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"Das kann und darf nicht passieren"

Martin Brambach und Cornelia Gröschel sprechen sich gegen "Tatort"-Produktionsstopp aus

Veröffentlicht:

von dpa, C3 Newsroom

Cornelia Gröschel (l.) und Martin Brambach bilden das Ermittler-Duo im beliebten "Tatort" aus Dresden.

Bild: picture alliance / dpa | Robert Michael


Die Nachricht ist für Fans der beiden Krimireihen ein herber Schlag: Der MDR hat aus Spargründen eine Zwangspause für den "Tatort" aus Dresden und den "Polizeiruf 110" aus Magdeburg für drei Jahre angekündigt. Nun melden sich die Hauptdarsteller:innen zu Wort.


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Martin Brambach und Cornelia Gröschel warnen vor "Tatort"-Zwangspause

Drei Jahre keine neuen Dreharbeiten für den "Tatort" aus Dresden und den "Polizeiruf 110" aus Magdeburg - das plant der MDR aus finanziellen Gründen. Wegen Sparzwängen soll die Produktion neuer Folgen zunächst auf Eis gelegt werden.

Nicht nur viele Fans der ARD-Krimireihe reagierten entsetzt. Jetzt haben sich auch die "Tatort"-Darsteller:innen Martin Brambach und Cornelia Gröschel zu Wort gemeldet. In einem gemeinsamen bei Instagram veröffentlichten Statement (Accounts: @martinbrambach und @corneliagroeschel) warnen sie vor den Folgen einer Zwangspause.

"Wir sind immer noch bestürzt über die Meldung des MDR, den 'Tatort Dresden' und den 'Polizeiruf Magdeburg' in den nächsten 3 Jahren nicht mehr finanzieren zu können", schreiben sie. Brambach und Gröschel spielen im "Tatort Dresden" den Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel und die Kommissarin Leonie Winkler.

Die beiden Hauptdarsteller:innen zeigen zwar einerseits Verständnis für den "enormen Druck", unter dem der MDR stehe und den notwendig gewordenen Sparkurs, zugleich warnen sie aber auch: "Filmproduktionen kann man leider nicht so einfach an- und abschalten." Es gebe lange Vorlaufzeiten. "Wenn wir drei Jahre nicht produzieren, gehen lang aufgebaute Strukturen kaputt und die Menschen vor und hinter der Kamera - und auch wir Schauspielerinnen und Schauspieler - müssen uns natürlich um andere Projekte bemühen, um wie alle Menschen unsere Miete zu zahlen", heben die "Tatort"-Stars hervor.

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"Das kann und darf nicht passieren" - "Tatort"-Stars kritisieren MDR-Pläne

Das Wichtigste sei aber, dass im Moment leider niemand versprechen könne, "dass in drei Jahren genug Geld da ist, um weiterzumachen - die Situation wird absehbar wohl auch nicht einfacher werden." Sie fordern den MDR dazu auf, mit den Produktionsfirmen noch mal nach Lösungen zu suchen. "Die Konsequenz wäre sonst defacto womöglich das Ende des Dresdener 'Tatorts' und des großartigen 'Polizeirufs' aus Magdeburg", warnen sie.

Das wäre laut Brambach und Gröschel nicht nur traurig für die Fans, sondern für die Menschen, die direkt oder indirekt von diesen Produktionen lebten, "eine Katastrophe".

"Vor allem aber wäre es ein äußerst fatales politisches Signal, dass in den quotenstärksten und beliebtesten TV-Reihen im Deutschen Fernsehen der Osten Deutschlands einfach nicht mehr vorkommt. Das kann und darf nicht passieren!!!", unterstreichen die "Tatort"-Schauspieler:innen.

Gerade der "Tatort" solle ein "gemeinschaftsbildendes Schaufenster der verschiedensten Regionen Deutschlands sein" und dazu gehörten "unbedingt auch die Menschen und ihre Geschichten in Ostdeutschland", schließen sie ihr Statement ab.


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