Porträt

Markus Babbel: Vom Europameister zum Trainer zu "Most Wanted"

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von C3

Markus Babbel war stets hochkonzentriert als Fußballtrainer.

Bild: DeFodi Images


Als Spieler gewann Markus Babbel große Titel und wurde 1996 Europameister mit Deutschland. Nach seiner aktiven Karriere wechselte er auf die Trainerbank und blieb dem Fußball auch als TV-Experte verbunden. Einen ganz neuen Schritt macht er nun als Teilnehmer bei "Most Wanted".

Ein Leben für den Fußball

Ob auf dem Platz, an der Seitenlinie oder heute als Experte im Fernsehen - Markus Babbel ist seit Jahrzehnten eng mit dem Profi-Fußball verbunden. Der ehemalige Nationalspieler gehörte in den 1990er-Jahren zu den verlässlichen Verteidigern der deutschen Nationalmannschaft und feierte auch auf Vereinsebene zahlreiche Titel. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn schlug er eine Trainerkarriere ein und sammelte Erfahrungen in der Bundesliga sowie im internationalen Fußball.

Geboren wurde Babbel am 8. September 1972 in München. Seine ersten Schritte im Fußball machte er beim TSV Gilching-Argelsried, bevor er in die Jugend des FC Bayern München wechselte und dort den Grundstein für seine Profikarriere legte.


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Erfolgreiche Jahre als Profi

1991 erhielt Babbel beim FC Bayern München seinen ersten Profivertrag. Nach zwei Jahren beim Hamburger SV, wohin er ausgeliehen wurde, kehrte er nach München zurück und etablierte sich dort endgültig als Leistungsträger in der Defensive.

Mit den Bayern gewann er mehrere Titel, darunter drei deutsche Meisterschaften sowie zweimal den DFB-Pokal. Zudem holte er 1996 den UEFA-Pokal. Später setzte er seine Karriere in England fort: 2000 wechselte Babbel zum FC Liverpool, mit dem er 2001 ebenfalls den UEFA-Pokal gewann.

Seine Laufbahn wurde jedoch zeitweise von einer schweren Nervenkrankheit, dem Guillain-Barré-Syndrom, einer Autoimmun-Erkrankung des peripheren Nervensystems, unterbrochen. Nach seiner Genesung spielte er unter anderem noch für die Blackburn Rovers, bevor er 2004 zum VfB Stuttgart zurückkehrte. Dort krönte er seine aktive Laufbahn mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 2007.

Europameister mit Deutschland

Auch in der deutschen Nationalmannschaft gehörte Babbel über mehrere Jahre zum festen Bestandteil der Defensive. Insgesamt absolvierte er 51 Länderspiele und erzielte dabei ein Tor.

Sein größter Erfolg im Nationaltrikot war der Gewinn der Europameisterschaft 1996 in England. Im Finale setzte sich die deutsche Mannschaft mit 2:1 nach Verlängerung gegen Tschechien durch. Für diesen Triumph wurde Babbel später mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

Wechsel auf die Trainerbank

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere blieb Babbel dem Fußball treu und wechselte ins Trainergeschäft. Zunächst arbeitete er beim VfB Stuttgart als Co-Trainer, ehe er 2008 zum Cheftrainer befördert wurde.

Unter seiner Leitung spielte der VfB in der Saison 2008/09 eine starke Rückrunde und erreichte am Ende den dritten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigte. Dennoch wurde Babbel im Dezember 2009 nach einer sportlich schwierigen Phase freigestellt.

Trainerstationen im In- und Ausland

Nach seinem Trainerlehrgang übernahm Babbel 2010 den Zweitligisten Hertha BSC. Mit den Berlinern gelang ihm der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga. Seine Zeit in der Hauptstadt endete jedoch 2011 nach einem öffentlich ausgetragenen Streit mit der Vereinsführung.

Anschließend trainierte Babbel weitere Vereine, darunter die TSG 1899 Hoffenheim sowie den Schweizer Klub FC Luzern. Später zog es ihn sogar nach Australien, wo er ab 2018 die Western Sydney Wanderers betreute.

Experte im Fußball-TV

Auch nach seinen Trainerstationen blieb Babbel dem Profi-Fußball eng verbunden. Seit 2021 arbeitet der frühere Nationalspieler zusätzlich als TV-Experte und analysiert Spiele sowie Entwicklungen im internationalen Fußball.

Mit seiner Erfahrung als Spieler, Europameister und Trainer gehört Markus Babbel bis heute zu den bekannten Persönlichkeiten im deutschen Fußball.

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