Caren Miosga ganz privat
Von den Tagesthemen zur eigenen Talkshow: Das ist Caren Miosga
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von teleschauModeratorin, Tänzerin, Sängerin, Sprachgenie - und seit Januar 2024 mit eigener Talkshow in der ARD: Caren Miosga.
Bild: NDR / Philipp Rathmer,
16 Jahre lang moderierte Caren Miosga die "Tagesthemen". Das ist sogar ein Jahr länger als "Mister Tagesthemen" Ulrich Wickert - ein bislang unerreichter Wert. Alles über die ARD-Nachrichten-Ikone.
Caren Miosga hat Geschichte und Slawistik studiert, als Jugendliche in einem Jazz-Ensemble getanzt - und lernte bereits in der Schulzeit Russisch. Letzteres war im Westdeutschland der 1970er- und 1980er-Jahre eher unüblich. Doch einer von Miosgas Lieblingslehrern bot die Sprache auf ihrem Gymnasium in Ilsede bei Peine an.
So lernte die Tochter eines Maurers und späteren Diakons früh den Blick in fremde Kulturen. "Es hat sofort gematcht mit mir und Russisch", verriet sie Jahre später in der TV-Show "Inas Nacht". Heute beherrscht Caren Miosga die Sprache perfekt, da sie während ihres Studiums in Moskau und St. Petersburg als Reiseleiterin arbeitete.
Über den Hörfunk kam Caren Miosga zum Fernsehen
Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst für den Hörfunk. Bei Radio Schleswig-Holstein fing sie laut eigener Aussage als "Stau-Melderin" an. Es ging weiter zu Radio Hamburg und N-Joy, ehe sie über den TV-Sender RTL-Nord schließlich 1999 beim NDR Fernsehen landete. Dort moderierte sie zunächst das "Kulturjournal" und von 2003 bis 2005 das Medienmagazin "Zapp" als Nachfolgerin von Gerhard Delling.
Es folgte eine kurze Auszeit, denn 2006 wurde sie Mutter einer Tochter. Ihren Partner Tobias Grob heiratete sie 2007, drei Jahre später kam das zweite gemeinsame Kind zur Welt, ebenfalls ein Mädchen.
Caren Miosgas Karriere im Ersten nahm derweil weiter ihren Lauf. Ab Mai 2006 präsentierte sie das renommierte ARD-Kulturmagazin "ttt - titel, thesen, temperamente".
Hier siehst du die nächste Ausgabe "Caren Miosga" im ARD-Livestream auf Joyn

Caren Miosga
Caren Miosgas erster Einsatz für die "Tagesthemen"
Im Sommer 2007 war die Journalistin ganz oben angekommen: Sie war fortan eine der Moderator:innen der "Tagesthemen". Das Nachrichtenjournal, seit 1978 auf Sendung, wurde schon von Legenden wie Ernst Dieter Lueg, Hanns Joachim Friedrichs und Sabine Christiansen präsentiert.
Ulrich Wickert, einer ihrer Vorgänger, moderierte das Format 15 Jahre lang. Und hatte am 20. September 2022 noch einmal einen Gastauftritt: Er verlas höchstselbst die Meldung, dass Caren Miosga nun die dienstälteste Moderatorin der "Tagesthemen"-Geschichte sei. Für ihre Arbeit im Rahmen der Sendung gewann Miosga 2017 die Goldene Kamera und 2021 der Grimme-Preis.
Noch gut ein Jahr, bis zum 5. Oktober 2023, blieb sie dem Format erhalten. Dann wechselte sie zu ihrer ersten eigenen Sendung. Sie trat die Nachfolge ihrer Kollegin Anne will an, die sonntags nach dem "Tatort" seit 2007 ihre eigene Polittalkshow hatte.
Die Moderatorin leitet ihre gleichnamige Polit-Show seit 2024.
Bild: HMB-Media
Ein neues Kapitel ab Januar 2024: "Caren Miosga"
Seit 21. Januar 2024 läuft auf dem ehemaligen Sendeplatz von "Anne Will" nun "Caren Miosga". Die Sendung wird im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks live im Studio Berlin Adlershof von Miosgas eigener Produktionsfirma, der MIO Media GmbH, produziert. Wie ihre Vorgängerin will Miosga über das "aktuell relevanteste Thema der Woche" mit verantwortlichen Politiker:innen und weiteren Gästen diskutieren.
Ziel sei es, "Mehrwert und Erkenntnisgewinn für Zuschauer zu generieren und Gesprächswert für die kommende Woche zu schaffen".
Caren Miosga sang einst in einer Schlagerband
Doch die Vollblut-Moderatorin kann nicht nur Politik. In der ARD-Talkshow "Club 1" verriet Caren Miosga im Oktober 2021 Details zu ihrer Zeit in einem Jazzdance-Ensemble: "Ich habe diese schwarzen Anzüge angehabt und die hochtoupierten Kate-Bush-Frisuren", erzählte sie. "Auch unter den Armen gerne noch Frisur! So sahen wir aus und haben versucht, Jazzdance zu machen, nach so scheußlicher Musik wie Mother's Finest."
Und dann gibt es noch die Geschichte mit "Kurt und die Dillenberger". Eine Schlagerband in Hannover, irgendwann in den späten Achtzigern oder frühen Neunzigern. "Ich war tatsächlich Sängerin", gestand Caren Miosga, die übrigens auch gerne Schauspielerin geworden wäre. Zweimal sprach sie an Schauspielschulen vor, wurde aber abgelehnt.
Doch eine engagierte Darstellerin findet immer ihre Plattform. Zur Not in einem Nachrichtenjournal. Unvergessen, wie Caren Miosga im August 2014 dem gerade verstorbenen Hollywoodstar Robin Williams huldigte: barfuß auf dem Sprecher-Pult stehend, einen seiner legendärsten Leinwand-Sätze zitierend: "O Captain, my Captain!" aus dem Film "Der Club der toten Dichter".
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