Karriere-Rückblick

So sah "Die Chefin"-Star Jürgen Tonkel vor 36 Jahren aus

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von C3 Newsroom

Wie sah Jürgen Tonkel wohl zu Beginn seiner TV-Karriere aus?

Bild: IMAGO / Lindenthaler / IMAGO / United Archives


Von "Blam!" über "Hausmeister Krause" bis zur Serienrolle in "Die Chefin": Jürgen Tonkel kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Wie alles begann, welche Rollen ihn bekannt gemacht haben und wie er sich über die Jahre verändert hat.


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Am Anfang spielte er einen Musiker

Jürgen Tonkel stand bereits als Teenager auf der Bühne. 1984 hatte er sein Fernsehdebüt: In der Fernsehserie "Blam!" spielte er den Schlagzeuger Bruno.

1990 erschien der Film "Das einfache Glück" mit Tonkel in der Hauptrolle. Der Film erzählt die Geschichte des arbeitslosen Frank und seiner Freundin Sabine, die sich gemeinsam durchs Leben schlagen.

Jürgen Tonkel als Frank in "Das einfache Glück".

Bild: United Archives


Tonkel ist ein überaus vielseitiger Schauspieler und schlüpft immer wieder in unterschiedliche Rollen. In der Comedy-Serie "Hausmeister Krause" verkörperte er unter anderem die Rolle des Hausverwalters Günther Makielski. Zudem war er in Krimi-Serien wie "Tatort" zu sehen und wirkte in der "SOKO München"-Reihe mit.

Mitte der 1990er-Jahre wird er außerdem Teil des Ensembles von "Alle meine Töchter" - der beliebten Familien-Serie rund um den verwitweten Richter Berthold Sanwaldt und seine drei Töchter. Tonkel spielt dort Chefredakteur Gerster, einen Journalisten, der immer wieder mit der Familie in Kontakt kommt und berufliche wie private Konflikte mit anstößt.

Jürgen Tonkel in "SOKO München" (damals noch "SOKO 5113").

Bild: United Archives


Wechsel hinter die Kamera nach ikonischen Rollen

Im Kino spielt Jürgen Tonkel häufig prägnante Nebenrollen, die im Gedächtnis bleiben. In "Der Untergang" (2004), dem international gefeierten Film über die letzten Tage Hitlers im Führerbunker, spielt er SS-Sturmbannführer Erich Kempka, Hitlers Fahrer.
In der Dramedy "Sommersturm (2004) gibt er den Trainer Hansi - und sorgt dabei sogar für so manchen komischen Moment.

Jürgen Tonkel als Trainer Hansi in "Sommersturm" im Jahr 2004.

Bild: imago/United Archives


Ende der 2000er macht er dann etwas, was viele Kolleg:innen sich nicht trauen: Er wechselt hinter die Kamera. Mit dem surreal-poetischen Kurzfilm "Leave Without Running" tritt er als Autor und Regisseur auf - gedreht in London, auf Englisch, visuell verspielt und nicht unbedingt Mainstream. Der Film läuft auf Festivals rund um den Globus und holt mehrere Preise, darunter 2011 den Kurzfilmpreis "Das goldene Glühwürmchen" beim Fünf-Seen-Filmfestival sowie Auszeichnungen in Boulder (USA) und beim Shanghai International Film Festival.

Mit "Die Chefin" zur Kultfigur: Paul Böhmer im Fokus

Der endgültige Serien-Stempel kommt dann mit "Die Chefin": Seit 2012 steht Jürgen Tonkel als Kriminalhauptkommissar Paul Böhmer vor der Kamera, mittlerweile in über 100 Folgen. Böhmer ist der Typ Ermittler, den du sofort erkennst: kernig, direkt, manchmal brummig, aber mit einem klaren moralischen Kompass. An der Seite von Vera Lanz (Katharina Böhm) ist er so etwas wie ihr rechter und manchmal auch widersprechender Arm - loyal, eigenständig, nicht Everybody’s Darling, aber genau deshalb glaubwürdig.

Spannend ist, wie sehr Tonkel und Böhmer sich ähneln. In der NDR-Sendung "DAS!" erzählt er, dass der TV-Böhmer viele Elemente mit ihm teilt - nur sei die Figur noch "eine Nummer härter, kerniger" in dem, wie sie sich ausdrückt. Privat engagiert sich Tonkel für den Tierschutz, unterstützt Peta und verzichtet auf Fleisch - ganz wie es auch Ermittler Böhmer macht.

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