Sie füllt Rosa Herzogs Lücke

Neues "Tatort"-Team in Dortmund: Sophie Mercedes Burtscher wird die neue Kommissarin

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von teleschau

Wie wird sich Leo Sturm (Sophia Mercedes Burtscher) an Ira Klasnićs (Alessija Lause) und Peter Fabers (Jörg Hartmann, v. l.) Seite schlagen?

Bild: WDR / Bavaria Fiction GmbH / Thomas Kost


Das wird "schmerzhaft": Mit der Episode "Schmerz" nimmt Stefanie Reinsperger Abschied vom Dortmunder "Tatort". Wie geht's in der Mordkommission ohne Rosa Herzog für ihren Chef Peter Faber (Jörg Hartmann) weiter?


+++ Update, 11. März 2026 +++

Das ist über Sophie Mercedes Burtscher bekannt

Die Dortmunder "Tatort"-Kommissare Peter Faber und Ira Klasnić bekommen nach dem Ausstieg von Stefanie Reinsperger (38) eine neue Kollegin. Wie der WDR mitteilt, wird die österreichische Schauspielerin Sophia Mercedes Burtscher (35) das Team um Jörg Hartmann (Faber) und Alessija Lause (Klasnić) verstärken.

Burtscher stammt aus Bregenz und wurde schon während ihres Schauspielstudiums am Salzburger Mozarteum als festes Ensemblemitglied am Schauspiel Köln engagiert. Sie war unter anderem in der Netflix-Serie "King Of Stonks" oder in der Kinoproduktion "Stromberg - Wieder alles wie immer" zu sehen.

Das ist ihre neue "Tatort"-Rolle

Nun wird Sophia Mercedes Burtscher im "Tatort" die Rolle der Hauptkommissarin Leo Sturm übernehmen, ihren Einstand gibt sie in dem Fall "Blut und Wasser" (Arbeitstitel). Der Krimi wird aktuell in Dortmund, Köln und Umgebung gedreht. Der Sendetermin im Ersten steht noch nicht fest.

In dem Fall wird das neue Duo aus Faber und Sturm mit einem rätselhaften Gewaltverbrechen konfrontiert, das sich während einer stadtweiten Ausnahmesituation ereignet, heißt es vorab vom WDR über die "Tatort"-Episode. Das Verbrechen führt demnach tief in die Abgründe einer scheinbar perfekten Familie.

"Blut und Wasser" ist laut der Mitteilung als Kammerspiel angelegt und spiele über weite Strecken im Innern eines Hauses: "Die klaustrophobische Atmosphäre verstärkt den psychologischen Druck auf alle Beteiligten." Auch Fabers Zusammenarbeit mit seiner neuen Kollegin werde direkt auf die Probe gestellt. Er merkt schnell: "Leo Sturm ist eine außergewöhnlich scharfsinnige und kompromisslose Ermittlerin, die lieber auf sich selbst vertraut als auf Teamwork. Und mindestens eine Kollegin auf Augenhöhe ist." Während Faber und Sturm im Haus ermitteln, hält die Leiterin der Dortmunder Mordkommission Ira Klasnić die Fäden im Präsidium zusammen.

"Eine große Ehre"

Sophia Mercedes Burtscher freut sich über ihr neues Engagement: "Es ist eine große Ehre für mich, Teil des Dortmunder 'Tatorts' zu sein - der tatsächlich mein Lieblings-'Tatort' ist. Ich bin sehr stolz, mich mit meiner Figur Leo Sturm in die Tradition außergewöhnlich starker Kommissarinnen in Dortmund einreihen zu dürfen."

Sie freue sich auf spannende Geschichten "und darauf, Leo über die nächsten Jahre dem Publikum näherzubringen - denn sie hat einige Geheimnisse im Gepäck".

+++ Ursprüngliche Meldung +++

Wie geht es nun im Dortmunder "Tatort" weiter?

