ZDF gibt nächste Ausgaben bekannt

"Aktenzeichen XY... Ungelöst": Neue Sendetermine und Fälle für 2026

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von Peter Falan Picha

Rudi Cerne präsentiert die Fälle bei "Aktenzeichen XY ... Ungelöst".

Bild: ZDF/Nadine Rupp


Unaufgeklärte Kriminalfälle, im Fernsehen präsentiert und nachgestellt: Am 20. Oktober 1967 lief im ZDF die erste Folge der erfolgreichen Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst". Die Idee stammt von Eduard Zimmermann, seit 2002 bittet Rudi Cerne die Zuschauenden monatlich um Unterstützung. Das passiert in der Januar- und Februar-Ausgabe.

Am Mittwoch, 21. Januar 2026, um 20:15 Uhr geht es im ZDF wieder um schwere Verbrechen, die bisher nicht aufgeklärt sind. In Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei präsentiert Moderator Rudi Cerne Fälle, bei denen die Polizei alle anderen Ermittlungsmöglichkeiten ausgeschöpft hat. Die Taten werden in realitätsnahen Filmen nachgestellt. Anschließend wird das TV-Publikum um sachdienliche Hinweise gebeten, die es per Telefon oder Internet geben kann.

ZDF bestätigt: Das sind die neuen Sendetermine für "Aktenzeichen XY ... Ungelöst"

Am Mittwochabend zur Primetime warten neue Fälle: Die nächste Ausgabe im Free-TV läuft am 21. Januar 2026 um 20:15 Uhr im ZDF. Für den Februar ist der 25. angesetzt, ebenfalls um 20:15 Uhr im ZDF.


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Diese Fälle werden am 21. Januar behandelt

Laut ZDF sollen vier Straftaten im Fokus stehen - darunter zwei, in denen es um Mord geht:

  • "Mord wirft Fragen auf": Eine Seniorin fällt in ihrem Zuhause einer gewaltsamen Attacke zum Opfer und stirbt an den Folgen. Laut Polizei hatte sie unmittelbar vor der Tat Kontakt zu einem Fremden. Jetzt stellt sich die Frage: Steckt dieser Mann möglicherweise hinter dem Verbrechen?

  • "13-Jährige grausam ermordet": Ein als vermisst gemeldetes junges Mädchen wird wenig später tot aufgefunden. Die Kripo ermittelt unter Hochdruck - denn ein Verdacht, den die Beamt:innen prüfen, sorgt für besondere Brisanz.

  • "Überfall zu Hause": Ein Ehepaar wird in seinem Zuhause Opfer eines Raubüberfalls. Die Täter handeln am Tage und fesseln ihre Opfer, ehe sie später selbst die Polizei rufen. Die Ermittler:innen gehen der Frage nach, was hinter diesem ungewöhnlichen Ablauf steckt.

  • "Banküberfall in 90 Sekunden": Kurz vor Feierabend betritt ein unbekannter Mann eine gut besuchte Bankfiliale. Ohne Vorwarnung zieht er ein Messer und bedroht eine Mitarbeiterin. Dass zahlreiche Kund:innen alles beobachten, scheint ihn nicht im Geringsten zu stören.


Noch mehr spannende True-Crime-Fälle


Nervenkitzel-Garantie! Diese Fälle erwarten dich am 25. Februar

Das ZDF kündigt für die Ausgabe vier Fall-Rekonstruktionen an, zwei davon mit Bezug zu Überfällen.

  • "Auf Heimweg ermordet": Nach der Arbeit macht sich eine junge Auszubildende auf den Heimweg zu ihren Eltern. Unterwegs verschwindet sie spurlos. Einen Tag später findet ein Mann ihre Leiche. Die Ermittlungen laufen.

  • "Raub durch falsche Polizei": Eingeschlafen vor dem Fernseher, unsanft geweckt von lautem Krach. Zwei Polizisten stehen plötzlich in der Wohnung - zumindest glaubt das der Mann zunächst. Doch schnell wird klar: Die Uniformen täuschen, es sind Räuber auf Beutezug.

  • "Mordversuch auf offener Straße": Obwohl sie selbst kaum etwas besitzt, ist die obdachlose Frau für ihre Großzügigkeit bekannt. Umso unfassbarer ist der Angriff, der sie trifft: Ein Unbekannter versucht, sie mit Feuer zu töten.

  • "Party neben Überfall": Während ein junger Mann seinen Einzug mit Freund:innen feiert, herrscht nebenan blanke Panik. Die Nachbar:innen stehen Todesängste aus - unbemerkt vom Partylärm.

"Aktenzeichen XY ... Ungelöst" behandelt nur Kapitaldelikte

Infrage kommen für die Sendung lediglich Verbrechen, deren Aufklärung bei der Polizei höchste Priorität hat. Dazu zählen Mord, Sexualdelikte, Raub oder schwere Betrugsfälle. So ist ungefähr jedes dritte von bisher mehr als 5.000 behandelten Verbrechen in der Sendung ein Mord. Dass es in den gezeigten Filmen um echte Todesfälle geht, sorgte bei den Menschen am Fernseher von Anfang an für einen Mix aus Unbehagen, Angst und dem Wunsch, dass den Täter:innen das Handwerk gelegt wird. Genau das macht die Faszination für "Aktenzeichen XY" aus: Im Gegensatz zu TV-Krimis wie "Tatort" oder "SOKO" geht es um wirkliche Opfer.

Das Konzept der Sendung wurde von Eduard Zimmermann entwickelt, der sie bis Oktober 1997 insgesamt 300 Mal moderierte. Ende der 60er-Jahre stiegen das österreichische und das Schweizer Fernsehen in die Produktion ein. Die Live-Schaltungen in die Studios in Wien (Peter Nidetzky) und Zürich (Konrad Toenz) wurden bald zum Markenzeichen von "Aktenzeichen XY ... Ungelöst". Zimmermann erhielt später das Bundesverdienstkreuz. Zu Recht: Die Aufklärungsquote der gezeigten Verbrechen im TV beträgt etwa 40 Prozent.


Neue Konzepte, neue Formate: "Aktenzeichen XY" expandiert

Seit 2002 führt der ehemalige Eiskunstlauf-Vizeeuropameister Rudi Cerne durch die Sendung. Das Konzept ist selbst nach fast sechs Jahrzehnten noch ein Erfolg. Auch auf anderen Kanälen. So läuft alle 14 Tage (mittwochs, 22 Uhr) der Podcast "Aktenzeichen XY ... Unvergessene Verbrechen". Cerne präsentiert zusammen mit der Journalistin Conny Neumeyer besonders brisante Kriminalfälle aus dem "Aktenzeichen"-Archiv. Dazu behandelt in loser Reihenfolge die Spezialausgabe "Aktenzeichen XY ... Gelöst" Fälle, bei denen die Ermittlungen erfolgreich waren.

Das erste über "Aktenzeichen XY... Ungelöst" aufgeklärte Verbrechen klingt übrigens alles andere als spektakulär: Der am 20. Oktober 1967 ausgestrahlte Fall über einen Melkmaschinen-Betrüger wurde bereits nach wenigen Minuten dank eines Zuschauerhinweises gelöst.


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