Das Privatleben der Schauspielerin

Neuzugang in "Die Toten von Salzburg": Patricia Aulitzky im Porträt

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von teleschau

Seit 2006 im Kino- und TV-Geschäft: die Österreicherin Patricia Aulitzky.

Bild: 2025 Getty Images/Joshua Sammer


Tirol, Kanada, Südamerika: Während andere in ihrem Alter mit dem Erwachsenwerden beschäftigt waren, reiste die Österreicherin als Kind und später als Jugendliche rund um die Welt. Zuletzt drehte Patricia Aulitzky in ihrer Geburtsstadt Salzburg einen ZDF-Krimi. Die Ex-"Lena Lorenz"-Darstellerin im Porträt.


Sie war schon als Falcos Frau zu sehen, als fürsorgliche Hebamme "Lena Lorenz" und als Hotelerbin und Schwester eines blinden Polizisten in "Blind ermittelt". Und auch schon als Teil der irrwitzigen Familienkomödie "Ihr seid natürlich eingeladen" aus der "Familie Bundschuh"-Reihe. Patricia Aulitzky ist immer wieder offen für Neues. "Das liebe ich an meinem Beruf: Dass man sich immer wieder neu erfinden kann", erzählt sie in einem Interview mit "Die Salzburgerin".

2025 kehrte die österreichische Schauspielerin, die in Berlin und Wien lebt, für Dreharbeiten in ihre Geburtsstadt zurück: In "Die Toten von Salzburg: Die letzte Reise" spielt sie die taffe und unkonventionelle Ermittlerin Ludovika "Lu" Frei. Der Krimi wird am 28. Januar im ZDF ausgestrahlt. "Ich freue mich sehr, in einer so beliebten und erfolgreichen Krimireihe eine der Hauptrollen zu spielen - besonders, weil diese Produktion neben Spannung auch humorvolle Akzente setzt", verriet sie dem ORF. In Salzburg drehe sie immer wieder gerne, fügt die 46-Jährige hinzu.

Patricia Aulitzky: Mit 16 lebte sie ohne Strom und fließendes Wasser

Dabei hat die erfolgreiche Darstellerin nur etwa die ersten zehn Jahre ihres Lebens in der Mozartstadt verbracht. Schon im Kindesalter variierte ihr Lebensmittelpunkt. So war Patricia Aulitzky häufig bei Verwandten in Tirol. Oder auch bei ihrem Großvater in Wien. Der ging mit ihr oft zum Wiener Wurstlprater zum Ponyreiten.

Ihre Liebe zu den Vierbeinern war geboren. Und diese verschlug sie schon als Jugendliche nach Nordamerika. "Ich war schon mit 16 Pferdehüterin in Kanada und habe monatelang ohne Strom und fließendes Wasser mit Pferden in der Natur gearbeitet", erzählte sie im Mai 2025 in einem Interview mit "Die Burgenländerin". Später verbrachte Aulitzky einige Zeit in Südamerika.

"Ich bezeichne mich als moderne Nomadin, auch meine Familie ist international verstreut: in Australien, Venezuela und Afrika. Andere haben sich irgendwann ein Auto gekauft, ich bin immer lieber verreist." Ihre Mutter ist im Kongo aufgewachsen, die Mobilität wurde ihr also in die Wiege gelegt. Auch die Naturverbundenheit. Ihre liebste Art des Reisens: mit ihrem Mann, ihrem siebenjährigen Sohn Maximilian und "unserem alten VW-Syncro-Pritschenwagen, da haben wir ein Dachzelt drauf".

Über London verschlug es sie nach Wien

Auch Patricia Aulitzkys beruflicher Werdegang ist von Ortswechseln geprägt. Nach ihrer Zeit in Venezuela lebte sie vorübergehend in London, wo sie ihre Leidenschaft für Schauspiel und Gesang entwickelte. Anschließend studierte sie vier Jahre an den Performing Arts Studios in Wien - mit Abschluss im Jahr 2003. Es folgten Theater-Engagements in Salzburg, Wien, München und Frankfurt. Noch heute ist sie regelmäßig auf den Bühnen großer Schauspielhäuser zu sehen.

Ab 2006 erschloss sich für die sportbegeisterte Darstellerin - neben Reiten begeistert sie sich für Snowboarden, Skifahren, Tauchen, Klettern und Tennis - die TV- und Kinowelt. Zunächst durch eine Rolle im Ensemble-Film "Shoppen". Zwei Jahre später folgte ein Part, der sie schlagartig bekannt machte: Patricia spielte im Kinofilm "Falco - Verdammt, wir leben noch!" die Frau des begnadeten Sängers.

Schnell wurde sie zur Allrounderin für Serien und Filme aller Art. Mit Auftritten in diversen "SOKO"-Formaten, "Hubert und Staller", "Der Bergdoktor" und vielen anderen Produktionen. Und ab 2015 verkörperte sie die Titelrolle in der Heimatfilm-Reihe "Lena Lorenz". Als empathische Hebamme war die gebürtige Salzburgerin 14-mal zu sehen, ehe sie von sich aus die Produktion verließ. Die Rolle war für sie auserzählt. "Alles, was zur Routine wird, behagt mir nicht so", gesteht sie.

Wann kommt ihr Musikprojekt?

Wenn es die vielen Dreharbeiten zulassen, arbeitet Aulitzky, die früher in München eine Band hatte, an ihren Musikprojekten. Sie sitzt an einem Album mit elektronischer Musik, mit deutschen und englischen Texten. "Ich bräuchte drei Leben für all das, was ich machen möchte. Aber ich habe gelernt: Der Weg ist auch das Ziel", so die umtriebige Künstlerin.

Dass sie bei diesem Wandern zwischen den künstlerischen Welten auch einmal scheitern könnte, "erschreckt mich nicht", betonte sie in der Zeitung "Kurier". Ganz im Gegenteil: "Ich finde es schön am Älterwerden, dass man sich weniger pfeift und mehr traut." Sie habe viele kreative Talente, "und die möchte ich ausleben". Ihr großer Traum: "Ich würde wahnsinnig gerne einmal einen historischen Film drehen, einen Kostümfilm, weil ich es toll finde, wenn man in eine ganz andere Zeit, in ein ganz anderes Leben eintaucht."

Und wenn es mal zu stressig wird, verzieht sich Patricia Aulitzky in die Natur. "Um meine Batterien aufzuladen, bin ich wahnsinnig gerne sowohl im Wald als auch am Meer. Ich bin dann gerne auch einmal ganz allein. So schöpfe ich Energie."

"Die Toten von Salzburg: Die letzte Reise" läuft am Mittwoch, dem 28. Januar, um 20:15 Uhr im ZDF. Parallel ist der Krimi im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.

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