Dritter Fall für Azid und Kulina

"Tatort: Fackel": Ein ungeklärter Hochhaus-Brand mit 13 Toten wird zum Polit-Thriller

Veröffentlicht:

von Sylvia Loth

Maryam Azadi (Melika Foroutan) und Hamza Kulina (Edin Hasanovic) ermitteln zum dritten Mal gemeinsam in Frankfurt am Main.

Bild: HR / ARD Degeto Film / Sommerhaus/Ph


Ein verheerender Brand, verdächtige Dämmstoffe und ein rätselhafter Todesfall: Im neuen "Tatort: Fackel" aus Frankfurt stoßen die Ermittler:innen Azadi und Kulina auf einen brisanten Cold Case und geraten dabei selbst in Gefahr.


Nach "Dunkelheit" und "Licht" ermitteln Kommissarin Maryam Azadi (Melika Foroutan) und Kommissar Hamza Kulina (Edin Hasanovic) in einem weiteren Cold-Case-Fall, also ein ungeklärtes Verbrechen.

"Tatort: Fackel" aus Frankfurt: Darum geht es

Ein ungeklärter Hochhaus-Brand, 13 Todesopfer und die persönliche Verstrickung von Hamza Kulina sind die Zutaten für den neuen "Tatort" aus Frankfurt. Die Ex-Freundin Kulinas, Almila (Seyneb Saleh), kommt bis heute nicht damit klar, ihre Mutter vor Jahren in den Flammen einer verheerenden Feuer-Katastrophe verloren zu haben. Sie will endlich Gerechtigkeit, indem die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Block mit Sozialwohnungen stand binnen weniger Minuten in Flammen. Als mögliche Ursache stehen billige Dämm-Materialien im Raum, die entgegen den Vorschriften verbaut wurden. Als auch ein Untersuchungsausschuss zu keinem Ergebnis kommt, bittet Almila ihren Ex-Freund um Hilfe. Die Untersuchungen führen das "Tatort"-Duo zu dem Geschäftsführer des Baustoff-Konzerns Styvex (Stephen Luca). Der pflegt enge Verbindungen in die Politik. Je näher die Kommissar:innen der Wahrheit kommen, desto größer wird die Gefahr.


Billiges Material als Brandursache?

Bei seinen Recherchen stößt Kulina immer wieder auf den Begriff Polystyrol, den Namen des verbauten Dämm-Materials. Das Gebäude sollte rundum energetisch saniert werden, um die Klimaschutzauflagen zu erfüllen. Laut Fachleuten ist der Einsatz unbedenklich, da es lediglich aufgeschäumtes Styropor ist. Gerade als Kulina schon aufgeben will, stößt er auf einen ungeklärten Todesfall. Rainer Beetz, der damals zuständige Materialprüfer beging wenige Monate nach der Feuerkatastrophe Suizid. Die beiden Ermittler:innen fragen sich, ob es sich wirklich um Selbstmord handelt oder der Materialprüfer ausgeschaltet werden sollte. Der Geschäftsführer der ausführenden Baufirma gerät schnell in den Fokus der Ermittlungen: Was wusste er über Rainer Beetz?

Im Visier

Steffen Böttcher, Geschäftsführer der Baufirma Styvex (Stephan Luca, l.), wird von Hamza Kulina (Edin Hasanovic, r.) zum verheerenden Hochhausbrand befragt.

Bild: HR / ARD Degeto Film / Sommerhaus / Da


Seine persönliche Verbundenheit mit dem Fall und vor allem mit den Hinterbliebenen zieht ihn als Mensch in die Geschichte hinein - nicht nur als Polizist.

Rick Ostermann

Und weiter: "Genau daraus entsteht sein Dilemma, das mich besonders bewegt hat und das den emotionalen Kern des Films bildet."

Der erste Fall des neuen "Tatort"-Teams "Dunkelheit" wurde mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Die Auszeichnungen, insgesamt 16 Grimme-Preise sowie drei Sonderpreise, werden am 24. April verliehen.


Lust auf noch mehr Krimis?


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

Mehr entdecken

"Tatort: Fackel": Ein ungeklärter Hochhausbrand wird zum Thriller