Tödliche Inszenierung

"Tatort" am 11. Januar: Können Ballauf und Schenk die Mordserie an der Kölner Oper stoppen?

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von Sylvia Loth

Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, rechts) und Freddy Schenk (Dietmar Bär, links) begutachten die Leiche von Rüstmeisterin Elli Zander (Ines Lutz).

Bild: WDR/Thomas Kost


Ein Mord, eine verschwundene Waffe und eine Inszenierung, die tödlicher ist als jede Arie: Nach dem Münchner Ermittler-Team wagen sich auch die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk auf die große Bühne. In ihrem neuen Fall ermitteln sie eine Mordserie an der Oper.


"Tatort: Die Schöpfung": Darum geht es

Kurz vor der Premiere von Joseph Haydns Oper "Die Schöpfung" kommt es in der Kölner Oper zu einer schockierenden Entdeckung: Elli Zander (Ines Lutz), eine Mitarbeiterin der Requisite, die auch für die Waffenkammer zuständig war, wird erschossen aufgefunden. Ihr lebloser Körper wurde wie für eine Operninszenierung drapiert. Und tatsächlich fehlt in der Requisite eine Schusswaffe, die als Tatwaffe diente.

Eine erste Spur führt die Hauptkommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) zum Countertenor David Deycks (Marcel Gisdol). Während sie diesen noch ausfindig machen, geschieht ein zweiter Mord. Bei dem Toten handelt es sich um den Schuhmacher Willi Köpke (Aljoscha Stadelmann). Auffällig: Genau wie bei der ersten Leiche ist der Fundort nicht der Tatort. Ballauf und Schenk fragen sich, ob sie es mit einer Mordserie zu tun haben - und wenn ja, wer wohl das nächste Opfer sein wird ...

Große Bühne für Ballauf und Schenk

Die Oper entpuppt sich als eigener Mikrokosmos. Während Ballauf sich etwas schwer damit tut, findet sich sein Kollege Schenk, der sich als großer Opernfan outet, überraschend schnell zurecht. Der Kommissar genießt die Zeit zwischen den Sängerinnen, Kostüm- und Maskenbildnern sichtlich. Doch auch er ist überfordert, bei wem sie ihre Ermittlungen beginnen sollen. Als dann eine weitere Leiche entdeckt wird, steigt die Angst im Opernhaus und der Druck bei den Kommissaren.

Eine Schlüsselrolle hat Eva Krüger, die als Elektrikerin im Bühnenbetrieb arbeitet und sich als "gute Seele" der Oper entpuppt. Ihre Argusaugen wachen überall. Sie organisiert auch den Umzug zurück ins Opernstammhaus und scheint sich durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen. Oder trügt der Schein?

KTU-Leiterin Natalie Försten (Tinka Fürst) untersucht die zweite Leiche und teilt Kommissar Freddy Scheink (Diermar Bär), dass es sich bei dem Toten um den Schuhmacher Willi Köpke (Aljoscha Stadelmann) handelt.

Bild: WDR/Thomas Kost


Blick hinter die Kulissen

In ihrem 94. Fall bieten die Oper Köln und die Interimsspielstätten in Köln-Deutz die Kulisse für die Ermittlungen der Kölner "Tatort"-Legenden. Vom 29. August bis zum 30. September 2024 wurde sowohl im Staatenhaus auf dem Messegelände in Köln-Deutz als auch im Opern-Stammhaus am Offenbachplatz, das gerade umgebaut wird, gedreht. Dietmar Bär zeigte sich während der Dreharbeiten sichtlich begeistert, die "neue alte" Spielstätte quasi einweihen zu dürfen. "Egal, mit welcher Oper dieses wunderbare, alte, neue Haus seine Wiedereröffnung feiern wird - Wir drei [Anm. d. Red.: Gemeint sind neben Bär die Kollegen Behrendt und Grossmann] waren die ersten hier on Stage!"


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