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Entscheidungen bis zur Sommerpause

Programm-Halbierung: ARD-Sender will weitere Sparmaßnahmen umsetzen

Aktualisiert:

von C3 Newsroom

Drastischer Kahlschlag beim WDR: Jede zweite Sendung fliegt raus.

Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress


Beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) stehen große Veränderungen an. Die Zahl der Programm-Angebote soll um die Hälfte gekürzt werden. Zudem soll es eine klare Ausrichtung auf digitale Angebote geben, erklärt die WDR-Intendatin.

WDR plant massive Kürzungen im Programm-Angebot

Der Westdeutsche Rundfunk steht vor einem großen Umbruch. WDR-Intendantin Katrin Vernau hat auf der jüngsten Sitzung des Rundfunkrats in Köln angekündigt, dass bei dem ARD-Sender bis zum Jahr 2030 die Zahl der Programm-Angebote halbiert werden soll. Laut eines Berichts des "Evangelischen Pressediensts" (epd) soll demnach das "Programmportfolio" von jetzt über 600 Angeboten auf höchstens 300 Angebote gekürzt werden.


Das Programm des Westdeutschen Rundfunks


WDR will sich stärker auf digitale Angebote konzentrieren

Diese sollen sich dann aus 220 aktuell schon bestehenden Angeboten plus 80 neuen zusammensetzen. Welche Inhalte gestrichen werden und welche neu dazukommen, soll bis zur Sommerpause entschieden werden. WDR-Intendantin Vernau sagte mit Blick auf die anstehenden Sparmaßnahmen, der Sender müsse "mehr Kraft in weniger Angebote stecken". Der Sender ist unter anderem für die "Tatorte" aus Münster und Köln verantwortlich und für die Talksendung "Kölner Treff".

Außerdem kündigte sie laut "epd" eine "klare Umschichtung der Ressourcen" mit einem größeren Fokus auf digitale Angebote an. So sei geplant, dass knapp die Hälfte - 45 Prozent - der Ausgaben für das Programm in nicht-lineare Angebote fließen sollen.

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