Harsche Kritik

Fans beschweren sich über schlechte Tonqualität und langweilige Story beim Saarländer "Tatort"

Aktualisiert:

von Sylvia Loth

Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Esther Baumann (Brigitte Urhausen) spielen im neuen "Tatort" die Hauptrollen.

Bild: SR/Manuela Meyer


"Ein Satz mit X, das war wohl nix." Wieder einmal herrschte am Sonntagabend mehr Frust als Freude unter den "Tatort"-Zuschauer:innen. Neben der Story ließ beim Saarländer "Tatort: Das Böse in dir" vor allem die Tonqualität zu wünschen übrig.


+++ Update, 9. Februar 2026 +++

"Ich will den Schimanski zurück"

Zu schwer, zu viel Psycho, zu wenig Spannung, zu sehr auf die Probleme der Ermittler:innen konzentriert - wieder war die Liste an Kritikpunkten in den Kommentarspalten der sozialen Medien lang. Schon während der Ausstrahlung machten viele Zuschauer:innen ihrem Ärger über den aktuellen Saarländer "Tatort" Luft.

Die Reise in die Vergangenheit der Saarländer Kommissarin kam am Sonntagabend überwiegend nicht an: "Es wird gefühlt wöchentlich schlimmer!", hieß es dort unter anderem. Auch die Tonqualität der Folge "Das Böse in dir" brachte viele offensichtlich akustisch an die Grenzen. Statt mitzurätseln, kämpften zahlreiche Fans damit, überhaupt zu verstehen, was gesagt wurde. "Zu viel Genuschel", "Der Tonmeister sollte mal einen Hörtest machen" und "Der Ton war noch schlechter als der Film", kommentierte das frustrierte Publikum.

Positive Anmerkungen gab es kaum. Nur sehr vereinzelt wurde die schauspielerische Leistung gelobt. Und während ein Teil der Zuschauer:innen offensichtlich langsam Abschied von der einst so beliebten Serie nimmt - "Schade, das Sonntagsabendritual 'Tatort' scheint im Sterbeprozess zu sein" -, hoffen andere noch auf die Rückkehr von mehr Action anstelle von Psychodramen und fordern: "Ich will den Schminanski zurück."

+++ Ursprünglicher Beitrag +++

"Tatort: Das Böse in dir": Darum ging es

Im Heimatdorf von Kommissarin Esther Baumann (Brigitte Uhrhausen) Hohenweiler an der französischen Grenze, wird der IT-Unternehmer Emil Feidt (Marcus Hartmann) tot aufgefunden. Ein seit Jahren bestehender Hass zweier Familien scheint neu geschürt zu sein. Die Feidts und die Louis liegen seit jeher im Clinch. Seit vor fünf Jahren Emils Tochter Becky ertrank, ist für ihren Bruder Peter Feidt (Albert Lichtenstern) klar, dass ihre beste Freundin Claire Louis (Carolin Wege) sie auf dem Gewissen hat. Doch was verband die beiden Frauen, dass Claire zu solch einer Tat fähig sein sollte? Und was steckt hinter dem Mord an Emil Feidt? Die Familientragödie scheint langsam das ganze Dorf in Besitz zu nehmen. Auch Esther Baumann verbindet gemischte Gefühle mit dem Dorf, in dem sie aufwuchs.

Esther Baumann: Spurensuche im Heimatdorf

Für Kommissarin Esther Baumann bedeutet der Fall eine Reise in ihre Vergangenheit. Die Vorgeschichte der Kommissare Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Sträßer) wurde in den "Tatort"-Episoden aus Saarbrücken bereits aufgeklärt.

Diesmal ist ihre Kollegin an der Reihe. Im Fall Feidt soll sie mit Insiderwissen helfen. Bei ihren Ermittlungen begegnet die Kommissarin alten Bekannten wieder, wie ihrem Schulfreund und Kneipenwirt Clemens (Fabian Stumm) und seiner Frau Katja Scherf (Franziska Wulf).

Aussagen der Dorfbewohner und Hinweise deuten darauf hin, dass der Mord an Emil Feidt in Zusammenhang steht mit dem tragischen Tod seiner Tochter Becky. Plötzlich taucht ein belastendes Video auf, das Esthers Bruder schwer belastet. Die Kommissarin beginnt auf eigene Faust, nach der Wahrheit zu suchen.

Neben der fiktiven Familientragödie spricht der neue Fall aus Saarbrücken ein reales umweltpolitisches Problem an. Das Opfer hatte zu Lebzeiten gegen die geplante Flutung der stillgelegten Kohlegruben protestiert. Esthers Bruder, Sven Louis (Robert Nickisch), stand als ehemaliger Bergmann auf der anderen Seite. Ob das sein Motiv sein könnte?

Alte Bekannte

Katja Scherf (Franziska Wulf, l.) und Esther Baumann (Brigitte Urhausen, r.) begegnen sich nach vielen Jahren wieder.

Bild: SR/Manuela Meyer


Geheime Liebe

Leo Hölzer wird hellhörig, als Claire von einer Liebesbeziehung zur verstorbenen Becky berichtet. Als sie erklärt, dass sie Becky geliebt habe und die beiden ein Paar gewesen seien, hört der Kommissar genauer hin. Wieso hat niemand etwas von dieser geheimen Liebe geahnt?

Als seine Kollegin Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer), die momentan im Innendienst arbeitet, dann auch noch Ungereimtheiten in Beckys Akte findet und beginnt, an der Unfalltheorie zu zweifeln, wird der Fall neu aufgerollt. Tatsächlich deutet immer mehr darauf hin, dass die beiden Todesfälle von Becky und ihrem Vater zusammenhängen.


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