Darauf muss sich Kriminalhauptkommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) noch einstellen: Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) hat im "Tatort: Schmerz" am Sonntag, 22. Februar, zum letzten Mal an seiner Seite ermittelt. Nach fünf Jahren und elf Filmen klinkte sie sich in einem furiosen Finale aus. Die österreichische Schauspielerin Stefanie Reinsperger nahm auf eigenen Wunsch Abschied aus dem ARD-Quotengarant.

Die 38-Jährige zieht weiter und forciert ihre Karriere. Sie ist Ensemble-Mitglied des Wiener Burgtheaters und auch im TV gut im Geschäft. Im vergangenen Jahr war Reinsperger in drei großen Produktionen zu sehen, in den Spielfilmen "Von uns wird es keiner sein" und "Liebesbrief an Jenny" sowie in der Serie "Die Affäre Cum-Ex".

Peter Faber aber bleibt alleine zurück. Mal wieder. Der sperrige Kriminalhauptkommissar, von früheren Kollegen auch schon als "Kotzbrocken" bezeichnet, verliert in Rosa Herzog erneut eine Partnerin. Wie geht es nun im Dortmunder "Tatort" weiter?

Peter Faber verliert schon wieder eine Partnerin

Zieht Peter Faber das Pech für seine Kollegen an? Man könnte es meinen. Von jenen, die einst mit ihm im ersten Dortmunder "Tatort" ("Alter Ego", gesendet im September 2012), gemeinsam antraten, ist kaum noch jemand übrig. Nora Dalay (Aylin Tezel) quittierte, desillusioniert und frustriert, 2020 in "In der Familie" den Dienst. Jan Pawlak (Rick Okon) flüchtete mit seiner kleinen Tochter vor Sorgerechtsstreit und stressigem Job. Am dramatischsten: Martina Bönisch (Anna Schudt), mit der sich Faber über 22 Fälle zusammengerauft hatte, starb in "Liebe mich" (2022) in seinen Armen.

Mit dem ehemaligen KTU-Leiter Sebastian Haller (Tilman Strauß), der erschossen wurde, dem Rechtsmediziner Prof. Dr. Jonas Zander (Thomas Arnold) - er starb am Rabiesvirus - und dem wegen Mordes verhafteten ersten Kommissariatsleiter Hans Krüger (Robert Schupp) verschwanden weitere Kollegen Fabers auf Nimmerwiedersehen. Ausgerechnet einer kehrte nach seinem "Ausscheiden" zurück: Fabers Erzfeind Daniel Kossik (Stefan Konarske) ging 2018 zum LKA und kehrte nach sieben Jahren zurück - und ermittelt gegen Faber.

Im nächsten "Tatort" gibt's ein Team wider Willen

Dass der Umbruch weitergeht, scheint klar. Ebenso, dass Jörg Hartmann als Peter Faber an Bord bleibt. Der Sender ließ durchblicken, dass Faber einen oder gar mehrere neue Partner:innen zur Seite gestellt würden.

Im kommenden 30. Fall der Dortmunder gibt es eher einen Partner wider Willen. Denn in "Blutkultur", der im Herbst abgedreht wurde, müssen ausgerechnet Faber und Kossik, die sich in herzlicher Antipathie gegenüberstehen, gemeinsam ermitteln. Dabei müssen sie allerdings von ihrer Chefin Ira Klasnić (Alessija Lause) quasi zu ihrem "Glück" gezwungen werden. Es geht um zwei Mordfälle und die Frage, ob die beiden miteinander zusammenhängen.

Ob "Blutkultur" den Beginn einer neuen, festen Partnerschaft zwischen Faber und Kossik bedeutet, ist noch ungewiss. Wann der 30. Fall der Dortmunder (Drehbuch: Magdalena Grazewicz und Daniel Bickermann, Regie: Richard Huber) gesendet wird, steht ebenfalls noch nicht fest.


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