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Ein Satz veränderte alles

"Flucht aus Lissabon"-Star Christoph Franken: Das ist über sein Privatleben bekannt

Veröffentlicht:

von teleschau

Christoph Franken spielt im Thriller "Flucht aus Lissabon" den abgezockten Chef einer PR-Agentur: Dr. Christian Aristides gerät mit seinen Machenschaften immer mehr unter Druck.

Bild: ZDF/ARMANDA CLARO


Er tauchte am Theater in die Schauspielwelt ein, spielte verschiedenste Charaktere. Auch im Fernsehen kann Christoph Franken alle möglichen Typen verkörpern. Und macht das mit totaler Leidenschaft. So wurde der Charakterkopf aus Köln zu einem der vielseitigsten Schauspieler im deutschen TV.

"Flucht aus Lissabon" läuft am Donnerstag

Eine ungewöhnliche Rolle für den "Bergdoktor" Hans Sigl: Im Thriller "Flucht aus Lissabon" spielt er den Fluchthelfer und Menschenrechtsaktivisten Thomas Fährmann. Dieser soll für das BKA die portugiesische Informatikerin und Kronzeugin Sophia Moreno (Hana Sofia Lopes) ausfindig machen und sie in ein Safe House bringen.

Sophia soll gegen die PR-Agentur Targetics Communications von Dr. Christian Aristides (Christoph Franken) aussagen. Doch die hat ihren siebenjährigen Sohn Noa in ihre Gewalt gebracht. Der skrupellose Firmenboss will die Präsidentschaftswahlen im fiktiven afrikanischen Staat Kitwana manipulieren und braucht dafür die Software-Expertise der IT-Spezialistin. Doch bald muss auch Aristides um sein Leben fürchten.


Christoph Franken lernte das Schauspiel auf den Bühnen Deutschlands

Die Verwandlung vom lässig-eiskalten CEO zur heillos überforderten Zielscheibe mörderischer Agenten gelingt Christoph Franken meisterhaft. Kein Wunder, hat er als Theatermime doch schon in einer Vielzahl von Produktionen mitgewirkt.

Besonders seine ersten Bühnenjahre haben den am 3. März 1978 in Köln geborenen Darsteller sehr geprägt. Christoph Franken war schon zu Schulzeiten in Esslingen - dorthin zog seine Familie, als er elf war - begeistert in einer Theater-AG engagiert. "Da merkte ich, dass ich Talent habe und Lob bekomme, das ich in Mathe eher nicht kriege", sagte er vor zwei Jahren im Podcast "familyflow". Nach der Schule studierte er von 2001 bis 2005 an der Otto-Falckenberg-Schule in München und hatte bereits vor und während seiner Ausbildung seine ersten Rollen.

Nach seinem Studium war er von 2005 bis 2009 festes Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover. Dort hatte er das Vergnügen, unter dem legendären Regisseur Jürgen Gosch (verstarb 2009) zu arbeiten. In einem Interview mit "Die Kulturflüsterin" erinnerte er sich 2020 an eine ganz besondere Probe: "Ich habe geschwitzt, gespuckt, auf den Boden gestampft und mit mir selbst gekämpft, weil ich nicht wusste, wie es weitergehen sollte. 'Herr Gosch, jetzt helfen Sie mir doch mal, ich schwimme gerade total!'", habe er geklagt. Dessen Antwort: "Ja, toll, bitte schwimmen Sie weiter. Es ist eine Freude, Ihnen beim Schwimmen zuzusehen."

Das sei "ein entscheidender Moment in meiner noch jungen Schauspielkarriere" gewesen, so Franken. Er habe verstanden, dass "über das Mensch-Sein auf der Bühne, das Sich-Ausprobieren und den Willen, Widerstände überwinden, ein authentischer Moment entsteht". Seitdem will sich der Darsteller "in jeder Probe und in jeder Aufführung immer von Neuem herausfordern".


Schon viermal wirkte Franken im "Tatort" mit

Seit 2001 ist Christoph Franken auch immer wieder in feinen bis schrägen Rollen auf den Bildschirmen zu sehen. 2005 wirkte er in der Münchner Episode "Tod auf der Walz" erstmals im "Tatort" mit. Drei weitere Einsätze folgten. Zuletzt im Januar 2025 in der Stuttgarter Folge "Verblendung": Darin spielt Franken den rechtsextremen Geiselnehmer Steffen Nippert.

Doch die große Stärke des Darstellers ist seine Vielseitigkeit. Ob als zupackender Bauer im ARD-Sechsteiler "Schwarzes Gold" (2025), als NS-Filmregisseur Veit Harlan im Kinofilm "Führer und Verführer" (2024), als psychopathischer Sexualstraftäter Hanno Benke in "Stralsund: Der lange Schatten" (2023) oder in der Komödie "Miss Sixty" (2014) an der Seite von Iris Berben.

Seit mehreren Jahren lebt Christoph Franken mit Frau und Sohn in München

Nachdem er etwa zehn Jahre lang in Berlin gelebt hatte, zog es Christoph Franken Ende der 2010er-Jahre wieder zurück in seinen einstigen Studienort München. "Ich fand und finde München sehr schön. Trotzdem fehlt mir Berlin immer mal wieder - ich verbinde viele persönliche Erinnerungen wie das Kennenlernen meiner Frau oder die Geburt meines Sohnes mit dieser Stadt", verriet er im Gespräch mit "Die Kulturfürstin".

Die gelernte Floristin und Theaterpädagogin Maria lernte der Schauspieler in Berlin am Theater kennen. Vor etwa zehn Jahren kam der gemeinsame Sohn Flynn zur Welt.


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Besondere Freundschaft mit einem bekannten Kollegen

Eine besondere Freundschaft pflegt Franken mit einem seiner Kollegen: Peter Lohmeyer ("Das Wunder von Bern"). Die Männer lernten sich kennen, als sie 2015 im Stück "Jedermann" gemeinsam auf der Bühne der Salzburger Festspiele standen. "Sofort war klar: Mit dem kann man ein Bier trinken gehen", erinnerte Lohmeyer sich in der "Bild am Sonntag".

Verbunden durch  ihre Liebe zum Fußball - Franken ist Fan des 1. FC Köln, Lohmeyer ist Schalke-Anhänger - redeten die beiden bald über alles Mögliche. Im Doppel-Interview verriet Franken auch, dass er aus der Kirche ausgetreten sei, obwohl sein Vater Diakon ist. "Unter anderem, weil das Diakonamt wie auch das Priesteramt von der katholischen Kirche nicht für Frauen geöffnet wird", lautete seine Begründung.

"Flucht aus Lissabon" wird am Donnerstag, 2. Juli, um 22:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Zum selben Zeitpunkt ist der Thriller aus dem Jahr 2025 im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.


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