"Am liebsten wäre ich jeden Tag in der Natur"
"Der Alte"-Star Nadja Sabersky will niemals ein Superstar sein: "Fände ich schrecklich"
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von teleschauNadja Sabersky (Mitte) in "Der Alte - Im Schatten des Chors": Sie spielt die Solo-Sängerin Laura Wagner, die gleich bei einer privaten Probe den Mord am Chorleiter Hendrik Schöffel (Sebastian Winkler, l.) mit ansehen muss. Rechts Linda Stockfleth.
Bild: ZDF/Barbara Bauriedl
1998 geboren und bereits eine feste Größe in der Fernsehwelt: Wir kennen Nadja Sabersky aus Serien wie "Daheim in den Bergen" und "Ein Krimi aus Passau". Dabei ist sie gar keine ausgebildete Schauspielerin. Die Münchnerin im Porträt.
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Den Abba-Hit "The Winner Takes It All" schmettert Solo-Sängerin Laura Wagner (Nadja Sabersky) voller Inbrunst, begleitet vom talentierten Chorleiter Hendrik Schöffel (Sebastian Winkler) am Klavier. Weit kommen die beiden nicht, denn Schöffel wird von einem maskierten Mann mit zwei Schüssen erschossen. Wer kann diesen Mord begangen haben? Im Gespräch mit Kriminalhauptkommissar Caspar Bergmann (Thomas Heinze) ringt die entsetzte Sängerin um Fassung.
In diesen Szenen zeigt Nadja Sabersky, was in ihr steckt. Man merkt der Schauspielerin an, dass sie für ihr Leben gerne singt. Auch privat musiziert die Münchnerin häufig, ist unter anderem auch in einem Chor. Dort könne sie "ihrer Seele freien Lauf lassen", verriet sie 2025 in der "Süddeutschen Zeitung".
Und die Schauspielerei? "Ich habe mit 14 Jahren angefangen, Theater zu spielen", erzählte Sabersky 2022 in einem Interview mit dem "Stern". Von der Schultheaterbühne ging es für sie zunächst zum Gärtnerplatz-Jugendclub und dann zum Jungen Residenztheater München.
Soziale Arbeit statt Schauspielschule: Nadja Sabersky suchte den Ausgleich in der "echten Welt"
Talent muss sie von klein auf gehabt haben. "Nach dem Abitur habe ich es einfach mal probiert und mich bei einer Agentur beworben. Das hat geklappt", so die Darstellerin. Dennoch wollte sie nicht komplett auf den Schauspielberuf setzen. "Parallel studiere ich aber auch Soziale Arbeit, damit ich so ein bisschen einen Ausgleich habe. Das ist dann die echte Welt", erklärte sie im "Stern". Auch ihre Eltern hätten ihr "eine Konstante und eine Sicherheit im Leben" empfohlen. Ihr Studium hat die Münchnerin mittlerweile abgeschlossen.
Auch ohne Schauspiel-Ausbildung stand Nadja Sabersky 2014 das erste Mal vor der Kamera: im Kurzfilm "Gartenfeind". 2018 war sie in der ARD-Serie "Um Himmels Willen" in der Folge "Im falschen Körper" als Schülerin Lilly Breitner zu sehen. Im selben Jahr sicherte sich die Darstellerin eine dauerhafte Serienrolle in der Heimatfilmreihe "Daheim in den Bergen". Bis 2024 verkörperte sie in zwölf Episoden die Tochter der Hauptfigur Florian Leitner, Mila Leitner.
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Herausfordernde Rolle: Nadja Sabersky als Mia Bader in "Ein Krimi aus Passau"
Nicht einfach ist ihr Part in der Kriminalfilmreihe "Ein Krimi aus Passau", die seit 2020 gedreht wird. Nadja Sabersky spielt darin Mia Bader, die Adoptivtochter der Polizistin Frederike Bader (Marie Leuenberger). Beide beginnen unter neuer Identität und betreut vom Zeugenschutz ein neues Leben in Passau.
Mia, deren Vater verschollen ist, geriet als Teenager auf die schiefe Bahn und wurde erst vor Kurzem aus dem Gefängnis entlassen. "Eigenwillig, dickköpfig, nicht so leicht zugängig": So beschreibt Nadja Sabersky den Charakter ihrer Figur auf "daserste.de". "Sie hat das Gefühl, durch den Zeugenschutz wird ihr die Welt nie wieder offenstehen, und trotzdem wünscht sie es sich so sehr."
Die Dreharbeiten machen der Schauspielerin großen Spaß. "Der Respekt am Set bei den Krimis aus Passau war absolut da und die Arbeit war völlig auf Augenhöhe. Und das, obwohl ich keine ausgebildete Schauspielerin bin", freute sich Nadja Sabersky 2020 in einem Interview mit "Hallo München". Im "Stern" fügte sie zwei Jahre später hinzu, dass es in den Episoden "nicht immer nur um die Heftigkeit der Kriminalfälle oder gute Polizisten und böse Verbrecher" gehe. "Die Filme haben im Gegensatz zu vielen anderen Krimis etwas sehr Humoristisches."
Superstar werden? Für die Schauspielerin eine gruselige Vorstellung
Dabei ist es Sabersky wichtig, auf dem Teppich zu bleiben. Sie macht die meisten Wege in München mit dem Fahrrad, engagiert sich im Klimaschutz und verbringt gerne Zeit im Münchner Umland. "Am liebsten wäre es mir manchmal, jeden Tag in der Natur zu verbringen, dort die Sinne schärfen zu können, weil einem nicht hundert Reize gleichzeitig entgegenschwappen", verriet sie 2025 in der "Süddeutschen Zeitung". Oft sei ihr "das Stadtgetobe zu viel".
Berühmt werden? Kein erstrebenswertes Ziel, so Sabersky 2020 in "Hallo München". "Die Vorstellung, so ein Mega-Superstar zu werden, dass man nicht mehr die Straße entlang laufen kann, ohne belagert zu werden, fände ich schrecklich. Ich würde mir dann Perücken kaufen und Sonnenbrillen und weite Jacken tragen."
Folgerichtig gibt sie auch wenig über ihr Privatleben preis. Ihr Instagram-Account ist nach wie vor "nicht öffentlich". "Beruf und Privates zu trennen finde ich wichtig", betont die Schauspielerin.
Aktuell dreht Nadja Sabersky, die auch als Synchronsprecherin tätig ist, einen ZDF-Film mit dem Arbeitstitel "Endstation Weihnachten". Darin wird sie Ende des Jahres an der Seite von Timur Bartels als Anna zu sehen sein.
"Der Alte - Im Schatten des Chors" wird am Freitag, dem 1. Mai um 20:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Zeitgleich ist der Krimi im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.
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