ZDF gibt nächste Ausgaben bekannt
"Aktenzeichen XY… Ungelöst" 2026: Wann die neuen Fälle im TV laufen
Aktualisiert:
von Peter Falan PichaRudi Cerne stellt ungeklärte Verbrechen vor, bei deren Aufklärung die Kriminalpolizei auf Hinweise aus der Bevölkerung hofft.
Bild: ZDF/Nadine Rupp
Unaufgeklärte Kriminalfälle, im Fernsehen präsentiert und nachgestellt: Am 20. Oktober 1967 lief im ZDF die erste Folge der erfolgreichen Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst". Die Idee stammt von Eduard Zimmermann, seit 2002 bittet Rudi Cerne die Zuschauenden monatlich um Unterstützung. Das passiert in der Februar- und März-Ausgabe.
Am Mittwoch, 25. Februar 2026, um 20:15 Uhr geht es im ZDF wieder um schwere Verbrechen, die bisher nicht aufgeklärt sind. In Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei präsentiert Moderator Rudi Cerne Fälle, bei denen die Polizei alle anderen Ermittlungsmöglichkeiten ausgeschöpft hat. Die Taten werden in realitätsnahen Filmen nachgestellt. Anschließend wird das TV-Publikum um sachdienliche Hinweise gebeten, die es per Telefon oder Internet geben kann.
"Aktenzeichen XY ... Ungelöst"
Noch mehr spannende True-Crime-Fälle
Nervenkitzel-Garantie! Diese Fälle erwarten dich am 25. Februar
Das ZDF kündigt für die Ausgabe vier Fall-Rekonstruktionen an, zwei davon mit Bezug zu Überfällen.
"Auf Heimweg ermordet": Nach der Arbeit macht sich eine junge Auszubildende auf den Heimweg zu ihren Eltern. Unterwegs verschwindet sie spurlos. Einen Tag später findet ein Mann ihre Leiche. Die Ermittlungen laufen.
"Raub durch falsche Polizei": Eingeschlafen vor dem Fernseher, unsanft geweckt von lautem Krach. Zwei Polizisten stehen plötzlich in der Wohnung - zumindest glaubt das der Mann zunächst. Doch schnell wird klar: Die Uniformen täuschen, es sind Räuber auf Beutezug.
"Mordversuch auf offener Straße": Obwohl sie selbst kaum etwas besitzt, ist die obdachlose Frau für ihre Großzügigkeit bekannt. Umso unfassbarer ist der Angriff, der sie trifft: Ein Unbekannter versucht, sie mit Feuer zu töten.
"Party neben Überfall": Während ein junger Mann seinen Einzug mit Freund:innen feiert, herrscht nebenan blanke Panik. Die Nachbar:innen stehen Todesängste aus - unbemerkt vom Partylärm.
Nacht der Gewalt! Fünf neue Fälle am 18. März
Für die Folge im März kündigt das ZDF gleich fünf Fälle an.
"Sexualmord in Lokal": Auch Jahrzehnte nachdem eine Mitarbeitende im Thekenbereich nachts in einer Kneipe vergewaltigt und ermordet wurde, ist der Mörder nicht gefunden. Doch es gibt vielversprechende Anhaltspunkte.
"Im Bett überrascht": Ein Mann liegt morgens noch im Bett, als er plötzlich Geräusche in der Wohnung hört. Dann tauchen zwei maskierte Männer in der Tür auf.
"Mordversuch auf offener Straße": Eine obdachlose Frau ist für ihre Wohltätigkeit bekannt, denn alles, was sie entbehren kann, gibt sie den Bedürftigen ihres Viertels. Trotzdem versucht ein Unbekannter, sie zu töten.
"Dreister Überfall": Spätabends dringen zwei falsche Polizisten gewaltsam in das Haus eines Mannes ein und überfallen ihn dort.
"Elfjähriger auf der Flucht": Ein elf Jahre alter Junge sieht sich einem Einbrecher gegenüber, während er allein zu Hause ist.
"Aktenzeichen XY ... Ungelöst" behandelt nur Kapitaldelikte
Infrage kommen für die Sendung lediglich Verbrechen, deren Aufklärung bei der Polizei höchste Priorität hat. Dazu zählen Mord, Sexualdelikte, Raub oder schwere Betrugsfälle. So ist ungefähr jedes dritte von bisher mehr als 5.000 behandelten Verbrechen in der Sendung ein Mord. Dass es in den gezeigten Filmen um echte Todesfälle geht, sorgte bei den Menschen am Fernseher von Anfang an für einen Mix aus Unbehagen, Angst und dem Wunsch, dass den Täter:innen das Handwerk gelegt wird. Genau das macht die Faszination für "Aktenzeichen XY" aus: Im Gegensatz zu TV-Krimis wie "Tatort" oder "SOKO" geht es um wirkliche Opfer.
Das Konzept der Sendung wurde von Eduard Zimmermann entwickelt, der sie bis Oktober 1997 insgesamt 300 Mal moderierte. Ende der 60er-Jahre stiegen das österreichische und das Schweizer Fernsehen in die Produktion ein. Die Live-Schaltungen in die Studios in Wien (Peter Nidetzky) und Zürich (Konrad Toenz) wurden bald zum Markenzeichen von "Aktenzeichen XY ... Ungelöst". Zimmermann erhielt später das Bundesverdienstkreuz. Zu Recht: Die Aufklärungsquote der gezeigten Verbrechen im TV beträgt etwa 40 Prozent.
Neue Konzepte, neue Formate: "Aktenzeichen XY" expandiert
Seit 2002 führt der ehemalige Eiskunstlauf-Vizeeuropameister Rudi Cerne durch die Sendung. Das Konzept ist selbst nach fast sechs Jahrzehnten noch ein Erfolg. Auch auf anderen Kanälen. So läuft alle 14 Tage (mittwochs, 22 Uhr) der Podcast "Aktenzeichen XY ... Unvergessene Verbrechen". Cerne präsentiert zusammen mit der Journalistin Conny Neumeyer besonders brisante Kriminalfälle aus dem "Aktenzeichen"-Archiv. Dazu behandelt in loser Reihenfolge die Spezialausgabe "Aktenzeichen XY ... Gelöst" Fälle, bei denen die Ermittlungen erfolgreich waren.
Das erste über "Aktenzeichen XY... Ungelöst" aufgeklärte Verbrechen klingt übrigens alles andere als spektakulär: Der am 20. Oktober 1967 ausgestrahlte Fall über einen Melkmaschinen-Betrüger wurde bereits nach wenigen Minuten dank eines Zuschauerhinweises gelöst.
Ein weiteres True-Crime-Highlight: "Der Hillside-Strangler: Serienmörder in Hollywood"
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