Karriere-Chance
Lars Eidinger wird 50: So erobert er das "Superman"-Universum
Aktualisiert:
von Malika BaratovLars Eidinger übernimmt im neuen "Superman"-Film die Rolle des Schurken.
Bild: picture alliance / dpa / Revierfoto
Lars Eidinger steht vor seinem bislang größten internationalen Auftritt: Der deutsche Schauspieler übernimmt im neuen James-Gunn-Film "Man Of Tomorrow" die Rolle des Superschurken Brainiac.
Lars Eidinger wagt den Schritt nach Hollywood. Der Berliner Schauspieler soll künftig im DC-Universum zu sehen sein: Im kommenden "Superman"-Film "Man Of Tomorrow" übernimmt er die Rolle des Gegenspielers und verkörpert den legendären Bösewicht Brainiac. Für Eidinger, der am 21. Januar 2026 seinen 50. Geburtstag feiert, markiert das einen weiteren Meilenstein seiner Karriere.
Wie Regisseur James Gunn auf seinem Instagram-Account bekannt gab, setzte sich Eidinger bei der weltweiten Suche nach der passenden Besetzung durch. Der Schauspieler soll den hochintelligenten Schurken spielen und damit erstmals Teil des ikonischen Superhelden-Franchise werden.
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Starke Präsenz
Schon zu Beginn seiner Karriere zeigte sich, wie eindrucksvoll Eidinger auch ohne Worte wirkt. Im Dokumentarfilm "Lars Eidinger - Sein oder nicht sein" erinnert sich ein ehemaliger Schauspiellehrer an eine Szene, die allein durch Eidingers Präsenz beeindruckte: Er lutschte darin lediglich an einem Bonbon.
Auch privat gilt Eidinger als außergewöhnlicher Erzähler. In Interviews spricht er ruhig, reflektiert und präzise. Bekannt wurde er einem breiten Publikum unter anderem durch die Serie "Babylon Berlin" sowie Filme wie "Alle anderen", "25 km/h" oder zuletzt "Jay Kelly", in dem er an der Seite von George Clooney zu sehen ist. Seine eigentliche Heimat bleibt jedoch das Theater.
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Der vielleicht größte Shakespeare-Darsteller
Seit mittlerweile 18 Jahren spielt Eidinger an der Berliner Schaubühne den Hamlet - und die Vorstellungen sind weiterhin regelmäßig ausverkauft. Mit großer körperlicher Intensität geht er in der Rolle auf. Die "New York Times" bezeichnete ihn einst als möglicherweise größten Shakespeare-Darsteller, von dem man noch nie gehört habe. In den USA ist er bislang noch nicht sehr bekannt.
Geboren 1976 in Berlin, absolvierte Eidinger seine Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Aktuell probt er an der Schaubühne erstmals seit zehn Jahren wieder mit Regisseur Thomas Ostermeier. Die Premiere von "Der Geizige" ist für den 2. April angesetzt.
"Ein großes Ego - und doch im Dienst von etwas Größerem"
Eidinger verkörpert häufig fragile, widersprüchliche Figuren mit Macht und Abgründen. Schauspielkollegin Isabelle Huppert beschreibt ihn als Künstler mit besonderer Präsenz, der eine starke Anziehungskraft ausübe. Ähnlich äußert sich Juliette Binoche im Dokumentarfilm "Sein oder nicht sein": "Da ist ein großes Ego. Aber gleichzeitig hat man das Gefühl, dass er damit einer Sache dient, die größer ist als er selbst."
Der Film zeigt auch konfliktgeladene Momente, etwa bei den Proben zum "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen, als Eidinger die Fassung verliert. Später entschuldigt er sich für seinen Ausbruch.
Neben der Schauspielerei arbeitet Eidinger als DJ und Fotograf. Seine öffentlichen Auftritte sorgen immer wieder für Diskussionen - etwa, als er auf der Berlinale emotional über den Zustand der Welt sprach oder wegen eines Fotos mit einer selbst entworfenen Tasche im Stil einer Discounter-Tüte neben einem Obdachlosenlager kritisiert wurde.
"Ich finde Hochglanzwerbung, die Armut ausklammert, wesentlich zynischer", sagte er später der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Genauso wie Produkte zu tragen und auszublenden, wer sie zusammennäht."
Nicht verstanden zu werden, empfindet Eidinger als besonders schmerzhaft. "Ich fühle mich tatsächlich oft missverstanden." Die Erwartung, über Kritik stehen zu müssen, lehnt er ab. "Ich möchte überhaupt über nichts drüberstehen." Es sei sein Anspruch, sich berühren zu lassen - als Schauspieler, Künstler und Mensch.
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