Steile Karriere
"Damen"-Star Salka Weber: Was hat eine Badewanne mit ihrem Job zu tun?
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von teleschauIm Fernsehfilm "Damen" ist München die Heimat von Maya. Ihre Darstellerin Salka Weber stammt aber aus Wien.
Bild: BR/Kineo Film GmbH/Lars Nitsch
Salka Weber ist ein Shootingstar der deutschsprachigen Film- und Fernsehszene. Die letzten beiden Jahre hat die Wienerin fast nonstop durchgearbeitet, vor und hinter der Kamera. Im Business ist sie allerdings schon viel länger - und man kann's im Internet auch noch sehen.
Sieh Salka Weber in "Damen" kostenlos im ARD-Livestream auf Joyn
In "Damen" spielt die Österreicherin Salka Weber (geboren 1989) eine junge Münchnerin, die ihren Weg hin zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung geht. Die erfrischende, aber auch ernste Komödie ist im Rahmen des "FilmMittwochs im Ersten" am 18. Februar in der ARD und über den Livestream auf Joyn zu sehen. Es geht um Themen wie Herkunft, Gegenwart und Liebe.
Das alles lässt sich auch mit Salka Weber verbinden. Die Gegenwart sieht so aus, dass Weber eine Menge zu tun hat. Nicht nur als Schauspielerin, denn sie führt längst Regie und drehte gerade ihren zweiten Film ab. Bei dem Kurzfilm schrieb sie das Drehbuch, inszenierte und spielte die Hauptrolle. Weber ist eine Allrounderin der Unterhaltungsbranche, denn Theater und Musical kann sie auch. Mit Gesang begann eigentlich alles - und die Anfänge lassen sich noch im Internet finden.
Ihre Karriere begann beim "Kiddie Contest"
Webers Herkunft? Musik. 2001 nahm sie an der österreichischen Talentshow "Kiddie Contest" teil. Ein Clip von ihrem Auftritt, bei dem sie "Around the World" von ATC zu ihrer Version "Erfinderkinder" umtextete, ist bei Youtube zu sehen. Aber schon damals berichtete sie im Interview selbstbewusst, dass sie "gerade wieder in einer Musical-Produktion" arbeite. Das hieß "Xmas Dream" und wurde damals im Wiener Theater Akzent aufgeführt.
Elf Jahre später hatte Weber ihr Tanz-, Gesangs- und Schauspielstudium an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien abgeschlossen und trat am Landestheater München im Musical "Hairspray" auf, später in Wien in den Musicals "Catch Me If You Can" und "Mamma Mia!".
Aber in ihr schwelte ein anderer Wunsch. "Ich wollte schon immer gerne in die Filmbranche: Filme selber schreiben, Regie führen, selber spielen. Mich hat das immer angezogen", schilderte sie im Interview mit der Medienagentur teleschau. Einen ersten Versuch hatte sie 2011 mit einer Rolle in der Komödie "Plötzlich fett!" gewagt, in der "Bergretter"-Star Sebastian Ströbel die Hauptrolle spielte und die auf SAT.1 damals deutsche TV-Premiere feierte.
Bald wird sie in "The Game of Keys" zu sehen sein
Seit 2017 steht Weber regelmäßig vor der Kamera. Sie spielte in zwei SOKO-Formaten, feierte in "Letzter Wille" Serien- und in "Generation Beziehungsunfähig" Kino-Erfahrung. Und schon 2019 wurde mit "Fisch lernt fliegen" ihr erstes eigenes Drehbuch verfilmt. "Der lief auf der Berlinale. Von da an ging es bergauf", erzählte sie der teleschau.
Zum Beispiel hoch in Richtung Hauptrolle. In der Dramedy-Serie "Deadline" spielte sie eine der vier Hauptrollen. Die Serie wurde von der Kritik gelobt und 2022 für den Grimme-Preis nominiert. Da ging sie noch leer aus, 2025 klappte es: Sie gewann gemeinsam mit der Regisseurin Hilke Rönnfeldt den Grimme-Preis "Fiktion" für ihre Darstellung in der Miniserie "Festmachen". Auch den Deutschen Fernsehpreis hat sie bereits erhalten: Den gab es 2022 für die "beste Comedy-Serie" "Oh Hell", in der sie ebenfalls eine Hauptrolle spielte.
Seit 2024, so scheint es, gönnt sich Weber keine Pausen. 2024 stehen fünf große Produktionen in ihrem Portfolio, im letzten Jahr waren es sechs. Ihren neuen Film, den sie gerade abgedreht hat, noch nicht mitgezählt. 2025 drehte sie neben "Damen" zwei Folgen der neuen Krimi-Serie "Alpentod", in der sie eine forensische Archäologin spielt, sowie die neue Serie "The Game of Keys", die im Laufe dieses Jahres bei Amazon Prime erscheint.
Für ihre Rolle in der Miniserie bekam Salka Weber 2025 den Grimme-Preis "Fiction"
Bild: NDR/Claudia Konerding
Das Ziel nach monatelanger Arbeit: "Jeden Tag Badewanne"
Wie Weber ihre Gewichtung zwischen Musical und Filmen handhaben wird, weiß sie noch nicht so genau. "Ich mag beides. Doch ich muss zugeben: Mir gefällt das Drehen schon sehr gut", gestand sie der teleschau.
Ganz klar war ihr aber die Vorstellung von den nächsten Tagen nach monatelangem Dauerstress. "Ich liebe es, zu arbeiten", sagte sie. "Aber jetzt gerade freue ich mich am meisten darauf, kurz mal durchzuatmen. Ich habe zehn Monate durchgearbeitet. Deshalb heißt es jetzt für mich: jeden Tag Badewanne!"
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