Rückkehr zum Fürstenhof

"Zu alt" fürs TV? Wie "Sturm der Liebe"-Star Krista Birkner mit Altersdruck umgeht

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von C3 Newsroom

"Sturm der Liebe"-Darstellerin Krista Birkner spricht offen über die Hürden des Älterwerdens im Schauspielberuf.

Bild: ARD / Christof Arnold


Als skrupellose Geschäftsfrau Sophia Wagner wurde sie in der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe" bekannt und feierte dort kürzlich ihr Comeback. Dass sie in der Serie mit Ende 50 einstieg, ist für Krista Birkner von besonderer Bedeutung.

Krista Birkner mischt wieder am Fürstenhof mit

Ende 2024 gab die 59-Jährige ihren Einstand in der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe". Sie kam als Geschäftsfrau Sophia Wagner an den Fürstenhof, die unter anderem mit Erpressung und Geldwäsche für Aufregung sorgte.

Nachdem sie den Fürstenhof unter dramatischen Umständen verlassen musste, kehrte Sophia Wagner Mitte Januar nun zurück. Zwar hat sie inzwischen Anteile des Hotels erworben, will aber diesmal keine neuen Intrigen anzetteln, sondern habe positive Vorsätze (laut ARD).


"Sturm der Liebe" im Livestream auf Joyn


"Keine Chancen mehr": Krista Birkner über Ageism in der Fernsehwelt

Es sei "eine Freude", diese Figur wieder zu spielen und auch ihre verletzliche Seite zu zeigen, hob Krista Birkner vor ihrem Comeback hervor. Und von besonderer Bedeutung ist für die Schauspielerin noch ein anderer Aspekt, wie sie jetzt im Interview mit dem Portal "t-online" betont - ihr Alter: "Ich bin sehr dankbar, dass ich bei 'Sturm der Liebe' engagiert wurde, obwohl ich Ende 50 bin."

In dem Interview spricht sie offen, über den Herausforderungen, den Schauspielerinnen mit zunehmendem Alter in der Branche ausgesetzt sind. So habe man ihr vor zwei Jahren gesagt, sie sei "zu alt und hätte keine Chancen mehr". Bedenklich findet sie dabei, dass sie diese Aussagen "ausschließlich von Frauen" zu hören bekommen habe. "Das fand ich besonders schlimm und sehr schade. Gerade wir Frauen sollten doch zusammenhalten", unterstreicht sie.

Auf die Frage, wie sie mit solchen Äußerungen umgehe, erklärt Birkner, das Wichtigste sei, sich selbst zu lieben und achtsam mit sich zu sein. "Das muss man lernen. Natürlich schaue ich manchmal in den Spiegel und denke: 'Oje.' Aber dann mache ich mir bewusst, dass mich meine Füße seit Jahrzehnten tragen und mein Körper alles wunderbar mitmacht." Dafür sei sie sehr dankbar.

Krista Birkner zeigt sich selbstbewusst und kämpferisch:

Wenn man mir sagt, ich sei zu alt zum Drehen, dann werde ich beweisen, dass ich es trotzdem schaffe. Ich schaffe das, weil ich an mich glaube. Das ist mein Motto.

Krista Birkner

Christoph (Dieter Bach) teilt Sophias (Krista Birkner, v.l.) romantische Gefühle nicht.

Bild: ARD / WDR / Christof Arnold


"Sturm der Liebe"-Schauspielerin hält nichts von Schönheitseingriffen

Eine sehr klare Haltung hat sie auch zum Thema Beauty-OPs und Botox-Behandlungen, die sie vor allem für Schauspieler:innen unangebracht findet. "Klar gibt es Dinge, die ich nicht unbedingt haben muss, wie meine Tränensäcke", sagt sie offen. Sie gehörten aber zu ihr und seien ihr Markenzeichen. "Und ich lasse sie mir bestimmt nicht wegoperieren", stellt sie klar. Es schade dem Ausdruck im Gesicht. "Meiner Meinung nach geht dieser durch Botox verloren, das Gesicht wird maskenhaft." Um selbst fit zu bleiben, geht Krista Birkner seit über 20 Jahren bis zu dreimal die Woche ins Fitnessstudio und läuft bis zu zehn Kilometer am Tag.

Außerdem meditiere sie. "Das ist für die Seele das Beste". Und sie achte auf gesunde Ernährung und esse kein Fleisch mehr. Worauf sie allerdings nicht verzichten könne, sei Süßes. "Es vergeht kein Tag ohne Kuchen", verrät sie.


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