Film- und Star-Reporter packt aus
"Trauriges Leben" der Hollywood-Stars: Warum Steven Gätjen "keinen Bock" hat, "mit denen zu tauschen"
Aktualisiert:
von Claudia FrickelOb Oscars oder Filmpremieren: Steven Gätjen interviewt die Größen aus Hollywood.
Bild: Imago / Gartner
Tom Cruise, Will Smith, Cameron Diaz: Steven Gätjen hat sie alle interviewt. Aber in ihrer Haut stecken möchte der ProSieben-Reporter auf keinen Fall - die haben ein "Hardcore-Leben", sagt er.
Steven Gätjen kennt die Welt von Hollywood wie kaum ein anderer deutscher Moderator. Seit Jahren interviewt er die bekanntesten Schauspieler:innen der Welt. Klar, dass er dabei auch mitbekommt, wie sie ticken und was sie bewegt.
Obwohl die Celebrities augenscheinlich das Leben der Reichen und Schönen genießen, ist Steven alles andere als neidisch, wie er im Podcast "Zwischen den Zeilen" erzählt:
Ich habe gar keinen Bock, mit denen zu tauschen.
Stars haben kein Privatleben mehr
Im Interview spricht der ProSieben-Moderator über die Schattenseiten des Hollywood-Daseins. So erzählte ihm wohl Will Smith einst, dass er seit seinem 15. Lebensjahr keinen privaten Mall-Besuch mehr hatte. Über Jahrzehnte sei der "Fresh Prince of Bell Air"-Star nur für Promotions oder außerhalb regulärer Öffnungszeiten in Einkaufszentren gewesen.
Das ist doch grauenhaft!
Als Podcast-Moderatorin Bettina Böttinger fragt, ob diese Art von Leben eine Form von Einsamkeit mit sich bringt, stimmt Steven zu: "Total!"
Doch nicht nur das normale Leben fehlt - die Stars stünden auch unter permanenter Beobachtung, so Gätjen weiter. Gerüchte würden sich millionenfach multiplizieren und Klatschmedien griffen sie sofort auf.
Warum Cameron Diaz den Gang auf dem roten Teppich fürchtet
Steven Gätjen erfährt oft, was die Schauspieler:innen eigentlich mitmachen. Cameron Diaz vertraute ihm einmal an, dass der Gang über den roten Teppich für sie als Frau "total schlimm" sei.
Am Anfang hätten die Fotograf:innen sie demnach aufgefordert, zu zeigen, wie hübsch sie sei - "oder ihr Hinterteil". Doch manchmal sei sie auch beschimpft worden, "so richtig böse", wie Steven findet.
Die Parazzi seien schlichtweg darauf aus gewesen, verdutzte Gesichtsausdrücke bei Diaz zu provozieren. "Der Schnappschuss landet dann in einer Zeitschrift mit der Überschrift: 'Cameron Diaz schockiert über das, was ihr Freund ihr angetan hat'", erklärt Gätjen die perfide Logik dahinter.
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Fehlende Widerworte als Teil des Alltags
Ein großes Problem ist laut Steven auch die Umgebung der Stars. Wer jahrelang erfolgreich ist, schart normalerweise ein etabliertes Team von Ja-Sagern mit herum, die einem selten Kontra geben würden. Ein "Hardcore-Leben" sei das, meint der ProSieben-Moderator:
Die können auf die Malediven fliegen, haben einen Privatjet und können sich alles kaufen, aber ich glaube, es ist ein trauriges Leben.
Dabei seien die berühmtesten Hollywood-Stars ebenfalls nur Menschen, die "die gleichen Krisen und die gleichen Probleme in Beziehungen, Familie oder im Freundeskreis haben" wie alle anderen, sagt Steven.
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