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Rückblick

Franziska Weisz vor 25 Jahren: So sah der "Tatort"-Star am Anfang seiner Karriere aus

Veröffentlicht:

von Jan Islinger

Franziska Weisz auf der Berlinale im Februar 2026.

Bild: picture alliance / SZ Photo


Ins Filmgeschäft gestolpert: Vor 25 Jahren landete Franziska Weisz eher zufällig bei einer Kino-Produktion. Über Nacht wurde sie zur großen Hoffnung des österreichischen Kinos. Eine Karriere beim Film hielt sie damals für ausgeschlossen.

Jung und reingestolpert: Franziska Weisz in ihrer ersten Rolle in "Hundstage". Neben ihr ist der Schauspieler Rene Wanko zu sehen.

Bild: picture alliance / Everett Collection


Als Franziska Weisz 1999 zufällig bei einem Film-Casting landet, kann die junge Wienerin nicht mal erahnen, welches Tor sie da gerade aufstößt. Denn eigentlich will  sich die Österreicherin nur einen Nebenjob zum Studium organisieren.

Zwei Jahre später läuft das Vorstadt-Drama "Hundstage" von Regisseur Ulrich Seidl dann im Kino - und gewinnt bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig den Großen Preis der Jury. Franziska Weisz wird über Nacht zur neuen Hoffnung ihres Heimatlandes. Dabei wollte sie damals gar nicht an ihr Erstlingswerk glauben, wie sie später in einem Interview gegenüber "Webtalkshow" verriet. Damals war sie sich sicher:

Der Film landet in der Schublade.

Franziska Weisz

Franziska Weisz kannst du heute im NDR-Livestream auf Joyn sehen


Franziska Weisz verheimlichte Film-Rolle

Ironischerweise verschwieg Franziska sogar ihrem Freundeskreis die Teilnahme an den Dreharbeiten. Sie wollte einfach niemanden enttäuschen, falls der Film floppt.

Wenig später also Venedig. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, ist "Hundstage" nicht Franziskas einziger Film, der im Jahr 2001 große Wellen schlagen sollte. Denn direkt ihre zweite Rolle, in Michael Hanekes "Die Klavierspielerin", gewann in Cannes - ebenfalls den Großen Preis der Jury.

Kennst du schon dieses Film-Highlight mit Franziska Weisz?

Unsicherheit gegenüber der Filmbranche

Wovon andere Schauspieler:innen ihr ganzes Leben lang träumen, erreichte die heute 46-Jährige direkt in ihrem ersten Jahr. Trotzdem traute die Wienerin dem Konzept Schauspielerei damals noch nicht so recht über den Weg. Wohl auch aufgrund von Selbstzweifeln.

Ich bin Quereinsteigerin, ich hab's nicht gelernt, ich pfusche.

Franziska Weisz

"Ich hab dem Braten nicht getraut. Es kann nicht sein, dass ich jetzt wirklich beim Film gelandet bin", beschreibt Weisz ihre damalige Unsicherheit gegenüber der Branche. Schließlich sei sie vollkommen ungelernt in den Beruf geschlittert. Um auf Nummer sicher zu gehen, beendete sie zunächst ihr Studium der Entwicklungs- und Umweltpolitik in England. Doch die Liebe zum Film blieb.

Mit dem anschließenden Umzug nach Berlin verfestigte sie ihren Karriere-Weg hin zum Film. Für ihre Darstellung der Rezeptionistin Irene im Psychothriller "Hotel" erhielt sie bei der Berlinale 2005 den "European Shooting Star".

Ab dem Zeitpunkt nahm ihre Karriere einen rasanten Aufstieg. Heute gehört die langjährige "Tatort"-Kommissarin (Hamburger "Tatort" mit Wotan Wilke Möhring, 2016-2024) zu den bekanntesten Schauspielerinnen des Landes.



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