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Nachfolger von Nemec und Wachtveitl

Neuer "Tatort"-Chef in München: So hat Ferdinand Hofer den Karriereschritt geschafft

Aktualisiert:

von teleschau

Als Assistent Kalli im Münchner "Tatort" gelang Ferdinand Hofer der Durchbruch. Seit 2026 ist er Chef der Mordkommission.

Bild: 2025 Getty Images / Bojan Ritan


Batic und Leitmayr haben sich verabschiedet - aber er bleibt: Ferdinand Hofer übernimmt als Kalli Hammermann und Nachfolger der "Tatort"-Legenden die Münchner Mordkommission. Für den Schauspieler ein weiterer Karriere-Höhepunkt.

Im Frühjahr gaben die Kommissare Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) nach 35 Dienstjahren und 100 Folgen "Tatort" ihre Dienstausweise ab. Doch während sich die beiden Urgesteine verabschieden, bleibt eine beliebte Figur dem Münchner "Tatort" treu: Assistent Kalli erfährt nach 35 Folgen eine Beförderung und wird Teil des neuen Münchner Ermittler-Duos. Noch in diesem Jahr soll die Folge "Zwischenwelten" ausgestrahlt werden.

Der Weg, den Kalli im "Tatort" ging, war nicht immer leicht, aber geradlinig. Das gilt auch für seinen Darsteller.


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Ferdinand Hofer spielte schon im Schultheater Hauptrollen

Ferdinand Hofer kam 1993 im oberbayerischen Weyarn bei Miesbach zur Welt. Schon auf dem Gymnasium war er im Schultheater aktiv und spielte und sang 2011, ein Jahr vor dem Abitur, die Titelrolle des Musicals "Joseph & the Amazing Technicolor Dreamcoat".

Als Schauspieler war er schon fünf Jahre zuvor als Zwölfjähriger entdeckt worden - für den Film "Schwere Jungs". Seit 2013 war er neben Sebastian Bezzel, Simon Schwarz und Lisa Maria Potthoff in den "Eberhofer"-Krimis als engagiert-einfältiger Polizist Max Simmerl zu sehen.

Nach "Schwere Jungs" folgten Rollen wie in "Die Perlmutterfarbe" (2009). 2013 debütierte Hofer in "Weniger ist mehr" im Fernsehen. "Nebenbei" studierte er Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Maschinenbau an der Technischen Universität München, wo er 2015 den Bachelor und 2019 den Master machte. Die Schauspielerei war und blieb aber immer die erste Leidenschaft.

In "Hubert ohne Staller" spielte der "Tatort"-Kommissar einen Mörder

Seit seinem Debüt 2006 brachte es Hofer, der Gitarre, Akkordeon und Posaune spielt und ein ausgezeichneter Skifahrer ist, auf 28 Beteiligungen an Filmen und Serien. Er spielte Episodenrollen in diversen SOKO-Formaten, in dem Kriegsdrama "Das Glasfenster" und hatte dauerhafte Rollen in den Serien "Zimmer mit Stall" und "School of Champions". Beim "Bilbao Seriesland Festival" war er 2022 für die Miniserie "Up Up" in der Kategorie "Best Ensemble Cast" nominiert. Zuletzt war er außerhalb des "Tatorts" und der "Eberhoferkrimis" in der "Hubert ohne Staller"-Folge "Eiskalt abserviert" zu sehen, in der er einen Mörder spielte.

So lebt Ferdinand Hofer privat

Hofer wohnt in München-Bogenhausen. Er ist liiert, hält aber sein Privatleben unter Verschluss. "Ich versuche, mein Privatleben privat zu halten, weil ich es wichtig finde, einen Rückzugsort zu haben, einen Safe Space, wo das alles keine Rolle spielt. Sonst wird es irgendwann schwierig, den Bezug zur Realität nicht zu verlieren", sagte er in einem Interview mit dem Magazin "Bunte". Seine Freundin nehme seine wachsende Bekanntheit mit Humor. "Es kommt schon vor, dass man beim Essen oder in einer Bar angesprochen wird. Das ist Teil des Jobs, da darf man nicht zu viel reininterpretieren."

Privat sieht er sich als "sehr umtriebig". "Ich mag es, wenn was los ist. Da fällt es mir manchmal schwer, die Füße stillzuhalten." Entsprechend sind seine Hobbys gelagert: Hofer bouldert und klettert gerne, spielt Eishockey, Fußball und fährt Mountainbike.


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Tatort: In "Zwischenwelten" zeigt Hofer was er kann

Noch 2026 soll der erste Fall von Kalli und Nikola im Ersten laufen. Der Titel der Folge ist bereits bekannt und auch über den Inhalt wissen wir bereits einiges: In "Zwischenwelten" wird der Münchner Stadtteil Neuperlach von einem brutalen Raubmord erschüttert. Der Hauptverdächtige ist nicht vernehmungsfähig. Für Kalli Hammermann scheint der Fall zunächst trotzdem eindeutig, doch sein SEK-Kollege Nikola Buvak (Carlo Ljubek), der selbst aus Neuperlach stammt, entdeckt Hinweise auf eine weitere Person. Außerdem erfährt er kurz darauf, dass in derselben Nacht eine junge Frau verschwunden ist und vermutet einen Zusammenhang. Er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln - und stellt Kalli damit vor ein moralisches Dilemma.


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