die Toten vom Bodensee" Mörder:innen. Anlässlich der neuen Folge "Im Schattenreich" erzählte er jetzt in einem Interview mit Web.de, wie er über die Krimi-Reihe denkt, ob Oberländers Geschichte nicht irgendwann auserzählt ist und was er über Verfolgungsjagden mit Rollator denkt.

Dabei ließ er unter anderem wissen, dass er nicht um jeden Preis an der Rolle festhalten will. Auch nicht nach all den Jahren. "Ich gehe jedes Jahr in Inventur", erklärte der 52-jährige Schauspieler in dem Interview.

Ein Aus kein Tabu

Dabei betonte der Schauspieler auch, er würde nicht um jeden Preis an der Rolle festhalten. Sollte er eines Tages das Gefühl bekommen, der Kreis schließt sich und Oberländer ist auserzählt, würde für ihn gelten: "Die Reise endet hier." Allerdings habe er diesen Punkt noch nicht erreicht. Noch sieht der Oberländer-Darsteller offensichtlich viele Entwicklungsmöglichkeiten für seine Figur.

Damit nicht genug. Obwohl sich der Schauspieler und seine Rolle deutlich unterscheiden, schätze und respektiere er den Ermittler sehr, so Koeberlin weiter. Zumal es auch Überschneidungspunkte zwischen ihm und Oberländer gäbe. "Man schöpft ja aus sich selbst und sucht in sich, um etwas zu erzählen. Bei uns ist das die Empathie, aber auch ein gutes Maß an Sarkasmus."

Manchmal denke ich, es müssten schon ganze Landstriche entvölkert sein, bei der Mordrate.

Oberländer-Darsteller Matthias Koeberlin

Auch anstrengend: "Zwei Wochen rumliegen"

Gleichzeitig sei der große Unterschied auch eine schauspielerische Herausforderung und sehr reizvoll. "Das öffnet dem Spiel und der Fantasie Tür und Tor", erklärte Matthias Koeberlin, "Je weiter die Figur weg ist von dem, was man für sich veranschlagt und was einen ausmacht, desto spannender ist es."

Auch die Dreharbeiten seien immer wieder eine körperliche Herausforderung. Seinen jüngsten Auftritt als Kommissar Oberländer, der in der Folge "Im Schattenreich" im Koma liegend einen Fall löst, sei dabei nicht weniger anstrengend gewesen als andere. Zwar habe er vor der Rolle immer wieder gehört: "Das ist doch toll, du kannst zwei Wochen rumliegen, während wir anderen arbeiten". Aber so einfach, wie sich das alle vorstellen, sei das nicht - im Gegenteil. Es sei herausfordernder gewesen als die ebenfalls anstrengenden Wasserszenen der Folge.

Keine Verfolgungsjagd mit Rollator

Die große Leidenschaft der Deutschen für Krimis erklärt sich der Schauspieler mit der Faszination für das Böse. Allerdings gäbe es hierzulande tatsächlich schon außerordentlich viele Krimi-Reihen.

Die Frage, ob auch er noch Stoff für 100 Folgen für "Die Toten vom Bodensee" sähe, ließ Koeberlin offen:  "Ich weiß nicht, ob ich so lange durchhalte, auch körperlich. Verfolgungsjagden mit dem Rollator? Ich weiß ja nicht, das muss man, glaube ich, nicht über Gebühr betreiben."


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