Diese Rolle machte sie berühmt
"Briefe aus dem Jenseits": Daher kennst du Krimi-Star Franziska Wulf
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von teleschauFranziska Wulf als gestresste Mutter Julia Klemm im Krimi "Briefe aus dem Jenseits". Eingeholt von der Vergangenheit, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen.
Bild: © ZDF/Tom Trambow
Ihren bekanntesten Kino-Auftritt hatte sie als Sekretärin in "Er ist wieder da". Sie spielte aber auch schon eine Kriminalkommissarin. In "Briefe aus dem Jenseits" überzeugt Franziska Wulf als Frau mit dunkler Vergangenheit. Das solltest du über die Schauspielerin wissen.
"Wer macht so was? Was sind das für Menschen?", fragt Karl Nolden (Karl Kranzkowski) mit zitternder Stimme. Vor 25 Jahren verschwand sein damals 15-jähriger Sohn Sven Nolden spurlos. Am helllichten Tag. Ein paar Wochen lang bekamen er und seine Frau Karin (Alexandra von Schwerin) Postkarten aus verschiedenen europäischen Städten. "Chris" versicherte ihnen, dass es Sven gut gehe und sie gemeinsam auf Reisen seien.
Jetzt bekommt das Ehepaar wieder Post. Wieder unterschrieben mit Chris. Wieder heißt es, Sven sei wohlauf. Mittlerweile über 70, werden bei Karin und Karl erneut Wunden aufgerissen. Hoffnungen geschürt. Sonderermittler Ingo Thiel (Heino Ferch) nimmt sich der Sache an.
Ganz andere Sorgen hat Julia Klemm (Franziska Wulf). Ihr gewaltbereiter Vater Jürgen Renk steht vor der Entlassung aus dem Gefängnis - und nimmt Kontakt zu ihrer Tochter Jessica auf. Julia gerät in Panik. Welches Geheimnis verbergen sie und ihr Vater? Weiß sie etwa mehr über Sven?
Franziska Wulf als verstörte Mutter in "Briefe aus dem Jenseits"
"Briefe aus dem Jenseits", die Geschichte aus der Reihe "SOKO-Chef Ingo Thiel", reißt einen von der ersten Minute mit. Das Martyrium der Eltern, die hoch komplizierte Suche nach Spuren, die tickende Zeitbombe Renk (gespielt von László I. Kish).
Und nicht zuletzt die schauspielerische Leistung von Franziska Wulf. Hervorragend verkörpert sie die verstörte Reinigungskraft, deren ohnehin schon schwieriges Leben nach und nach vollends aus den Fugen gerät.
Franziska Wulf: "Ich komme aus einer Polizisten-Familie"
Der Weg zur Schauspielerei war für die 1984 in Schwedt an der Oder geborene Darstellerin keineswegs vorgezeichnet. In die Wiege gelegt wurde ihr der Beruf der Schauspielerin nämlich nicht. "Ich komme aus einer Polizisten-Familie", verriet sie 2015 gegenüber "Bild".
Das führte zu so mancher Komplikation, denn die ansonsten eher zurückhaltende Franziska hatte bereits früh ein Thema, das sie umtrieb: der Kampf gegen Rechtsextremismus. In Schwedt gab es in ihrer Jugend immer wieder rechte Aufmärsche. "Wir haben dann entweder die Glocken dagegen geläutet und dafür Anzeigen kassiert, oder demonstriert", erzählte sie in "Bild". "Einmal hat mich mein eigener Cousin wegtragen und festnehmen müssen bei einer Anti-NPD-Demo."
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Von Störtebeker zu Hitler: Franziska Wulfs Berührungspunkte mit der Geschichte
Ab 2006 besuchte Franziska Wulf die Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Schon bald bekam sie ihre ersten Kino- und TV-Rollen. Und die waren bunt gemischt.
Ihren ersten Einsatz hatte sie 2007 in der Doku "Damals nach dem Krieg". 2009 hatte sie eine der Hauptrollen in der Abenteuer-Komödie "12 Meter ohne Kopf". Der Kinofilm mit Matthias Schweighöfer dreht sich um das Leben des legendären Seeräubers Klaus Störtebeker im 14. Jahrhundert. Die romantische Komödie "Groupies bleiben nicht zum Frühstück" aus dem Jahr 2010 spielt dagegen in der Gegenwart.
Das gilt auch für Franziska Wulfs vielleicht bekannteste Rolle: die der Sekretärin Franziska Krömeier in der irrwitzigen Komödie "Er ist wieder da". Die viel beachtete Romanverfilmung von 2015 behandelt die skurrilen Erlebnisse des Diktators Adolf Hitler, der plötzlich im Berlin der Gegenwart erwacht und dort unfreiwillig zum Star wird.
2019 war sie als Kriminalkommissarin in "Der Bulle und das Biest" zu sehen
Eine Staffel lang ermittelte Franziska Wulf als Kriminalkommissarin Caro Belzig in der SAT.1-Serie "Der Bulle und das Biest". Das Format handelt vom Ermittler Elias Decker und dem Bullmastiff Rocky, die gemeinsam für die Berliner Mordkommission Mordfälle aufklären. Die zehn Folgen aus dem Jahr 2019 sind aktuell im kostenlosen Stream auf Joyn verfügbar.
Neben zahlreichen Episodenrollen in Serien wie "Bettys Diagnose" oder "Der Alte" stand sie zudem ab 2021 viermal als Sekretärin Nolwenn in der Krimireihe "Kommissar Dupin" vor der Kamera. Zuletzt wirkte Franziska Wulf unter anderem in der "Tatort"-Episode "Das Böse in dir" aus dem Februar 2026 mit.
In der Krimireihe "Ein starkes Team" hatte die in Hamburg lebende Schauspielerin Ende 2025 einen Einsatz in der Folge "Kopfgeld". Die Episode wird voraussichtlich im Herbst 2026 ausgestrahlt.
Schau "Der Bulle und das Biest" kostenlos im Stream
Franziska Wulf privat: verheiratet, eine Tochter - und viel Privatsphäre
Über ihr Privatleben verrät die Schauspielerin nur wenig. Noch vor gut zehn Jahren hatte Franziska Wulf nicht einmal einen Wikipedia-Eintrag. "Es ist doch befreiend, wenn man sich nicht ständig dabei verliert, etwas über sich selber lesen zu müssen", verriet sie 2015 der "Bild". Zu dem Zeitpunkt hatte sie nicht mal ein Smartphone, wie sie enthüllte, sondern "nur so einen alten Handy-Knochen - extra ohne Internet, um nicht ständig draufzuschauen."
Bekannt ist, dass Franziska Wulf verheiratet ist und mit ihrem Mann eine Tochter hat.
"Briefe aus dem Jenseits" wird am Montag, 20. Juli um 20:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Zum selben Zeitpunkt ist der Krimi aus dem Jahr 2024 im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.
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