Stunts am Set

"Du Opfer! Kannst du das nicht steuern?" "Tatort"-Star Edin Hasanovic zieht über Schauspiel-Kollegen her

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von C3 Newsroom

Stunts gehören für Edin Hasanović zum Schauspielalltag.

Bild: APress


Schauspieler Edin Hasanović berichtet im Podcast mit Barbara Schöneberger von seinen Erfahrungen mit Stunts. Dabei erklärt er auch, weshalb fehlende Kontrolle bei manchen Kollegen gefährlich werden kann.


Jeden Sonntag um 20:15 Uhr


Kein Stunt-Double

Edin Hasanović zeigt bei Dreharbeiten regelmäßig vollen Körpereinsatz. In der neuen Folge des Podcasts "Mit den Waffeln einer Frau" von Barbara Schöneberger spricht Hasanović über seine frühe Begeisterung für asiatische Kampfsport-Stile: "Kampfsport war für mich immer eine Sache". Schon als Jugendlicher habe er sein wollen wie Bruce Lee oder Jackie Chan. Auch am Set käme seine Passion zum Ausdruck. "Eigentlich zeige ich es jedes Mal, wenn ich so Stunts mache", sagt Hasanović . Zwar sei er kein Tom Cruise, doch er übernehme Stunts selbst.

Kritik an Kollegen

Bei Action-Szenen erwartet der 33-Jährige ein hohes Maß an Präzision von seinem Gegenüber. Das sei aber nicht immer der Fall: "Es gibt Kollegen, wenn du mit denen Stunts machst, da denkst du so: Oh, oh! Ich muss für den aufpassen, weil der nicht stoppen kann. Weil der doof ist."

Etwa habe ein "älterer Kollege, bekannter Kollege" sich bei einem Dreh geweigert, ihm "eine Schelle" zu geben und erklärt: "Junge, wenn ich dir eine gebe, dann liegst du hier auf dem Boden." So viel Unprofessionalität habe Hasanović nicht nachvollziehen können: "Und ich denke so: Du Opfer! Kannst du das nicht steuern?"

Dass solche Szenen nicht ungefährlich sind, hat Hasanović auch selbst erlebt. "Ich habe auch schon mal eine Gehirnerschütterung am Set bekommen, weil Leute dann einfach unfähig sind, das Ohr treffen, richtig ausholen und so." Dabei bleibe er selbst stets kontrolliert: "Vor mir muss man, glaube ich, nicht so viel Angst haben."

Vorbereitung für Rolle

Für seine Rolle als Frankfurter "Tatort"-Kommissar Hamza Kulina, die er seit 2025 übernimmt, müsse man diese körperliche Präsenz ohnehin mitbringen, erklärt Hasanović. Schnelle Reaktionen, eine Waffe ziehen oder Autorität ausstrahlen - das gehöre zur Figur dazu. Grundsätzlich habe ihn der Polizeiberuf aufgrund klarer Strukturen schon immer interessiert: "Wenn ich nicht Schauspieler geworden wäre, wäre ich Hundetrainer oder Polizist geworden."

Dass Hasanović auch bei der Vorbereitung keine halben Sachen macht, zeigte er bereits für das ARD-Drama "Brüder" (2017). Für die Rolle eines radikalisierten Studenten nahm der Schauspieler rund zehn Kilogramm ab und trainierte intensiv.

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