"Sender wurde gierig"
Simone Thomalla: Wie "Frühling" vom "kleinen Ausflug" zum Dauerbrenner wurde
Aktualisiert:
von Julia W.Seit 15 Jahren spielt Simone Thomalla Dorfhelferin Katja Baumann.
Bild: ZDF und Hendrik Heiden
Seit 15 Jahren spielt Simone Thomalla die Dorfhelferin Katja Baumann in "Frühling". Kurz vor dem Start neuer Folgen spricht die Schauspielerin über den unerwarteten Erfolg der ZDF-Reihe, veränderte Prioritäten – und einen Sender, der mehr wollte.

Einhundert Meter
Wenn das ZDF am 18. Januar neue Folgen von "Frühling" zeigt, kehrt nicht nur eine der erfolgreichsten Herzkino-Reihen zurück. Für Simone Thomalla markiert der Staffelstart auch ein kleines Jubiläum: Seit 15 Jahren verkörpert sie nun die Dorfhelferin Katja Baumann – eine Rolle, die ursprünglich gar nicht als Dauerprojekt gedacht war.
Thomalla: "Dann wurde der Sender gierig"
Kurz vor der Ausstrahlung der neuen Episoden blickte Thomalla in der "NDR Talk Show" auf die Anfänge der Serie zurück. Damals sei "Frühling" für sie kaum mehr als ein Experiment gewesen. "Das war eigentlich nur ein kleiner Ausflug", erzählt sie laut "Focus". Zu jener Zeit stand sie noch regelmäßig für den "Tatort" vor der Kamera. Der Gedanke: "mal was anderes" ausprobieren - eine andere Figur, ein anderes Tempo.
Doch aus dem Ausflug wurde ein Langstreckenprojekt. Mit wachsendem Publikumserfolg stieg auch die Zahl der produzierten Filme pro Jahr. "Und dann wurde der Sender gierig", sagt Thomalla lachend über die Entwicklung. Inzwischen umfasst die neue Staffel sechs Folgen. "Und zack, sind 15 Jahre vorbei." Dass sie Katja Baumann so lange spielt, überrasche sie selbst.
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Die Dauer hat Spuren hinterlassen – nicht nur beruflich. "Ich glaube, wenn man so lange eine Rolle spielt, dass das auch was mit einem macht", sagt Thomalla. Sie habe Veränderungen an sich bemerkt, sei im Alltag freundlicher geworden, ein wenig näher an der grundguten Art ihrer Serienfigur. "Man verinnerlicht das", beschreibt sie den Prozess, "ich weiß nicht, wer zuerst da war, Katja Baumann oder Simone. Das wird dann irgendwann so eins."
Thomalla kennt das Erfolgsrezept der Serie
Gedreht wird "Frühling" im oberbayerischen Bayrischzell – ein Kontrast zum Leben der Wahl-Berlinerin. Gerade zu Beginn sei das für sie nicht immer leicht gewesen. "Früher habe ich ein bisschen darunter gelitten, wenn ich immer aus der Stadt weg musste, als Stadtmädchen", erinnert sie sich. Inzwischen habe sich der Blick darauf gewandelt. Die Zeit in den Bergen empfinde sie heute "als großen Luxus", vor allem, weil sie dort in der schönsten Jahreszeit arbeite.
Dass "Frühling" nach 15 Jahren noch immer funktioniert, erklärt Thomalla nicht zuletzt mit der Haltung der Serie. Sie erzähle von Gemeinschaft, Verantwortung und Empathie – Werte, die nicht an Aktualität verloren hätten. Was einst als kurzer Abstecher begann, ist für sie längst mehr geworden: eine Rolle, die ihre Karriere und Persönlichkeit gleichermaßen geprägt hat.
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