"Wusste nicht, wie es weitergehen sollte"

"Nord bei Nordwest"-Star Regine Hentschel spricht offen über Existenzängste

Aktualisiert:

von Franziska Hursach

Regine Hentschel ist schon seit über 10 Jahren eine feste Größe bei "Nord bei Nordwest".

Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress


Seit Jahrzehnten ist Regine Hentschel im TV-Geschäft, seit zehn Jahren spielt sie in der ARD-Reihe "Nord bei Nordwest". Nun spricht die 61-Jährige offen über Existenzängste und die Schattenseiten ihres Berufs - und darüber, warum sie an ihrer Rolle festhalten möchte.

Als Bestatterin Frau Bleckmann kennen Zuschauer:innen der ARD-Krimireihe "Nord bei Nordwest" Regine Hentschel. Doch ihre Karriere verlief nicht durchgehend stabil. Auch Unsicherheiten und Existenzängste prägten ihren Berufsweg, wie die 61-Jährige nun in einem Gespräch mit dem Online-Portal "t-online.de" offen erzählt.


Regine Hentschel spricht über die Schattenseiten ihres Berufs

So musste Hentschel bereits die Erfahrung machen, dass Rollenangebote mit zunehmendem Alter weniger werden. Sie betont:

Wenn ich nur Schauspielerin wäre, könnte ich nicht überleben.

Regina Hentschel

Hinzu kommt die grundsätzliche Unsicherheit des Berufs. Feste Anstellungen seien die Ausnahme, Verträge meist zeitlich begrenzt, Planungssicherheit kaum vorhanden. Um damit umzugehen, brauche es vor allem Belastbarkeit und Resilienz. In ihren mehr als drei Jahrzehnten im Geschäft sei sie immer wieder genau wegen dieser Eigenschaften engagiert worden.

Heute setzt die Schauspielerin bewusst auf mehrere Standbeine. Neben der Arbeit vor der Kamera ist sie als Coach tätig.

Bestatterin Blecky (Regine Hentschel, r.) und Kollege Herr Töteberg (Stephan A. Tölle, l.) in der ARD-Serie "Nord bei Nordwest".

Bild: NDR / Gordon Timpen


Warum Regine Hentschel "Blecky" weiter spielen will

Trotzdem blieb auch sie nicht von existenziellen Krisen verschont. Gleich zweimal habe sie massive finanzielle Ängste erlebt, einmal besonders heftig. Damals arbeitete Hentschel zusätzlich als Coach für einen Bildungsträger, der überraschend insolvent ging. Von einem Tag auf den anderen blieb ihr Einkommen aus. "Ich wusste nicht, wie es weitergehen sollte", erinnert sie sich.

Umso dankbarer blickt sie auf ihre langjährige Rolle in "Nord bei Nordwest". Erst 2025 feierte sie ihr zehnjähriges Jubiläum in der ARD-Reihe - und ein Ende ist für sie noch lange nicht in Sicht. Auch mit 70 würde sie "Blecky" gern weiterspielen, betont sie. An einen Abschied denkt sie nicht. Die Figur mache ihr zu viel Freude, und die Zusammenarbeit innerhalb der Reihe schätze sie sehr.


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