13. Staffel ab Herbst

"Bettys Diagnose": Auf diese Änderung müssen sich Zuschauer gefasst machen

Veröffentlicht:

von Lars-Ole Grap

Die Sparmaßnahmen im ZDF-Vorabendprogramm betreffen auch die neue Staffel von "Bettys Diagnose".

Bild: ZDF / Willi Weber


"Bettys Diagnose" ist aus dem ZDF-Vorabendprogramm kaum wegzudenken. Doch für die treuen Fans der Vorabendserie gibt es zur neuen Staffel eine spürbare Änderung.


"Bettys Diagnose" freitags um 19:25 Uhr


ZDF kürzt "Bettys Diagnose": Neue Staffel der Arztserie bekommt weniger Folgen

Es ist eine Entwicklung, die sich schon länger andeutete: Auch die neue Staffel der beliebten ZDF-Arztserie "Bettys Diagnose" bekommt weniger Folgen. Die kommende 13. Staffel der wöchentlichen Serie wird lediglich 20 Episoden umfassen - ein deutlicher Rückgang gegenüber früheren Jahren. Zum Vergleich: 2022 gab es noch 29 neue Folgen der Serie, in der Stationsleiterin Betty Hertz (Henrike Hahn) Woche für Woche mit unerwarteten Diagnosen, menschlichen Dramen und humorvollen Momenten das Publikum begeistert. Die im Oktober 2025 gestartete 12. Staffel umfasst bereits nur noch 22 Episoden - die 13. Staffel markiert nun den vorläufigen Tiefpunkt dieser Entwicklung.

Für die Fans der Serie bedeutet das konkret: Der gewohnte Sendeplatz freitags um 19:25 Uhr bleibt zwar erhalten, wird aber über das Jahr gesehen häufiger mit Wiederholungen gefüllt, um die Lücken zwischen den nun kürzeren Staffeln zu schließen. "Bettys Diagnose" ist dabei kein Einzelfall. Das ZDF kürzt derzeit konsequent bei einer Reihe von Vorabendklassikern. Bei "SOKO Köln" und "Notruf Hafenkante" hat der Sender die jeweils kommenden Staffeln bereits auf 20 Episoden gedeckelt. Die Karlsklinik zieht nun nach.

ZDF unter Spardruck: Budget-Umschichtung trifft Serien, Kreative und Publikum

Der Hintergrund ist vielschichtig: Steigende Produktionskosten sowie eine unklare Finanzierungslage beim Rundfunkbeitrag setzen den Sender unter Druck. Das geht am Ende zulasten der Produktionsfirmen, der Kreativen - und des Publikums.

Hinzu kommt ein strategischer Kurswechsel an der Spitze des Senders. ZDF-Intendant Norbert Himmler hat das Thema Budget-Umschichtung zur Chefsache gemacht. Bereits 2022 kündigte er eine dauerhafte Verlagerung von Programmmitteln an: "Die 100 Millionen sind der nächste konsequente Schritt bis 2025", erklärte Himmler damals. "Da geht es um Programmgeld, das wir diversifizieren nach Inhalten und Ausspielwegen, um unserem Auftrag in der modernen Welt gerecht zu werden. Das hat jedoch zur Folge, dass das Geld in erster Linie nicht mehr im Hauptprogramm verwendet werden kann und damit an dieser Stelle logischerweise Einsparungen einhergehen werden." Bewährte Formate wie "Bettys Diagnose" müssen dafür mit kleineren Budgets auskommen - was sich unmittelbar auch in der Folgenanzahl niederschlägt.


ZDF setzt weiter auf "Bettys Diagnose": Neue Staffel startet im Herbst

Das Publikum honoriert die Serie dabei weiterhin mit soliden Einschaltquoten am Freitagabend. Die Dreharbeiten zur 13. Staffel begannen im Februar, die neuen Episoden sollen voraussichtlich ab kommenden Herbst ausgestrahlt werden. Betty Hertz und ihr Team sehen sich dabei laut ZDF mit Fällen konfrontiert, die neben medizinischem Fachwissen vor allem eines fordern: Mut, Zusammenhalt und Empathie. Neben Hauptdarstellerin Henrike Hahn sind erneut Catherine Chikosi, Antonia Döring, Constantin Lücke und viele weitere bekannte Gesichter aus der Karlsklinik dabei.

Mehr entdecken

"Bettys Diagnose" im ZDF: Das ändert sich füre Fans ab Staffel 13