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Emotionale Offenbarung

"Ich vermisse sie jeden Tag": Tränen fließen bei Karen Heinrichs

Veröffentlicht:

von Lars-Ole Grap

Moderatorin Karen Heinrichs gibt im Podcast persönliche Einblicke in ihr Familienleben.

Bild: IMAGO / Andreas Weihs


In der aktuellen Ausgabe des Podcasts "Zahltag" mit Daniel "Boschi" Boschmann zeigt sich SAT.1-Moderatorin Karen Heinrichs von einer zutiefst privaten Seite. Was als lockeres Gespräch über die Woche beginnt, entwickelt sich zu einem tränenreichen Bekenntnis über das Leben als getrennt erziehende Mutter.


Karen Heinrichs über Schuldvorwürfe und den Alltag als getrennt Erziehende

Als Daniel Boschmann seine Kollegin fragt, was sie vermisse, bricht es aus der "SAT.1-Frühstücksfernsehen"-Moderatorin Karen Heinrichs heraus. Zunächst versucht sie noch, die aufkommenden Tränen zurückzuhalten. Sichtlich bewegt gewährt sie kurz darauf Einblicke in die geteilte Sorgearbeit um ihre elfjährige Tochter: "Ich bin getrennt erziehend und ich vermisse in jeder Woche, in der ich meine Tochter nicht habe, vermisse ich meine Tochter wie Sau."

Es sei ihr ein Anliegen, dieses Tabu offen auszusprechen. Viel zu oft werde versucht, die Situation irgendwie schönzureden, obwohl die Realität für Betroffene schmerzhaft bleibe. "Ich vermisse sie an jedem Tag, auch jetzt ganz doll", gesteht die Moderatorin. Um die Sehnsucht und die plötzliche Stille in der Wohnung zu überbrücken, flüchtet sie sich nach eigenen Angaben in Beschäftigung. Sie versuche, die kinderfreien Tage mit Arbeit und Selfcare zu füllen - räumt aber ein, dass ihr das nicht immer gelinge.

Trotz der eigenen Belastung verliert sie dabei nicht den Blick für das Wohl ihres Kindes. Sie sei froh, dass die Tochter ihren Vater als feste Bezugsperson im Leben habe. Aus eigener Erfahrung wisse sie, dass das keine Selbstverständlichkeit sei: Bei ihrem inzwischen 24-jährigen Sohn habe der Kontakt zum Vater damals nicht funktioniert. Die positiven Umstände für ihre Tochter schätze sie sehr - doch die wöchentliche Trennung bleibe für sie als Mutter dennoch unheimlich schwer.

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Karen Heinrichs im Podcast: Warum finanzielle Belastung viele Mütter überfordert

Karen Heinrichs macht im Gespräch keinen Hehl daraus, dass sie sich ihrer vergleichsweise "privilegierten Situation" bewusst sei. Als bekannte Fernsehmoderatorin verdiene sie mehr als die meisten alleinerziehenden Mütter. Auch sie weiß, was es bedeutet, allein für alles aufzukommen: Miete, Auto, Telefon. Und auch Babysitter kosten Geld, das bei anderen schlicht nicht vorhanden sei. Diese Belastung treffe Frauen in weniger abgesicherten Verhältnissen ungleich härter.

Lob bekommt sie von Daniel "Boschi" Boschmann auch für ihren Instagram-Kanal - dort spreche sie gegenüber ihren Fans offen über eine Lebenswirklichkeit, die viele kennen, aber kaum jemand konkret thematisiere.

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"Selbst schuld": Karen Heinrichs wehrt sich gegen harte Urteile über ihr Familienleben

Besonders bitter stoßen der 52-Jährigen die Reaktionen Außenstehender auf. Sie berichtet von Vorwürfen, mit denen sie konfrontiert wurde - darunter der Satz: "Na ja, du bist ja selbst schuld, du wolltest ja die Trennung." Das sei "übrigens der allerschlimmste Satz, den man jemandem sagen kann", so die SAT.1-Moderatorin. Besonders enttäuschend sei dabei gewesen, dass solche Kommentare von Menschen aus ihrem Umfeld kamen, von denen sie das niemals erwartet hätte.

Dass Heinrichs im Podcast so ungefiltert sprechen konnte, schreibt sie vor allem der engen Freundschaft mit ihrem Kollegen Boschmann zu. "Bei dir habe ich auch keine Angst, mich zu öffnen", sagt sie ihm. Am Ende der Folge zieht sie ein abschließendes und emotionales Fazit: "Ich habe mit Tränen angefangen und ich habe mit Tränen geendet."

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