Nach ihrer Rolle als Kommissarin

Von Sonja Wirth aus "Hubert ohne Staller" zur Sterbeamme: Das macht TV-Star Annett Fleischer heute

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von C3 Newsroom

Schauspielerin Annett Fleischer spielte in 100 Episoden die Kommissarin Sonja Wirth in der ARD-Serie "Hubert und Staller".

Bild: IMAGO / Future Image


Als Kommissarin bei "Hubert & Staller" war sie ein TV-Gesicht. Heute geht Annett Fleischer einen völlig anderen, überraschenden Weg.

Annett Fleischer war Moderatorin bei "Bravo TV", spielte in zahlreichen Comedy-Formaten und wurde durch "Hubert & Staller" einem Millionenpublikum bekannt. Doch nach intensiven Jahren in der Öffentlichkeit veränderte sich ihr Fokus. Heute arbeitet sie unter anderem als Podcasterin – und als sogenannte Sterbeamme, die Menschen in ihren letzten Lebensphasen begleitet.


Zwischen Kamera und Comedy

Geboren 1979 in Ost-Berlin, startete Annett Fleischer ihre Laufbahn zunächst im Moderationsfach. Von 2003 bis 2004 führte sie durch "Bravo TV" –eine Sendung, die bereits Karrieren wie die von Heike Makatsch oder Enie van de Meiklokjes angestoßen hatte.

Fleischer wollte aber mehr als moderieren. Schon in jungen Jahren hatte sie Schauspielunterricht genommen, was ihr später in verschiedenen Comedy- und Sketchformaten zugutekam. Ob in "Tramitz & Friends", "Böse Mädchen" oder "Dennis und Jesko – Die Sketchköppe" – sie bewies ein ausgeprägtes Gespür für Timing und Humor. Gleichzeitig zeigte sie mit Auftritten in Serien wie "Alarm für Cobra 11", "Großstadtrevier" oder "In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte", dass sie auch ernstere Rollen tragen konnte.

Der große Durchbruch – und bewusste Schritte zurück

Ihren bislang größten Erfolg feierte sie 2011 mit der Rolle der Polizeikommissarin Sonja Wirth in "Hubert und Staller". Bis zur 100. Folge gehörte sie zum festen Ensemble der beliebten Vorabendserie in der ARD.

Annett Fleischer 2003

Bild: imago images/BRIGANI-ART


Rückblickend bezeichnet die Schauspielerin diese Zeit in einem ihrer YouTube-Videos als ihre "intensivsten und gehaltvollsten" Jahre. Dennoch entschied sie sich, beruflich neue Wege einzuschlagen. Die Präsenz im Fernsehen trat in den Hintergrund, das Interesse am Menschen blieb. Auf YouTube tritt sie unter dem Namen "Annett Fleischer" auf.

2020 startete sie den Podcast "Haus am See". Dort spricht sie mit prominenten wie nicht prominenten Gästen über persönliche Krisen, Verluste und Wendepunkte. Es geht um Verletzlichkeit, aber auch um Hoffnung und innere Stärke.


"Hubert ohne Staller" im ARD-Livestream auf Joyn ansehen


Neue Aufgaben zwischen Leben und Tod

Ein besonders ungewöhnlicher Schritt folgte wenig später: Fleischer arbeitet seit einigen Jahren als sogenannte Sterbeamme. Sie begleitet alleinstehende und einsame Menschen in ihren letzten Lebensphasen. Ihre Aufgabe beschreibt sie in dem YouTube-Video mit den Worten: "Wie eine Hebamme komme ich nach Hause und helfe bei der Geburt - nur andersrum."

Angst vor dem Tod habe sie nicht. Für Fleischer ist klar, dass wir "im Grunde ganz genau wissen, wofür das Sterben da ist. Das ist überhaupt nichts neues". Der Tod sei für sie "ein bisschen wie Kostümwechsel".

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Mit 46 Jahren steht Annett Fleischer weiterhin mitten im Leben. Zwar ist sie heute seltener auf dem Bildschirm zu sehen – ihre letzte Serienrolle hatte sie 2020 in "Bettys Diagnose" –, doch als Moderatorin und Gesprächspartnerin bleibt sie aktiv. Ihr Antrieb ist derselbe geblieben: "Menschen zusammenzubringen", wie sie es selbst formuliert.

Wer Annett Fleischer noch einmal als Sonja Wirth erleben möchte, kann "Hubert ohne Staller" von Montag bis Freitag, um 9:05 Uhr, im ARD-Livestream sehen.

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