True Crime
Der Kokain-Arzt von Halberstadt: So betäubte er seine Opfer
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von Claudia FrickelEin angesehener Chefarzt verabreicht seinen Sex-Partnerinnen heimlich Kokain. Mindestens fünf Frauen sind betroffen, eine stirbt sogar an den Folgen. Ein Fall, der durch seine Brutalität erschüttert.
Drogen heimlich verabreicht: Das Vorgehen des Kokain-Arztes
Sechs Tage lang kämpft eine Frau im Krankenhaus in Sachsen-Anhalt ums Überleben. Doch sie schafft es nicht: Im Februar 2018 stirbt sie nach einem kardiogenen Schock.
Der toxikologische Befund zeigt, dass das Herzversagen durch eine Überdosis Kokain ausgelöst wurde. Der trauernde Ehemann der 38-Jährigen glaubt, er hört nicht recht: Seine Frau hat keine Drogen konsumiert.
Wie kann das sein? Die Kriminalpolizei nimmt Ermittlungen auf und stößt auf den Chefarzt Alexander P. (Name geändert). Mit dem hatte die Frau mehrere Monate lang ein heimliches Verhältnis.
Einen Monat nach dem Tod seiner Geliebten verhaftet die Polizei den 42-Jährigen - in seinem Auto, das er unter Drogeneinfluss gesteuert hat. Nach und nach kommen die Details ans Licht. Ein Jahr zuvor lernt der plastische Chirurg sein späteres Opfer kennen: Er operiert ihre Hand wegen einer Sehnenscheidenentzündung. So gewinnt er ihr Vertrauen. Die beiden beginnen ein Verhältnis.
Was sie nicht weiß: Ihr Freund gibt ihr heimlich Drogen, um sie gefügiger zu machen. Für ihr Herz ist die Menge an Kokain zu viel. Sie stirbt. Die Ermittlungen der Polizei zeigen: Die 38-Jährige ist nicht das einzige Opfer des skrupellosen Arztes.
So ging der Mediziner gegen die Frauen vor
Während der Ermittlungen melden sich vier weitere Frauen bei der Kripo. Alle entwickeln beunruhigende Symptome, während oder nachdem sie mit dem Arzt im Bett waren. Sie leiden unter Herzrasen, Schwindel und Ohnmachtsanfällen. Eine Frau baut unter Drogeneinfluss sogar zwei Verkehrsunfälle.
Der Mediziner agiert skrupellos. Beim einvernehmlichen Sex betäubt er die Frauen heimlich mit Kokain. Er löst es etwa in Sekt auf und findet auch andere perfide Verabreichungs-Formen. Die Opfer können sich längere Zeit nicht mehr bewegen und nicht mehr sprechen. Das nutzt der Arzt aus. Er vergeht sich an ihnen und hält das teilweise mit seinem Handy fest.
Vor Gericht bestreitet der Mann alle Vorwürfe. Es sei gar nicht möglich, jemandem so große Mengen an Kokain unterzujubeln, sagt sein Anwalt. Doch das Landgericht Magdeburg verurteilt P. Anfang 2019 zu neun Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. Begründung: Körperverletzung mit Todesfolge, mehrfache schwere Vergewaltigung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Aber wie konnte der renommierte Chirurg über Jahre hinweg unbemerkt Frauen manipulieren? Warum fiel sein Vorgehen niemandem auf? Und wie schaffte er es, seine Opfer zu täuschen? Antworten auf diese Fragen liefert die neue True‑Crime‑Reihe "Uwe Ochsenknecht präsentiert: Die 7 Todsünden". In der der Folge vom 23. Januar wird der Fall in all seinen Facetten beleuchtet und von Expert:innen eingeordnet. Schau die ganze Folge bei Kabel 1 oder auf Joyn.
"Uwe Ochsenknecht präsentiert: Die 7 Todsünden" immer freitags bei Kabel 1
Die neue True-Crime-Reihe "Uwe Ochsenknecht präsentiert: Die 7 Todsünden" läuft seit 9. Januar freitags bei Kabel 1. Die echten Kriminalfälle passen zu den klassischen, christlichen Sünden wie Hochmut, Habgier, Wollust und Zorn. Moderator Uwe Ochsenknecht widmet sich in jeder der fünf Folgen neuen, aufsehenerregenden Fällen. Zu Wort kommen Zeug:innen, Ermittler:innen und Expert:innen.
Du siehst die Episoden am Freitag um 20.15 Uhr bei Kabel 1 oder kostenlos auf Joyn.
"Uwe Ochsenknecht präsentiert: Die 7 Todsünden" ab 9. Januar freitags um 20:15 Uhr
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