"Sakrileg", "Illuminati", "Inferno"

Thriller mit Tom Hanks: Alle Dan-Brown-Verfilmungen in der richtigen Reihenfolge

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von Antje Wessels

Wir verraten dir, in welcher Reihenfolge du die Dan-Brown-Buchverfilmungen mit Tom Hanks anschauen solltest.

Bild: picture alliance / CHROMORANGE | Udo Herrmann; picture alliance / dpa | Ole Spata; picture alliance / AP Photo | clessard|File|Filed|10/25/2016 6\14\58 PM, Jonathan Prime


Zwischen religiösen Verschwörungen und atemloser Schnitzeljagd entfalten die Robert-Langdon-Thriller nach Dan Brown ihren ganz eigenen Reiz. Aber welcher kam zuerst? Das ist die richtige Reihenfolge der Filme und Bücher.

Die Verfilmungen der Dan-Brown-Romane rund um den Symbolforscher Robert Langdon waren in den Zweitausenderjahren ein echtes Kino-Phänomen. Vor allem "The Da Vinci Code - Sakrileg" lockte ein Millionenpublikum in die Kinos und machte die Mischung aus atemloser Spannung und Verschwörungen mit historischen Bezügen massentauglich. Fans schätzen diese Verbindung aus Rätseln und Suspense bis heute. Gleichzeitig prägte die Reihe einen eigenen Stil, der viele ähnliche Thriller nach sich zog.

Auch wenn die Begeisterung inzwischen nachgelassen hat - "Inferno" spielte seinerzeit nur noch rund ein Viertel von dem ein, was "The Da Vinci Code" einnahm - , bleibt ihr Einfluss auf das Genre spürbar.

Der "Da Vinci Code" (2006) war der erste Film der Triologie rund um Robert Langdon ((Tom Hanks) und Sophie Neveu (Audrey Tautou).

Bild: ZUMA Press Wire


Das Prinzip hinter dem Erfolg der Langdon-Filme

Die Verfilmungen der Dan-Brown-Romane rund um Robert Langdon gehören zu den wenigen Blockbuster-Reihen, die ihre Spannung weniger aus spektakulärer Action als aus Rätseln, Symbolik und historischen Verweisen beziehen. Im Zentrum steht dabei ein klar umrissenes Prinzip: Langdon gerät in eine Verschwörung, die tief in kulturellen, religiösen oder wissenschaftlichen Strukturen verwurzelt ist, und muss unter Zeitdruck Hinweise entschlüsseln. Gerade diese Verbindung aus akademischem Wissen und Thriller-Mechanik verleiht den Filmen ihren besonderen Reiz.

Tom Hanks verkörpert Langdon dabei bewusst zurückhaltend. Er ist kein klassischer Actionheld, sondern ein Beobachter und Denker, der sich mit Intellekt statt mit Waffengewalt behauptet. Die Inszenierung folgt häufig einer klaren Struktur: Rätsel führt zu Rätsel, Ortswechsel zu Ortswechsel, und jede neue Erkenntnis eröffnet zugleich die nächste Frage. Das erzeugt ein Tempo, das weniger aus physischer als aus gedanklicher Bewegung entsteht.

Gleichzeitig greifen die Filme immer wieder auf bekannte Symbole, Institutionen und Mythen zurück, was ihnen eine gewisse Vertrautheit verleiht. Selbst dann, wenn die konkreten Verschwörungen fiktiv und viele inhaltliche Details an den Haaren herbeigezogen sind.

Die Dan-Brown-Verfilmungen in der richtigen Reihenfolge

Zur Filmreihe gehören bislang drei Kinofilme, die lose aufeinander aufbauen, aber auch unabhängig voneinander funktionieren. Inhaltlich orientieren sie sich an den Romanen, weichen in Details jedoch teils deutlich ab.

In ihrer Veröffentlichungs-Reihenfolge ergibt sich folgende Abfolge:

1. "The Da Vinci Code – Sakrileg" (2006)

2. "Illuminati" (2009)

3. "Inferno" (2016)

Interessant dabei: Die Romanvorlage zu "Illuminati" spielt zeitlich vor "Sakrileg", wurde aber erst danach verfilmt. Für die Filme ist diese Verschiebung jedoch kaum relevant, da die Handlung jeweils für sich funktioniert. Allen drei Teilen gemeinsam ist die Struktur als eine Art Schnitzeljagd durch reale Schauplätze – von Paris über Rom bis nach Florenz –, bei der historische Orte zum Bestandteil des Rätsels werden. Man könnte auch sagen: Die Robert-Langdon-Thriller sind wie "Die drei ???" für Erwachsene.

Ich schreibe die Bücher, die ich selbst lesen möchte.

Dan Brown in einem Interview mit Entertainment Weekly

Die Handlung der Filme im Überblick

In "The Da Vinci Code – Sakrileg" wird Robert Langdon ins Louvre nach Paris gerufen, wo ein Museumsdirektor unter mysteriösen Umständen ermordet wurde. Gemeinsam mit der Kryptologin Sophie Neveu folgt er einer Reihe von Hinweisen, die der Tote selbst hinterlassen hat. Die Spur führt sie zu einem jahrhundertealten Geheimnis, das eng mit der Geschichte des Christentums verknüpft ist. Dabei geraten sie ins Visier einer Organisation, die alles daransetzt, dieses Wissen verborgen zu halten.

"Illuminati" beginnt mit einem Anschlag auf das CERN, bei dem ein Behälter mit Antimaterie gestohlen wird. Kurz darauf droht eine alte Geheimgesellschaft, den Vatikan zu zerstören. Langdon wird in den Fall miteinbezogen, um die Hinweise der sogenannten Illuminati zu entschlüsseln und die Bombe rechtzeitig zu finden. Seine Suche führt ihn schließlich nach Rom.

In "Inferno" erwacht Langdon ohne Erinnerung in einem Krankenhaus in Florenz. Zusammen mit der Ärztin Sienna Brooks versucht er herauszufinden, was passiert ist und warum er verfolgt wird. Schnell wird klar, dass ein Wissenschaftler einen Plan entwickelt hat, um die Überbevölkerung der Erde drastisch zu reduzieren. Langdon folgt einer Spur aus Hinweisen, die sich an "Dantes Inferno" orientieren.

Weitere Robert-Langdon-Romane und die Chancen auf neue Filme

Neben den verfilmten Büchern hat Dan Brown Robert Langdon in weiteren Romanen auftreten lassen. Darunter "Das verlorene Symbol" (2009), "Origin" (2017) und "The Secret of Secrets" (2025). Unter ihnen galt "Das verlorene Symbol" lange als wahrscheinlichste Vorlage für einen weiteren Film, wurde 2021 jedoch stattdessen als Serie („Dan Brown’s The Lost Symbol“) umgesetzt, die nach einer Staffel endete. "Origin" würde sich thematisch anbieten, da der Roman unter anderem auf die Gefahren moderner Technologien, unter anderem KI, hinweist und das bekannte Konzept weiterentwickelt. Doch ob es noch eine weitere Verfilmung geben wird, ist offen. Zwar bietet die Reihe weiterhin Potenzial, doch spätestens seit "Inferno" hat sie an Zugkraft verloren. Eine Fortsetzung ist also möglich, sicher ist sie aber nicht.

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