Ein Schloss am Wörthersee
Folge 6: Doppeltes Spiel
Lennies (Roy Black) Sorgen werden nicht weniger. Der Umbau des Hotels entpuppt sich als Fass ohne Boden, und das Geld reicht hinten und vorne nicht. Ein erneutes Mal muss er die Bankdirektoren von der Zukunft und Sinnhaftigkeit überzeugen. Auch Krista (Julia Kent) befindet sich in finanziellen Turbulenzen: Ihr Neffe Sascha (Serge Falk) will nämlich 20 Millionen Schilling von ihr als Abfindung für sein Erbe kassieren, aber eine solche Summe ist sogar für die reiche, attraktive Springer-Witwe kein Pappenstiel. So gerät sie in Zugzwang und muss ihre Villa verkaufen. Oberinspektor Grasshofer (Kurt Weinzierl) denkt ebenfalls an Veränderungen. Er möchte als Bürgermeister kandidieren. Um die notwendigen 200 Stimmen für eine Kandidatur zusammenzubekommen, stellt er Verkehrssünder vor eine besonders schmackhafte Alternative: Entweder sie bezahlen die überhöhten Strafen oder sie unterschreiben für Grasshofer. Sein erstes Opfer ist gleich der zurzeit amtierende Bürgermeister (Max Griesser), der aber letztendlich auch lieber unterschreibt als 20.000 Schilling samt Führerschein zu verlieren. Sein nächstes Opfer wird die attraktive Ulla (Christine Schuberth), die sich sogar bereit erklärt Wahlhelferin zu werden. Nun beginnen die Turbulenzen rund um den Wahlkampf, nur Grasshofers frustrierte Ehefrau sieht Ulla gar nicht gern an seiner Seite. Die Sommerferien sind aus und auch Lennies Sohn Max (Alexander Bouymin) kehrt wieder zu seiner Mutter nach Deutschland zurück. Als Lennie seinen Bub zum Flughafen bringt, trifft er seine ehemalige Direktrice Anja Weber (Andrea Heuer) wieder, die nach einem 3-monatigen Aufenthalt in der Karibik an den Wörthersee zurückkehrt. Zufällig läuft ihnen der freche Sascha Springer über den Weg und Anja erkennt in Sascha einen Betrüger wieder. Nun läuten bei Lennie die Alarmglocken. Gemeinsam mit Anja beginnt er in der Vergangenheit zu kramen und sie bringen in Erfahrung, dass der richtige Sascha Springer bereits vor zehn Jahren am Großglockner verunglückt ist. Schnurstracks fahren sie zu Christa, um von der spektakulären Neuigkeit zu berichten - Aber leider zu spät, denn der falsche Sascha hat die Millionen bereits kassiert. Krista, total darüber empört erst jetzt informiert zu werden, schaltet die Polizei ein und auch Thomas Kramer (Henry van Lyck) spielt „Retter in der Not“ und erklärt sich bereit, Sascha zu suchen um ihm das Geld wieder abzunehmen. Was zu diesem Zeitpunkt aber noch niemand weiß, ist, dass die ganze Idee, das Testament zu fälschen und den falschen Sascha Springer an die Bildfläche zu bringen, von Kramer stammt Sascha ergeht es auf seiner Flucht gar nicht gut. Er wird nämlich, samt dem Geld, von drei finsteren Typen entführt. Als Kramer an dem zuvor ausgemachten Treffpunkt ankommt, zahlt er die Ganoven aus, schießt dem am Boden gefesselt und geknebelt liegenden Sascha noch ein paar zynische Bemerkungen zu und macht sich mit den Millionen aus dem Staub.
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