Der ultimative Test

"My Hero Academia": Die perfekte Serie für skeptische Anime-Neulinge?

Aktualisiert:

von Helena Fliegl

Kann "My Hero Academia" unsere Redakteurin trotz ihrer Skepsis für Anime begeistern?

Bild: K. Horikoshi / Shueisha, My Hero Academia Project


Du denkst, Anime ist nichts für dich? Du hast Superhelden satt? Dann lies das hier! "My Hero Academia" ist der Beweis, dass es auch anders geht - und dass darum die Serie gerade für Anime-Neulinge eine absolute Empfehlung ist.

Als jemand, der sich bisher erfolgreich um Anime-Serien gedrückt hat, war ich skeptisch, als mir "My Hero Academia" empfohlen wurde. Superhelden, schrille Charaktere und überdramatisierte Action - das klang alles nicht nach meinem Geschmack. Doch der Hype muss ja einen Grund haben, und ich beschloss, der Serie eine Chance zu geben. Und was soll ich sagen? Ich wurde positiv überrascht.

Die Serie wirft einen direkt in eine Welt, in der Superkräfte, sogenannte "Spezialitäten", zum Alltag gehören. Die Erzählerstimme erklärt, wie alles in China begann und sich die Welt durch das Auftreten von Menschen mit besonderen Fähigkeiten veränderte. Was anfangs noch als außergewöhnlich galt, wurde schnell zur Norm: Rund 80 Prozent der Bevölkerung besitzen heute irgendeine spezielle Veranlagung.

Hier ist die erste Folge "My Hero Academia"!

Das Paranormale wird Alltag

In dieser chaotischen Welt steht vor allem eine Gruppe im Rampenlicht: Die Superhelden. Durch die neuen Superkräfte wurden viele Gesetzesreformen nötig, und das System funktionierte nicht mehr richtig. So begannen mutige Menschen als comicartige Superhelden aktiv zu werden. Diese Helden wurden schließlich in den Staatsdienst aufgenommen und werden für ihre Arbeit, das Land vor dem Bösen zu beschützen, bezahlt. Anhand einer Auseinandersetzung in der Stadt zeigt die erste Folge den andauernden Konflikt zwischen Schurken und Superhelden. Während die Helden mit ihren Spezialitäten für Recht und Ordnung sorgen, genießen sie ihren ruhmvollen Status in der Bevölkerung.


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Izukus Superhelden-Traum

Die erste Folge, wird vom Hauptcharakter Izuku erzählt. Der Protagonist ist ein Mittelschüler, der wie so viele den Traum hat, ein großer Superheld zu werden. Das Problem: Er gehört zu den wenigen, denen die Gabe einer Spezialität verwehrt blieb. Gleich in der ersten Folge erkannte ich seine Begeisterung, seine Kenntnisse über die verschiedenen Helden und ihre Spezialitäten. Er ist ein wandelndes Lexikon des Superheldentums. Seine Leidenschaft ist so ansteckend, dass ich sofort verstehen konnte, warum er unbedingt selbst ein Held werden will.

Doch die Realität ist hart. Sein Mitschüler und Rivale, Katsuki Bakugo, macht ihm unmissverständlich klar, dass er ohne Superkräfte keine Chance hat, die renommierte U.A. Oberschule zu besuchen. Izukus Traum scheint in weite Ferne gerückt. Immer wieder kommen Erinnerungen aus seiner Kindheit hoch, in denen seine Mutter sehr erschüttert von der ärtztlichen Diagnose ist, dass ihr Sohn keine Spezialkraft mehr entwickeln wird. Für mich stieg damit die Empathie mit Izuku, der als Underdog das Unmögliche schaffen will.


Seine Chance?

Die Folge nimmt eine dramatische Wendung, als Izuku von einem schleimartigen Bösewicht angegriffen wird. In höchster Not eilt ihm kein Geringerer als der Superheld All Might zur Rettung. Dieser Moment ist entscheidend, denn Izuku ergreift die Chance und fragt All Might, ob es überhaupt möglich ist, ohne eigene Spezialität ein Superheld zu werden. Diese Frage bildet den Kern des Konflikts und treibt die Geschichte voran. Die erste Folge "Izuku Midoriya: Origin" zeigt auf packende Weise, wie ein Junge mit einem scheinbar unerreichbaren Traum in eine Welt voller Helden und Herausforderungen eintaucht.

Von Anfang an zog mich "My Hero Academia" in den Bann. Die Serie bietet eine gelungene Mischung aus berührenden Emotionen, mitreißender Action und einer starken Botschaft über Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen. Und das Beste: Der Einstieg ist ausführlich erklärt und somit gut zu verstehen, selbst für jemanden, der bisher keine Berührungspunkte mit Anime hatte. Gerade für junge Menschen ist "My Hero Academia" eine absolute Empfehlung!

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