Abschieds-Folge
"Der Gipfel ultimativer Schwachsinnigkeit": Rosa Herzogs letzter "Tatort" spaltet die Fangemeinde
Aktualisiert:
von Sylvia LothRosa Herzog (Stefanie Reinsperger), Peter Faber (Jörg Hartmann, M.) und Bordell-Mitarbeiter Elez Shkodra (Kristian Pandža, r.) suchen nach Hinweisen.
Bild: WDR/Thomas Kost
Begeisterung trifft auf Gegenwind. Selten wurde ein "Tatort" so gelobt und erhielt gleichzeitig so viel Likes für Kritik. Die Dortmunder Folge "Schmerz" hat die Fans stark bewegt - nicht nur positiv.
Den "Tatort" streamen
+++ Update, 23. Februar 2026 +++
Jubel in den Kommentaren - ungewohntes Bild
"Top", "Mega", "Sehr gut", "Faber, the best" - selten zeigten sich die Zuschauer:innen so begeistert von einer "Tatort"-Folge. Der letzte Einsatz der Dortmunder Kriminalhauptkommissarin Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) kam gut an - zumindest, was die Anzahl der positiven Reaktionen betrifft: Es waren deutlich mehr als sonst. In den vergangenen Wochen wimmelte es in den Kommentarspalten dagegen vor allem von Kritik. Gute Rezensionen bildeten eher die Ausnahme.
183 Likes für harsche Worte
Allerdings bekamen diesmal die negativen Reaktionen deutlich mehr Daumen-nach-oben als üblich. Die Story wurde als "verwirrend" bezeichnet, das Thema Kriegsverbrechen als "ausgelutscht". Ebenso war der Ton erneut Kritikpunkt.
Ein Fan, der schrieb: "Die heutige Ausgabe und insbesondere das Finale ist dann gleich noch mal der Gipfel ultimativer Schwachsinnigkeit! Unfassbar … wer denkt sich so was bloß aus?" bekam mit 183 Likes die meiste Zustimmung.
Gelungener Abschied?
Bleibt also die Frage, ob die Kritiker:innen diesmal zu bequem oder zu müde für eigene Worte waren - oder ob der letzte Fall von Rosa Herzog doch besser als der "Tatort"-Durchschnitt war und somit ein schöner Abschied für die Darstellerin Stefanie Reinsperger.
+++ Ursprünglicher Beitrag +++
"Tatort: Schmerz" aus Dortmund: Darum geht es
In der Folge "Schmerz" gerät Kommissarin Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) bei Ermittlungen im Rotlicht-Milieu an ihre emotionalen Grenzen. Der Mord an einem Clubbetreiber steht offenbar in Verbindung mit dem Tod eines Teenagers. Wie sich herausstellt, lebte der Clubbesitzer unter falscher Identität jahrelang in Deutschland. Tatsächlich handelt es sich um einen serbischen Kriegsverbrecher, der international gesucht wird. Für Kripochefin Ira Klasnić (Alessija Lause), selbst vom Balkankrieg geprägt, wird der Fall zur persönlichen Zerreißprobe. Die Rolle der jungen Bosnierin Maria Novak (Lorena Jurić) bleibt auch lange rätselhaft.
Vergangenheit in den Jugoslawienkriegen
Nachdem der Dortmunder Clubbetreiber Golko Hasani in seiner Wohnung durch drei Schüsse getötet aufgefunden wurde, geraten die Rivalitäten im Rotlicht-Milieu ins Visier der Kommissare Peter Faber (Jörg Hartmann) und Rosa Herzog. Kurz zuvor war ein Teenager vor Hasanis Club erstochen worden. Der zweite Pass, der bei ihm in der Wohnung gefunden wird, wirft die Frage auf, warum er unter falscher Identität in Deutschland lebte. Die Kommissare hoffen, dass Maria Novak mehr über den Toten weiß. Die Prostituierte war am Abend des Mordes in Hasanis Wohnung und sagt aus, sie hätte die Schüsse gehört. Genau wie Hasani stammt die junge Frau aus Serbien. Kripoleiterin Ira Klasnić, die familiäre Wurzeln in Serbien hat, fühlt sich auf seltsame Weise zu Maria Novak hingezogen und für sie verantwortlich. Es stellt sich heraus, dass das Mordopfer nicht Golko Hasani hieß, sondern Bogdan Kristo und ein international gesuchter Kriegsverbrecher aus den Jugoslawienkriegen war, der seit 25 Jahren untergetaucht war. Doch wer wollte ihn um jeden Preis loswerden?
Letzte gemeinsame Ermittlungen
Peter Faber (Jörg Hartmann) und Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) sind nach elf Fällen als Team zusammengewachsen.
Bild: WDR/Thomas Kost
Wie es im Dortmunder "Tatort" weitergeht
Mit dem Fall "Blutkultur", der bereits im vergangenen Herbst abgedreht wurde, läuft der Dortmunder "Tatort" erstmals ohne die österreichische Schauspielerin Stefanie Reinsperger. Im Mittelpunkt stehen die Morde an einer Kinderärztin und einer Medizinstudentin. Peter Faber und Daniel Kossik ermitteln trotz persönlicher Spannungen überraschend effektiv als neues Team.
Ein herzliches Dankeschön an unsere treuen Zuschauerinnen und Zuschauer, den WDR, an die Produktionsfirmen, Autorinnen und Autoren, die Regisseurinnen und Regisseure und natürlich an meine großartigen Kolleginnen und Kollegen.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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