Es funkte auf der Bühne
"Tatort"-Star Eli Wasserscheid: Sie lernte ihren Mann bei der Arbeit kennen
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von teleschau"Tatort"-Darstellerin Eli Wasserscheid und ihr Mann Christian Sengewald sind seit 2019 ein Paar.
Bild: picture alliance/zb/Kirsten Nijhof/SZ Photo/Robert Haas/Adobe Stock/Gstudi
Eli Wasserscheid kennt man vor allem aus dem Franken-"Tatort" und den Eberhofer-Filmen nach Rita Falk. Auch auf der Theaterbühne fühlt sich die Bambergerin mehr als wohl. Kein Wunder, dass die Schauspielerin dort auch ihre große Liebe kennenlernte.
Kein Franken-"Tatort" ohne Eli Wasserscheid
Seit Beginn des Franken-"Tatort" 2015 ist die gebürtige Bambergerin Elisabeth "Eli" Wasserscheid als Wanda eine verlässliche Konstante im Team des "Tatort"-Franken. Als Paula Ringelhan (Dagmar Manzel) das Team 2024 verließ, dürften sich so einige Zuschauer:innen so wie Wanda selbst gefragt haben, warum nicht einfach sie zur neuen Hauptkommissarin an der Seite von Felix Voss (Fabian Hinrichs) befördert wird. Doch der Job ging an Emmy Rathgeber (Rosalie Thomass), die am 25. Oktober 2026 in ihrem ersten "Tatort" ermittelt.
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Gottesgarten
Ihre große Liebe fand sie auf der Theaterbühne
Eli Wasserscheid hat ihr privates Glück nicht dem "Tatort"-Engagement, sondern der Theaterbühne zu verdanken: 2019 spielte sie bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel in der Adaption von "Die Päpstin" die Titelrolle der Johanna, die sich in den Grafen Gerold verliebt, der von Christian Sengewald verkörpert wurde. Der Schauspieler ist vor allem am Theater tätig, hat aber auch immer wieder Nebenrollen im Fernsehen inne, etwa in "Babylon Berlin" oder dem "Erzgebirgskrimi".
Nach den fiktiven Funken flogen schon bald auch die echten. Schon während der Proben verliebte sich das Paar. "Wir haben uns geküsst, aber irgendwann war das mehr als ein üblicher Theaterkuss", erzählte Christian Sengewald 2025 im gemeinsamen Gespräch mit "Bunte". Ihr erstes Kind nannten die beiden, in Anlehnung an den Ort ihres Verliebens, mit zweitem Vornamen Luise.
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Ungewohnter Rummel durch den "Tatort"
Aber zurück zum Tatort: Dass ihre Figur nicht befördert wurde, stört Eli Wasserscheid nicht, wie sie im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" verriet: "Wanda Goldwasser ist in der zweiten Reihe. Sie ist ein Mensch, der es schätzt, mit qualifizierten, menschlichen Chefs zusammen zu arbeiten." Sie sei offen und "kein Bewertungsmensch - und ein Mensch, der seine Arbeit mag. Da sind wir uns ähnlich."
"Ich reckte die Faust in die Luft, habe laut 'ja' gebrüllt und mich wahnsinnig gefreut", erzählte Wasserscheid 2017 im Gespräch mit der Agentur teleschau über den großen Moment, in dem sie das Angebot für die "Tatort"-Rolle erhielt. "Ich musste keine Sekunde überlegen!". An den öffentlichen Rummel, den der neue Job mit sich brachte, musste sie sich allerdings erst einmal gewöhnen: "Alles in allem war es ein großer Schritt für mich in ein neues Level."
Wusstest du das schon über die "Tatort"-Reihe?
Vom Baum zum Eberhofer-Krimi
Eine Unbekannte war die 48-Jährige für das Film- und Fernsehpublikum auch vor ihrer "Tatort"-Rolle natürlich nicht. Fans der Eberhofer-Krimis kennen sie seit "Dampfnudelblues" 2013 als Jessy, eine kleine, aber feine Nebenfigur. Außerdem war die Schauspielerin, die mit sieben Geschwistern aufwuchs, in Dominik Grafs "Tatort: Aus der Tiefe der Zeit" und seinem Kinofilm "Geliebte Schwestern" zu sehen. Daneben tritt sie immer wieder in diversen Serien auf, darunter in "Polizeiruf 110", "Tannbach", "Hubert und Staller", "Lena Lorenz" oder zuletzt in "Himmel, Herrgott, Sakrament".
Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" verriet Eli Wasserscheid, dass sie schon als Kind gerne schauspielerte. So habe sie als Fünfjährige mit ihrer Schwester die "Sissi"-Filme nachgestellt. Ihre erste Rolle auf der Bühne hatte sie in der Schule, allerdings entsprach diese nicht so recht ihren Erwartungen: "Es endete damit, dass ich im Sommernachtstraum der Baum war." Dennoch war sie vom Theaterfieber gepackt und absolvierte später ihre Ausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule.
Als Dorothee Bär im Nockherberg-Singspiel
Auf bestimmte Rollen legt sich die Fränkin nicht fest, vor der Kamera fühlt sie sich ebenso wohl wie auf der Bühne. Seit 2002 ist sie Mitglied der freien Theaterszene und aktuell festes Mitglied am Metropoltheater München. Anfang 2026 stand Wasserscheid am E.T.A.-Hoffmann-Theater in ihrer Geburtsstadt Bamberg in Gerhart Hauptmanns Drama "Die Ratten" auf der Bühne.
Eine ganz besondere Figur durfte sie 2025 beim Singspiel im Rahmen des Politikerderbleckens auf dem Münchner Nockherberg verkörpern. Sie trat darin erstmals als Double der wenig später zur Forschungsministerin berufenen Dorothee Bär auf, Bambergerin wie sie selbst.
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